Gebäude gesichert
Entwarnung: Einsatz an Erlanger Schule beendet
Größerer Polizeieinsatz an Erlanger Schule
Der Einsatz begann gegen 8 Uhr.
Foto: NEWS5 / Bauernfeind (NEWS5)
Erlangen – Am Freitagmorgen rückten die Beamten aus. Grund: Konkrete Hinweise für eine Bedrohungslage an der Schule. Was bisher bekannt ist.

Am Freitagmorgen (27. Mai) kam es an der Hermann-Hedenus-Mittelschule im Erlanger Stadtteil Alterlangen  zu einem größeren Polizeieinsatz.  Zahlreiche Einsatzkräfte rückten gegen 8 Uhr aus, da es konkrete Hinweise auf eine mögliche Bedrohungslage an der Schule gegeben hatte. Um 10 Uhr war der Einsatz beendet, eine Gefahrenlage gab es nicht.

Grund für den Einsatz war, wie Michael Petzold von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelfranken mitteilte, ein Streit zwischen Schülern, den diese in den sozialen Netzwerken austrugen. Mitschüler bekamen davon Kenntnis und informierten die Lehrer, die sich wiederum an die Polizei wandten.

Großeinsatz an Erlanger Schule

„Wir nehmen solche Hinweise sehr ernst“, sagt Petzold. Denn der Schriftverkehr ließ die Interpretation zu, dass es zu einer Bedrohung kommen könnte. Deshalb rückte auch umgehend ein größeres Aufgebot unterschiedlicher Einheiten an. Das Gebäude wurde umstellt,  gesichert und durchsucht, die Schüler blieben mit ihren Lehrern in den Klassenzimmern.

Im Verlauf der Ermittlungen vor Ort ergaben sich sehr zeitnah Hinweise, wonach von keiner konkreten Gefahrenlage für die Schule auszugehen war, berichtet die Polizei. Gegen 10 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden: Eine Bedrohungslage für die Schule lag nicht vor.

Größerer Polizeieinsatz an Erlanger Schule
Es gab konkrete Hinweise auf eine mögliche Bedrohungslage an der Schule.
Foto: NEWS5 / Bauernfeind (NEWS5)

Unterdessen wandte sich eine Vielzahl besorgter Eltern an die Mittelschule und an eine unmittelbar angrenzende Grundschule. Die Polizei richtete vor Ort eine Sammelstelle ein, wo Beamte die Eltern betreuten und über die Sachlage informierten. Nach dem Einsatz durften alle Schüler mit ihren Eltern vorzeitig ins Wochenende.  

Die ersten Sorgen und Nöte habe man nehmen können, sagt Petzold.  Freilich werde im Nachgang noch Gesprächsbedarf bestehen, da ein solcher Einsatz vor allem bei Kindern schließlich große Aufregung hervorruft.

Die Polizei Erlangen ermittelt nun die Hintergründe des Schriftverkehrs in den sozialen Medien. Es wird geprüft, ob es ein strafbares Handeln vorliegt.  Es kam aber offenbar zu Bedrohungen einzelner Personen, jedoch zu keiner Gefahrenlage in Zusammenhang mit dem Schulbetrieb. Konkrete Inhalte der Streiterei teilte die Polizei nicht mit.

Personen kamen nicht zu Schaden. 

Lesen Sie auch: