Farne sind wahre Selbstversorger, wenn es um den Winterschutz geht. Ihre Wedel neigen sich im Winter natürlicherweise zum Boden und bieten so eine Art natürliches Schutzschild gegen Frost.
Bei immergrünen Farnen ist es daher ratsam, die Wedel erst im Frühjahr zu schneiden, um den Pflanzenschutz nicht zu beeinträchtigen. Eine zusätzliche Laubdecke rund um die Farne verstärkt diesen natürlichen Frostschutz und schafft gleichzeitig einen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht im Garten.
Die Sprossbasis schützen
Viele Stauden, wie zum Beispiel Astilben, profitieren davon, dass ihre verwelkten Blätter den Winter über stehen bleiben. Diese trockenen Blätter dienen als Schutz für die empfindliche Sprossbasis und sorgen dafür, dass Frost und Kälte weniger Chancen haben, die Pflanze zu schädigen.
Entfernen Sie die alten Triebe erst im Frühjahr, indem Sie sie vorsichtig zwischen den neu sprießenden Trieben herausschneiden.
Auch bei winterempfindlichen Stauden wie Schwertlilien und Pfingstrosen gilt: Frühzeitiges Abschneiden raubt den Pflanzen ihren natürlichen Winterschutz und nimmt Ihnen im Frühjahr die Orientierung darüber, wo die Staude wieder austreiben wird.
Ein natürlicher Unterschlupf
Auch Stockrosen, die oft als attraktive Schmuckpflanzen entlang des Gartenzauns gedeihen, sollten über den Winter möglichst unberührt bleiben. Ihre Samenstände sind bei Vögeln beliebt und bieten wertvolle Nahrung in den kalten Monaten.
Beim Fingerhut wiederum sorgt ein zurückhaltender Umgang beim „Aufräumen“ für eine kräftige Nachsaat im folgenden Jahr. Zu viel Ordnung im Herbst kann hier das spätere Wachstum der jungen Pflanzen im Frühjahr beeinträchtigen.
Geduld zahlt sich aus
Ein besonders empfindlicher Kandidat im Winter ist der Schmetterlingsstrauch. Wer ihn im Herbst kürzt, riskiert, dass er durch die Kälte Schaden nimmt, denn die verbleibenden Triebe enthalten wichtige Mineralien, die ihm als Frostschutz dienen.
Diese Nährstoffe werden durch den steigenden Pflanzensaft im Frühling verteilt und schützen den Strauch zusätzlich. Daher sollten Sie den Rückschnitt idealerweise bis Ende März oder Anfang April aufschieben.
Lassen Sie dabei einige der letztjährigen Triebe als „Zapfen“ stehen, denn nur so kann junges Blühholz entstehen, das die Grundlage für eine prächtige Blüte bildet.
Eine leichte Entlastung der überhängenden Triebe ist jedoch schon jetzt möglich. Grundsätzlich profitiert der Schmetterlingsstrauch von einem kräftigen Rückschnitt im Frühjahr, der den Strauch jung hält und seine Blühfreude unterstützt.
Auch wenn der Schmetterlingsstrauch nicht sehr alt wird, sorgt diese Pflege für ein gesundes Wachstum und viele Sommerblüten.
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