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Jupps Gartentipps
Tipps und Tricks für einen blühenden Garten im Spätsommer
So wünschen es sich nicht nur die Kitzinger Grünen: Blühender Staudengarten im Sommer.
So wünschen es sich nicht nur die Kitzinger Grünen: Blühender Staudengarten im Sommer. // Andrea Warnecke, dpa
Bamberg – Blumen aus dem Garten können auch im Strauß als Schnittblumen ein toller Hingucker sein. Beim Schneiden sollten Sie jedoch einiges beachten.

Samenstände der Mondviole, auch Judastaler genannt, sehen derzeit besonders imposant aus. Ein Fehler ist es jedoch, sie jetzt schon zu schneiden. Besser ist es, die Samen ausreifen zu lassen, damit im Frühling neue Mondviolen mit attraktiven blauen Blüten erscheinen. 

Ein vielfältiger Garten, in dem auch andere Blumen wie Fingerhut und Königskerzen geduldet werden, sorgt immer für Überraschungen.

Blühpflanzen für eine lange Blütezeit richtig schneiden

Falls noch nicht geschehen, sollten bei Rhododendren die verblühten Blüten ausgebrochen werden. Das geht ganz einfach, da sie eine Sollbruchstelle haben. Die Samenausbildung kostet die Pflanze viel Kraft, und die Blütenansätze für das nächste Jahr können so besser rechtzeitig ausreifen. 

Auch können Sie jetzt bei älteren Exemplaren Schnittmaßnahmen durchführen. Rhododendren lassen sich, wenn man es richtig macht, so schneiden, dass es kaum sichtbar ist. Dies gelingt Ihnen durch ein Absetzen in den Gabelungen auf darunter liegende Äste. Für diese Arbeit ist trübes Wetter ideal.

Eine Biene sitzt auf der Blüte eines Rhododendron
Eine Biene sitzt auf der Blüte eines Rhododendron. // Oliver Berg/dpa

Löwenmäulchen, die jetzt im Garten blühen, sollten ständig geschnitten werden, damit von unten laufend neue und lange Blütentriebe nachwachsen können. Bald folgen auch Zinnien und Sommerastern. 

Schnittblumen aus dem eigenen Garten

Wenn Sie die Blumen aus ihrem Garten auch als Schnittblume für die Innenräume genießen wollen, ist darauf zu achten, die Blumen am besten am Morgen zu schneiden. Bei der prallen Sonne in der Mittagszeit „schlappen“ Löwenmäulchen und Co. sehr schnell. Damit die Blumen später nicht dürsten, obwohl sie im Wasser stehen, greift man am besten zu einem möglichst scharfen Messer und macht damit am Stielanfang einen möglichst langen schrägen Schnitt. 

Besonders gut zum Schneiden eignen sich rasierklingenscharfe Veredelungs- oder Tapeziermesser. Bei einem stumpfen Schneidgerät kommt es nicht zur richtigen Öffnung der Leitungsbahnen, sondern zu einer Quetschung an der Schnittstelle. Falls Sie aus den geschnittenen Blumen einen Strauß binden wollen, ist es wichtig, dass das Band zum Binden nicht zu fest sitzt. 

Niemals aber sind Schnittblumen in die Sonne zu stellen, auch nicht für kurze Zeit. Am längsten frisch bleiben sie in gut gelüfteten nicht zu warmen Räumen. Nachts stellen Sie die Sträuße am besten im Freien. Die Stiele sollten immer wieder angeschnitten und das Wasser in der Vase regelmäßig erneuert werden. Halten Sie den Wasserstand dabei möglichst niedrig, da sich sonst schnell Fäulnis an den Stängeln bilden kann.

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