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Jupps Gartentipps
Pflege von Rosen: So gelingt es 
Selbst im Regen leuchtet die Rosenblüte der "Gloria Dei".
Selbst im Regen leuchtet die Rosenblüte der "Gloria Dei". // Jupp Schröder
Bamberg – Die Veredelung von Rosen kann jeder Gartenliebhaber schaffen. Wie, erfahren Sie hier.

Rosen sind wahre Königinnen des Gartens, doch auch sie haben manchmal mit Problemen zu kämpfen. Ein häufiges Anzeichen für Eisenmangel bei Rosen sind Blätter, die grüne Adern aufweisen, während die Zwischenräume gelblich verfärbt sind. 

Die Ursache liegt oft in einem zu hohen Kalkgehalt im Boden, der das Eisen für die Pflanze unzugänglich macht. Hier können Sie mit einem spezieller Eisendünger Abhilfe schaffen. Sie sollten jedoch auf eine vorsichtige und genaue Anwendung achten.

Rosenveredelung: So wird's gemacht

Von Juli bis September bietet sich zudem eine hervorragende Gelegenheit, Rosen durch Okulation zu vermehren. Dabei wird ein schlafendes Auge der gewünschten Rosensorte auf eine fremde Rosenwurzel gesetzt – eine Methode, die jedem Gartenliebhaber durchaus gelingen kann. 

Die Vorbereitung beginnt jedoch schon früher: Geeignete Unterlagen wie Hundsrosen, Rosa multiflora oder andere Rosenwildlinge müssen Sie bereits im Herbst vor der geplanten Veredelung oder im zeitigen Frühjahr pflanzen. 

So geht Okulation

Am Tag der Veredelung legen Sie den Wurzelhals der Unterlage frei und säubern ihn gründlich mit einem trockenen Tuch. Mit einem speziellen Okulationsmesser erfolgt dann ein T-förmiger Einschnitt in die Rinde: Zuerst etwa einen Zentimeter waagerecht und anschließend circa 2,5 Zentimeter senkrecht. 

Das Auge schneiden Sie dünn von den Edelreisern und halten es vorsichtig am Blattstiel. Nach dem Einsetzen in den T-Schnitt entfernen Sie den herausragenden Rindenzipfel, und verbinden die Veredelungsstelle fest mit Bast oder einem Veredlungsgummi.

Erfolgsindikatoren und Pflege nach der Okulation

Ein sicheres Zeichen dafür, dass die Okulation erfolgreich war, zeigt sich im Herbst: Wenn der Blattstiel abfällt, ist das Auge angewachsen. Um es vor den kalten Wintermonaten und vorzeitigem Austrieb zu schützen, sollten Sie die Okulationsstelle mit Erde bedeckt halten. 

Im folgenden Frühjahr entfernen Sie die Erde vorsichtig. Hierbei ist es wichtig, den Haupttrieb der Unterlage sowie alle Seitentriebe abzuschneiden, um der veredelten Rose Platz zum Wachsen zu geben.

Das Okulieren und das Veredeln mit Reisern (Kopulieren) sind Methoden, die sich durch ihre Einfachheit auszeichnen und die jeder Hobbygärtner mit etwas Übung erlernen kann. Mit diesen Techniken können Sie Ihre Rosen nicht nur vermehren, sondern auch ihre Gesundheit fördern – für einen prachtvollen Rosengarten, der Sie Jahr für Jahr begeistert.

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