Es ist bedauerlich, dass in heutigen Gärten nur noch etwa zehn Prozent der Pflanzen Nutzpflanzen sind. Früher war das Verhältnis genau umgekehrt. Doch erfreulicherweise zeigt sich eine positive Veränderung in der Einstellung vieler Gartenbesitzer. Immer häufiger sieht man kleine Parzellen mit Kartoffeln oder bunte Blühflächen, die eine neue Vielfalt in die Gärten bringen. Diese positiven Entwicklungen fallen besonders bei Gartenbesichtigungen auf.
Herbstgemüse und Spätsaaten: Nutzpflanzen optimal nutzen
Jetzt ist die ideale Zeit, um Herbstgemüse wie Fenchel, Winterendivien oder Zuckerhut auszusäen. Diese Pflanzen können die frei werdenden Beete sofort wieder besetzen und bieten so eine nahtlose Fortsetzung der Gartensaison.
Wenn die vorgesehenen Beete noch nicht bereit sind, können die Samen in kleinen Töpfen vorgezogen werden. Auch eine späte Aussaat von Zuckerschoten, Sommererbsen und schnell wachsenden Sorten von Bohnen und Gelben Rüben bis zum 10. Juli ist noch möglich.
Bei den Pflanzungen stehen Fenchel, Radicchio und Winterlauch hoch im Kurs. Um die Keimung der hartschaligen Bohnensamen zu beschleunigen, empfiehlt es sich, diese vorher einzuweichen.
Radieschen und Rettich: Perfekte Lückenfüller im Garten
Mit den kürzer werdenden Tagen eignen sich Radieschen und Rettiche hervorragend, um dicke Knollen auszubilden, da sie keine Energie in die Blütenbildung investieren müssen. Sie sind daher ein ideales Beispiel für Lückenfüller, wenn bereits abgeerntete Stellen im Garten neu bepflanzt werden sollen. Eine kontinuierliche Aussaat ist bis Mitte August möglich.
Auch Salate aller Art können jetzt gepflanzt werden, da sie bei kürzer werdenden Tagen eine größere Blattmasse entwickeln. Blumenkohl hingegen entwickelt in den heißen Sommermonaten selten schöne Köpfe und sollte daher erst im Juli oder August gepflanzt werden.
Beerenfrüchte: Süßer Ertrag für die Küche
Nutzpflanzen im Garten umfassen nicht nur Gemüsearten wie Radieschen, Fenchel oder Bohnen. Auch Beerenfrüchte sind essenzielle Nutzpflanzen und spielen eine wichtige Rolle in der Selbstversorgung. Reife Früchte wie Johannis- und Stachelbeeren sollten am besten am Vormittag geerntet werden, nachdem der Morgentau verdunstet ist. Zu dieser Zeit haben die Früchte den höchsten Wassergehalt, was sie aromatischer macht und dafür sorgt, dass sie länger frisch bleiben.
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