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Jupps Gartentipps
Natürliche Hilfe gegen Schädlinge
Die Schnecken lieben derzeit das regnerische Wetter.
Die Schnecken lieben derzeit das regnerische Wetter. // Karl-Josef Hildenbrand, dpa
Bamberg – Wühlmäuse und Schnecken sind für die meisten Gärtner ein Graus. Doch mit den richtigen Tipps und Tricks sparen Sie sich die Chemiekeule.

Eine effektive und biologische Methode zur Bekämpfung von Wühlmäusen besteht darin, Sitzkrücken für Eulen und Greifvögel im Garten anzubringen. Diese natürlichen Feinde der Wühlmäuse leisten wertvolle Hilfe bei der Kontrolle der Nagerpopulation.

Besonders wirksam hat sich jedoch die Anlage eines etwa 70 Zentimeter hohen und lockeren Steinhaufens erwiesen. Dieser kann dem Mauswiesel als Unterschlupf dienen, einem erklärten Erzfeind der Wühlmäuse. Ideal ist es, wenn im Inneren des Steinhaufens ein Hohlraum geschaffen wird, der dem Mauswiesel als Brutstätte für seine Jungen dient.

Steinhaufen für Mauswiesel
Ein Steinhaufen ist eine Villa für Mauswiesel, Eidechsen und Laufkäfer. // Jupp Schröder

Schneckenplage vermeiden

Auch im Gemüsegarten gibt es einige Maßnahmen, die helfen, unerwünschte Gäste fernzuhalten. Schnecken nutzen beispielsweise gerne Risse im Boden, um ihre Eier abzulegen. Diese Spalten entstehen häufig nach dem Hacken des Bodens oder beim Herausziehen von Wurzeln wie Möhren, Pastinaken oder Rote Bete. Um eine Schneckenplage im nächsten Frühjahr zu verhindern, ist es wichtig, diese Erdspalten regelmäßig zu füllen.

Ein aufmerksamer Gärtner kann die kleinen, weißen Eigelege der Schnecken, die wie winzige Tischtennisbälle aussehen, leicht erkennen und entsorgen.

Besondere Vorsicht ist nach der Ernte geboten: Öffnungen, die beim Herausziehen von Wurzelgemüse entstehen, sollten umgehend wieder verschlossen werden. Nach der Ernte ist es ratsam, die Oberfläche der Beete gründlich zu glätten.

Ein wichtiger Tipp zum Schluss: Der Boden sollte erst spät im Jahr umgegraben werden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Gefahr gering, dass Schnecken noch Eier in die lockere Erde legen, da die kühle Witterung ihre Aktivität bereits stark einschränkt.

 

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