Der September ist der ideale Monat, um den Rasen zu vertikutieren. Bei diesem Vorgang wird die Grasnarbe mit speziellen Geräten leicht aufgeschnitten, um den Boden zu belüften und den Rasen zu stärken. Doch ein häufiger Irrtum besteht darin, dass das Vertikutieren gegen Moos hilft.
Tatsächlich kann es das Moosproblem sogar verschlimmern, da jedes abgeschnittene Moosteilchen erneut anwachsen kann. Daher stellt sich die Frage: Muss der Rasen wirklich einem perfekt gepflegten, englischen Zierrasen gleichen?
Lebensraum statt Zierrasen
Ein solch akribisch gepflegter Zierrasen mag optisch ansprechend sein, doch für die Natur ist er nahezu wertlos. Er bietet keinerlei Lebensraum oder Nahrung für Insekten und belastet durch den Einsatz von Dünger die Umwelt. Viel nachhaltiger ist es, den Rasen natürlich wachsen zu lassen und ihn mit Wildblumen wie Gänseblümchen, Krokussen oder Ehrenpreis zu bereichern.
Diese Pflanzen tragen nicht nur zur Artenvielfalt bei, sondern bieten Insekten wertvolle Nahrung. Auf diese Weise leisten selbst kleine Rasenflächen einen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht.
Der Schlüssel zu gesunder Gartenerde
Neben einer naturnahen Rasenpflege ist auch die Gründüngung ein wertvoller Beitrag zur Bodenverbesserung. Winterharte Pflanzen wie Roggen, Inkarnatklee und Spinat sind ausgezeichnete Humuslieferanten. Ihre Aussaatzeit beginnt im August und reicht bis in den Oktober.
Diese Pflanzen sorgen für einen schnell wirkenden Nährhumus und tragen gleichzeitig zur Bildung von Dauerhumus bei, der die Bodenstruktur langfristig verbessert. So können Wasser und Nährstoffe besser gespeichert werden, was den Pflanzen im kommenden Frühjahr zugutekommt.
Im zeitigen Frühjahr wird der grüne Winterschutz gemäht und oberflächlich in den Boden eingearbeitet. Die Mikroorganismen im Boden beginnen sofort damit, die Pflanzenmasse zu zersetzen und setzen dabei wertvolle Nährstoffe frei. Diese unterstützen die jungen Pflanzen optimal in der Wachstumsphase und sorgen für einen kräftigen Start in die neue Gartensaison.
Gründüngung für sandige Böden
Falls die Gründüngung im Herbst besonders üppig gewachsen ist, lässt sich ein Teil der Biomasse auch kompostieren oder zum Mulchen verwenden. Dies ist vor allem für sandige Böden von Vorteil, da sie so mehr Struktur und Nährstoffe erhalten.
Schwere Böden hingegen sollten im Spätherbst umgegraben werden, damit der Frost im Winter die Bodenkrume aufsprengen kann und so die Erde im Frühjahr gelockert wird.
Das könnte Sie auch interessieren:











