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Jupps Gartentipps
Herbstliche Schätze im Garten: Quitten, Mahonien und Kornelkirschen 
Eine besondere Kostbarkeit sind die Früchte der Kornelkirsche.
Eine besondere Kostbarkeit sind die Früchte der Kornelkirsche. // Jupp Schröder
Bamberg – Der Herbst hat mehr zu bieten als nur Äpfel und Kürbisse. So ergänzen Sie Ihren Garten mit tollen Herbstfrüchten.

Dieses Jahr sind die Quitten in unserer Region rar gesät. Der Spätfrost hat vielerorts die zarten Blüten erfrieren lassen, wodurch die Ernte stark eingeschränkt wurde. Doch Gartenfreunde dürfen sich Hoffnungen machen: Im nächsten Jahr kann die Situation schon wieder ganz anders aussehen. 

Wer plant, einen neuen Quittenbaum zu setzen, sollte sich den Zeitraum von Ende Oktober bis Anfang November vormerken. Dann ist der ideale Zeitpunkt, um die Wurzeln in die Erde zu bringen.

Sortenempfehlungen für den Hausgarten

Für den heimischen Garten bieten sich verschiedene Quittensorten an, die sowohl geschmacklich als auch optisch überzeugen. 

Eine gute Wahl ist die Sorte „Krinska“, deren apfelförmige Früchte ein etwas weicheres Fruchtfleisch aufweisen. 

Wer birnenförmige Früchte bevorzugt, sollte zur „Cydora Robusta“ greifen, die Mitte Oktober reif ist. 

Für kleinere Gärten eignet sich die kompakte Sorte „Muskatnaja“, die nicht viel Platz benötigt und dennoch reichlich Ertrag bringt. 

Ein Schmuckstück im Garten

Ein Quittenbaum ist nicht nur eine Bereicherung für den Obstgarten, sondern auch ein dekoratives Highlight. Selbst in kleinen Gärten findet er Platz, da er eine kompakte Krone ausbildet. Seine großen, duftenden Blüten im Frühling und die leuchtenden gelben Früchte im Herbst machen ihn zu einem echten Hingucker. 

Die Quittenfrüchte, die im Herbst wie kleine Christbaumkugeln im Garten leuchten, bringen nicht nur eine reiche Ernte, sondern verschönern den Garten auch optisch.

Verborgene Schätze in Blau

Die Mahonie, die in vielen Gärten als Unterholz gepflanzt wird, trägt bereits jetzt ihre blauen Beeren. Diese sind nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel, sondern auch für uns Menschen essbar. 

Oft wird wegen ihrer blauen Farbe angenommen, dass sie giftig seien, doch das Gegenteil ist der Fall. Mahonienbeeren bieten in der Küche eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten: Sie lassen sich zu Gelee oder Sirup verarbeiten und sind auch als Dekoration bestens geeignet.

Pflege und Vermehrung

Die Mahonie ist pflegeleicht und bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte. Besonders auffällig ist ihre Vermehrung durch Wurzelausläufer, wodurch sie sich leicht ausbreitet und größere Flächen besiedeln kann. Diese Eigenschaft macht sie zu einer idealen Wahl für das Unterholz, wo sie sowohl dekorativ als auch nützlich ist.

Eine frühreife Delikatesse

Ein weiteres Highlight im Garten ist derzeit die Kornelkirsche. In diesem Jahr reifen ihre walzenförmigen, dunkelroten Steinfrüchte – in Bayern als „Dirndl“ bekannt – ungewöhnlich früh. 

Obwohl die Früchte auch roh essbar sind, haben sie einen leicht bitteren Geschmack. Besonders beliebt sind sie jedoch als Marmelade, wo sie zu einer wahren Delikatesse werden.

Ernte-Tipp für Kornelkirschen

Die Früchte der Kornelkirsche sollten in voller Reife geerntet werden. Der einfachste Weg: Alle drei Tage ein Tuch unter den Strauch legen und die Zweige leicht schütteln. So fallen nur die reifen Früchte herab – eine Methode, die auch beim Olivenernten angewendet wird. 

Ein widerstandsfähiger Allrounder

Die Kornelkirsche bevorzugt Kalkböden und kommt mit Trockenheit deutlich besser zurecht als viele andere Gehölze. 

Trotz ihres Namens ist sie übrigens nicht mit der klassischen Kirsche verwandt, sondern gehört zur Familie der Hartriegel. 

Als Zierstrauch ist sie nicht nur wegen ihrer Früchte, sondern auch wegen ihrer attraktiven Erscheinung ein Gewinn für jeden Garten.

Mit diesen vielseitigen Pflanzen und Bäumen bringen Sie nicht nur optische Highlights in Ihren Garten, sondern tragen auch zur Artenvielfalt bei und bieten Vögeln und Insekten wertvolle Nahrung. 

 

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