Hilfsaktion
Fanartikel des FCN erfreuen kleine Patienten
Die Patienten der Nürnberger Kinderklinik bekamen Fanartikel des 1. FC Nürnberg.
Die Patienten der Nürnberger Kinderklinik bekamen Fanartikel des 1. FC Nürnberg.
Foto: Nikolas Pelke
Nürnberg – Damit kranke Kinder schnell wieder gesund werden, wird in Nürnberg eine neue Klinik gebaut. Das hat jetzt den Club auf den Plan gerufen.

Alisa und Sophie strahlen um die Wette, als plötzlich Bayerns „First Lady“ gemeinsam mit Spielern, Präsident und Trainer des 1. FC Nürnberg mit Geschenken unter dem Arm am Krankenzimmer der Nürnberger Kinderklinik anklopft.

Karin Baumüller-Söder geht in die Hocke, um den beiden kleinen Mädchen noch besser in die Augen schauen zu können. Club-Trainer Robert Klauß überreicht derweil Mitbringsel wie einen rot-weißen Fan-Schal. „Das ist eine tolle Überraschung“, freut sich Mama Andrea und hofft, dass die Kinder dadurch vielleicht noch schneller gesund werden.

Kleine Bescherung zum Weltkindertag

„Das ist wirklich eine Freude“, kommentiert Club-Coach Klauß die kleine Bescherung zum Weltkindertag, während im Hintergrund bekannte Profispieler wie Christian Mathenia und Enrico Valentini mit den Geschenken in der Hand von Tür zu Tür gehen.

„Wir wollen heute viele Kinderherzen zum Lachen bringen“, sagt Baumüller-Söder zum Start der Überraschungsaktion auf der Kinderstation am Nürnberger Südklinikum pünktlich zum Weltkindertag. „Um schnell gesund zu werden, müssen Körper und Seele zusammenarbeiten“, ist sie sicher. Gemeinsam mit den Fußball-Idolen vom „Club“ sei das fast ein Kinderspiel, findet die Ehefrau des bayerischen Ministerpräsidenten, die auch Schirmherrin für den geplanten Neubau der Nürnberger Kinderklinik ist.

Auf dem Gelände des Südklinikums soll bis 2027 ein neues Kinderkrankenhaus mit Geburtshilfe und eigener Kindernotaufnahme gebaut werden. Die Besonderheit: In dem rund 150 Millionen Euro teuren Neubau sollen alle medizinischen Fachbereiche mit rund eintausend Räumen und 220 Betten in einem interdisziplinären Zentrum unter einem Dach vereint werden. Der Freistaat Bayern fördert das Vorhaben mit knapp 120 Millionen Euro. Das ist laut Klinikum die höchste Fördersumme, die vom bayerischen Kabinett für das aktuelle Krankenhausprogramm genehmigt worden sei.

Platz für Eltern und Geschwister

„Das wird toll“, freut sich Professor Christoph Fusch, der Chefarzt der Nürnberger Kinderklinik, auf die Arbeitsbedingungen in dem Neubau. Schließlich würden bei der medizinischen Versorgung von kleinen Patienten „weiche Faktoren“ eine besonders wichtige Rolle für den Behandlungserfolg spielen. Genau aus diesem Grund wünscht sich Karin Baumüller-Söder besonders viel Platz in dem neuen Kinderklinikum.

Damit sich neben den kleinen Patienten auch die sorgenden Eltern und Geschwister während des Klinikaufenthaltes möglichst wohlfühlen können. Die Kinder seien in Nürnberg medizinisch bereits in den allerbesten Händen. Aber wenn ein Kind krank sei, müssten neben der richtigen Medizin auch Streicheleinheiten verabreicht werden.

Der gleichen Meinung ist auch Professor Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg. Allerdings würden genau diese weiche Faktoren in den offiziellen Krankenhaus-Förderrichtlinien immer noch zu kurz kommen, konstatiert er.

Prominetne Schirmherrin

Um trotzdem mehr für die Aufenthaltsqualität der kleinen Patienten tun zu können, sei das Krankenhaus auf zusätzliche Unterstützung angewiesen. „Deswegen haben wir eine Spenden-Aktion gestartet, um zusätzliche Gelder zum Beispiel für größere Aufenthaltsbereiche und schönere Rückzugsorte akquirieren zu können“, erklärt Jockwig, und Baumüller-Söder nickt als Schirmherrin der Spenden-Aktion zustimmend.

„Kinder, Eltern und Geschwister sollen sich in dem Neubau möglichst wohlfühlen können, damit die Kinder möglichst schnell wieder gesund werden“, bringt die „First Lady“ aus Nürnberg die ehrenvolle Mission für den Klinikneubau auf den Punkt.

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