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Jupps Gartentipps
Sommerblumen anpflanzen: Tipps für einen blühenden Garten
Bunte Löwenmäulchen aus dem eigenen Garten sind auch in der Vase hübsch anzuschauen.
Bunte Löwenmäulchen aus dem eigenen Garten sind auch in der Vase hübsch anzuschaen. // Josef Schröder
Bamberg – Schnittblumen müssen nicht immer gekauft sein. Jupp Schröder erklärt, wie man sie im eigenen Garten ganz einfach selbst anpflanzen kann – und welche bunte Blütenpracht Ihren Garten besonders verschönert.

In den Sommermonaten bieten Gärtnereien verlockende Sonderangebote für den Kauf von Sommerblumen an. Auch jetzt lohnt es sich noch, diese farbenfrohen Pflanzen in den Garten zu setzen. Dank der regenreichen Tage ist der Boden tiefgründig durchfeuchtet, was das Anlegen von Pflanzlöchern erleichtert.

Sommerblumen stammen oft aus warmen Regionen und gedeihen bei den aktuellen Temperaturen besonders gut. Durch das regelmäßige Entfernen von verwelkten Blüten an Balkon- oder Kübelpflanzen wird nicht nur die Optik verbessert, sondern auch die Neubildung von Blüten gefördert.

Zusätzlicher Nutzen durch Sommerblumen im Garten


Das Abknipsen von verblühten Blüten kann auch die Verbreitung von Pilzkrankheiten wie Grauschimmel verhindern. Ein Garten voller Blumen zieht zudem zahlreiche Nützlinge wie Florfliegen und Schwebfliegen an. Ihre Larven sind effektive Helfer im Kampf gegen Schädlinge wie Blattläuse. Chemische Pflanzenschutzmittel hingegen stören oft das natürliche Gleichgewicht und sollten vermieden werden.

Schnittblumen aus dem eigenen Garten

Sommerblumen wie Löwenmäulchen, Dahlien und Wicken eignen sich hervorragend als Schnittblumen. Wer diese rechtzeitig ausgesät oder gepflanzt hat, kann regelmäßig frische Sträuße aus dem eigenen Garten schneiden. Das Entfernen von Blüten ist sogar erwünscht, da die Pflanzen sonst Samen ansetzen und die Blühfreudigkeit nachlässt.

Schafgarbe in voller Blüte
Schafgarbe in voller Blüte // Jupp Schröder

 

Besonders empfehlenswert ist es, rechtzeitig einen Strauß aus Schafgarben zu schneiden und ihn kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort zu trocknen. So können die Blumen als Trockenstrauß den ganzen Winter über für Freude sorgen.

Die Nachtkerze: Ein besonderes Highlight im Sommergarten

Die Nachtkerze ist eine bemerkenswerte Pflanze, deren Blüten sich erst am Abend öffnen und die ganze Nacht über einen betörenden Duft verbreiten. Dieser Duft lockt nachtaktive Insekten zur Bestäubung an. Das schrittweise Aufblühen der Blüten ist ein faszinierendes Naturschauspiel, das auch Laien begeistert. Am Morgen verwelken die Blüten, doch jeden Abend erscheinen neue. Nachtkerzen sind zweijährige Pflanzen, die im ersten Jahr Rosetten und im zweiten Jahr Blüten bilden.

Blüte der Nachtkerze
Blüte der Nachtkerze // Jupp Schröder

Die Wurzeln der Nachtkerze sind im ersten Jahr eine echte Delikatesse. Sobald im zweiten Jahr die Blüten erscheinen, werden die Wurzeln jedoch, ähnlich wie bei Möhren, ungenießbar.

Die Blüten sind frisch essbar und können auch getrocknet für Tees verwendet werden. Eine begeisterte Hobbygärtnerin erinnert sich: „Als Kinder haben wir abends um 18:30 Uhr zugeschaut, wie sich die Blüten entfaltet haben. Es war ein beeindruckendes Schauspiel, und nachts leuchteten die Blüten wunderbar.“

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