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Jupps Gartentipps
Nützlinge schützen und Wildsträucher genießen
Admiral auf der Herbstaster
 // Jupp Schröder
Jupps Gartentipps
Bamberg – Im Herbst wimmelt es nur so von kleinen Helfern im Garten. Diese Insekten können Sie gerade jetzt in Ihrem Garten entdecken.

Florfliegen sind wertvolle Nützlinge im Garten, da ihre Larven zahlreiche Schädlinge wie Blattläuse vertilgen. Um den Florfliegen das Überwintern zu erleichtern, sollten Sie das Herbstlaub unter Büschen und Hecken liegen lassen. Das Laub bietet ihnen einen natürlichen Schutz vor der Kälte. 

Noch effektiver ist es, spezielle Florfliegen-Überwinterungskästen im Garten aufzustellen. Diese Kästen, gefüllt mit Stroh, werden in etwa 1,60 Meter Höhe an einem stabilen Pfahl oder Schuppen angebracht. Achten Sie darauf, die Kästen im Herbst und Winter nicht mehr zu öffnen, um die Ruhe der überwinternden Insekten nicht zu stören.

Ein auffälliger Gast im Herbstgarten

Der Admiral ist einer der markantesten Schmetterlinge, die im Herbst durch die Gärten fliegen. Besonders auffällig wird er, wenn er an faulendem Obst saugt – vor allem süße Birnen scheinen es ihm angetan zu haben. 

Oft wirken die Schmetterlinge regelrecht „betrunken“ vom gärenden Fruchtsaft und lassen sich sogar berühren. Doch nicht nur faulendes Obst zieht die Admirale an: Sie laben sich auch gern an Zinnien- und Efeublüten. 

In diesem Jahr ist das Vorkommen der Admirale besonders stark, was Schmetterlingsliebhaber nach einem eher mageren Sommer erfreut.

Der Admiral gehört zu den sogenannten Wanderfaltern, die große Strecken zurücklegen können. Ursprünglich wanderten sie aus Südeuropa über die Alpen zu uns. 

Doch mit der Klimaerwärmung haben sich ihre Reisegewohnheiten geändert: Heute fliegen viele Admirale bis nach Südskandinavien und verbringen den Winter in den milden Regionen am Oberrhein. 

Ihre Raupen ernähren sich vorwiegend von Brennnesselblättern, was sie zu einem wichtigen Bestandteil der heimischen Ökosysteme macht.

Ein begeisterter Gartenfreund berichtet: „Unser Zwetschgenbaum ist derzeit ein beliebtes Ziel für Admirale. Wir lassen immer einen Teil der Zwetschgen für die Wildtiere am Baum hängen. Es ist spannend zu beobachten, wer alles vorbeikommt.“

Ein Magnet für Vögel

Der heimische Wildstrauch Pfaffenhütchen gehört zu den auffälligsten Pflanzen im Herbst. Seine Früchte, die kleinen, pinkfarbenen Kapseln, erinnern an das barrettähnliche Hütchen, das früher von Pfarrern getragen wurde. 

Diese Früchte, die jetzt in voller Pracht am Strauch hängen, sind bei Vögeln äußerst beliebt. Besonders Rotkehlchen scheinen einen Narren an den kleinen gelben Samen gefressen zu haben. In einigen Regionen wird der Samen des Pfaffenhütchens daher auch als „Rotkehlchenbrot“ bezeichnet.

Die leuchtenden Früchte des Pfaffenhütchens sind nicht nur ein Hingucker im Garten, sondern auch eine wertvolle Nahrungsquelle für viele heimische Vögel. Lassen Sie den Strauch also ruhig stehen und genießen Sie die Natur, die sich an seinen Früchten bedient.

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