Der Sommerschnitt kann bis in den August hinein durchgeführt werden. Bei jungen Bäumen ist es wichtig, regelmäßig nach innen wachsende und überflüssige Triebe zu entfernen. Ein intensiver Sommerschnitt kann das Wurzelwachstum kurzzeitig hemmen, was bei besonders kräftig wachsenden Bäumen vorteilhaft ist.
Wundbehandlung beim Baumschnitt
Trotz der schonenderen Bedingungen im Sommer sollten keine großen Schnittwunden entstehen, da sie bei älteren Bäumen nur schwer oder gar nicht verheilen. Ohne schützende Rinde sind die Wunden anfällig für Wettereinflüsse und Krankheiten, was zur Hohlbildung des Stammes führen kann. Kleinere Wunden lassen sich durch gezielte Entlastungsschnitte an den Ästen vermeiden, sodass der Stamm geschont wird. Besonders schädlich ist das radikale Einkürzen älterer Bäume, da dies oft zum Absterben führen kann.
Sommerschnitt: Effiziente Pflege für kräftige Bäume
Im Sommer lassen sich abgestorbene Äste leichter erkennen, was die Baumpflege im Winter deutlich erleichtert und bei stark wachsenden Bäumen sogar unnötig macht. Die warmen Monate bieten mehr Zeit für kontinuierliche Pflege und Anpassungen.
Wichtig ist, dass nie mehr als ein Drittel der Baumsubstanz entfernt wird, wobei der Schnitt im Sommer und Winter zusammengezählt wird. Frische Schnittwunden werden durch die Pflanzensäfte durchspült, was den Eintritt von Pilzen und Bakterien verhindert. Ähnlich wie beim Menschen sollte man Wunden an Bäumen bluten lassen, bis sie sich von selbst verschließen. Die Sorge vor einem vollständigen "Ausbluten" der Bäume ist unbegründet, da nur das austritt, was in den abgeschnittenen Ast geflossen wäre.
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