Meinung
Ohne THW und Feuerwehr hätten wir keine Chance
Christian Holhut
Christian Holhut
Foto: Matthias Hoch
Hof an der Saale – Gewittertief Bernd hat die Region getränkt wie einen Badeschwamm. Einmal mehr hat uns das gezeigt: Gut, dass wir so viele ehrenamtliche Helfer haben!

Es ist der Kumpel, bei dem es plötzlich piepst. Oder die Freundin, aus deren Richtung auf einmal eine röchelnde Stimme zu vernehmen ist, die Zahlen und Ortsnamen mitteilt. Sie sind ganz nah bei uns, wir kennen sie – die Rede ist von all den Menschen, die ihre Freizeit opfern, sobald wir ein Problem haben.

Und die in den letzten Tagen bei uns, im Nachbardorf oder im angrenzenden Landkreis Keller ausgepumpt oder Sandsäcke gefüllt und geschleppt haben.

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Sie sind das Technische Hilfswerk, die Feuerwehren, die ehrenamtlichen Helfer allerorten in zig Vereinen und Verbänden. Und ohne sie sind wir hilflos – was könnte uns das eindringlicher vor Augen führen als diese verregneten Sommerwochen. Gewittertief Bernd tränkt unsere fränkische Landschaft wie einen Badeschwamm, flutet in Regionen wie Bamberg oder den Haßbergen Felder und Keller.

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Und schickt Landkreise wie Hof sogar in den Katastrophenfall. Längst sind es nicht mehr nur die neuralgischen Punkte, an denen zwei oder drei Mal im Jahr das Wasser über die Ufer tritt. Mit kleinräumigen Gewittern und damit einhergehendem Starkregen drängen uns die Atlantik-Tiefs mehr und mehr, den Sommer in Gummistiefeln zu verbringen. Bis zu 80 Liter und mehr binnen weniger Stunden verarbeitet kaum ein Quadratmeter fränkischer Boden.

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Einmal mehr wissen wir jetzt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist. Danke, dass es Euch gibt! Und lasst uns gemeinsam bitte alles tun, dass Ihr uns erhalten bleibt.

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