Basketball
Brose bleibt im Europe-Cup am Leben
Gabriel Chachasvili (links) schnappt sich vor Nimrod Levi den Rebound. Der Israeli im Brose-Dress zeigte gegen sein Ex-Team  seine beste Saisonleistung mit 16 Punkten und sieben Rebounds.
Gabriel Chachasvili (links) schnappt sich vor Nimrod Levi den Rebound. Der Israeli im Brose-Dress zeigte gegen sein Ex-Team seine beste Saisonleistung mit 16 Punkten und sieben Rebounds.
Foto: Daniel Löb
Udo Schilling von Udo Schilling Fränkischer Tag
Bamberg – Das Do-or-Die-Spiel gegen Hapoel Galil Elion gewinnen die Bamberger dank eines starken Schlussviertels. Nächste Woche ist aber ein Sieg im Kosovo nötig, um in die nächste Runde einzuziehen.

Brose Bamberg hat das frühzeitige Aus im Fiba-Europe-Cup (FEC) verhindert. Am Mittwochabend bezwang das Team von Trainer Oren Amiel Hapoel Galil Elion mit 95:78 (46:44). Um in die zweite Gruppenphase des viertklassigen europäischen Klubwettbewerbs einzuziehen, müssen die Oberfranken am kommenden Mittwoch noch im Kosovo gegen Golden Eagle Ylli gewinnen.

Einen großen Schritt Richtung zweite Runde haben die Niners Chemnitz gemacht. Die Sachsen siegten beim kosovarischen Meister mit 101:72 und können mit einem Heimsieg nächste Woche gegen Elion den Gruppensieg perfekt machen. Aber auch für sie gilt: Siegen oder fliegen, wenn Bamberg gewinnt.

Auch der Zweite der Gruppe zieht in die nächste Runde ein, die ab dem 14. Dezember in Vierergruppen beginnt.

Nicht nur Scorer überzeuge Brose-Kapitän Christian Sengfelder (oben). Hier kämpft er am Boden mit Deishuan Booker um den Ball.
Nicht nur Scorer überzeuge Brose-Kapitän Christian Sengfelder (oben). Hier kämpft er am Boden mit Deishuan Booker um den Ball.
Foto: Daniel Löb

Vor dem letzten FEC-Gruppenspiel geht es für die Oberfranken am Sonntag (18 Uhr) in der nationalen Liga in Chemnitz weiter. Dort soll nach fünf Auftaktniederlagen der dritte BBL-Sieg in Serie gelingen, um etwas Druck vom Brose-Kessel zu nehmen.

Fiba-Europe-Cup, Gruppe A

Brose Bamberg – Hapoel Galil Elion 95:78

(25:19, 21:25, 23:23, 26:11)

Für beide Teams stand viel auf dem Spiel, entsprechend hoch war die Intensität, mit der die Kontrahenten zu Werke gingen. Bei Bamberg unterstrich Kevin Wohlrath seine gute Form und traf seine ersten beiden Dreier. Neuzugang Patrick Miller brachte durchsetzungsstark die Gastgeber nach drei Minuten erstmals in Führung (8:7). Auch wenn der Ex-Göttinger Deishuan Booker die Israelis mit seinem zweiten Distanztreffer zwischenzeitlich noch einmal in Front brachte, übernahmen die Oberfranken die Kontrolle, erarbeiteten sich zweite Wurfchancen und trafen gut aus der Distanz. Zudem kassierte Booker früh sein drittes Foul. Der Elf-Punkte-Vorsprung (23:12, 8.) schrumpfte allerdings bis zum Viertelende auf sechs Zähler, weil die Gastgeber unter dem Korb nicht aufpassten und mit Fouls Elion an die Freiwurflinie schickten.

Auf und Abs wechseln sich ab

Zum 7:0-Start in Abschnitt 2 trug Wohlrath mit seinem dritten Dreier bei. Erneut schmolz das 13-Punkte-Polster aber ebenso schnell, wie es gewachsen war. Nach 2:39 Minuten hatten die Bamberger bereits vier Teamfouls angehäuft. Die Zonenverteidigung, die Gästetrainer Barak Peleg seinem Team verordnete, zeigte Wirkung, erzwang einige Ballverluste bei den Oberfranken. Zudem griffen sich nun die Israelis einige Offensivrebounds, dank derer sie auf 33:35 herankamen.

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„In dieser Phase nahm uns der Gegner das Tempo aus dem Spiel“, meinte Amiel hinterher.

Trotz neun Sengfelder-Punkten binnen 86 Sekunden zum 44:35 ließen sich Booker & Co., auch begünstigt durch einige strittige Schiedsrichterentscheidungen, nicht abschütteln. Zur Pause (46:44) war die Partie wieder völlig offen.

Patrick Miller (links) zog mit seiner Power immer wieder zum Korb und schloss ab, hier gegen Nimrod Levi.
Patrick Miller (links) zog mit seiner Power immer wieder zum Korb und schloss ab, hier gegen Nimrod Levi.
Foto: Daniel Löb

Jalen Hudson brachte Elion schnell mit vier Zählern erstmals seit Spielbeginn wieder in Führung. Die Brose-Defensive war zu Beginn des dritten Viertels überhaupt nicht auf der Höhe und ließ die Gäste nach Belieben punkten. Nach einem Fast-Break der Gäste zum 55:59 rief Amiel sein schläfriges Team zur Auszeit. Gabriel Chachashvili traf gegen sein Ex-Team einen Dreier, ehe Heckmann im fünften Versuch auch von draußen zur erneuten Führung seines Teams einnetzte (63:61, 28.).

Mit 69:67 ging es in die letzten zehn Minuten. Chachashvili per Dunking und vier Miller-Punkte zwangen Peleg früh zur Auszeit (75:69, 32.). Die Brose-Verteidigung agierte nun aufmerksam. Heckmann nahm ein Offensivfoul an und traf von draußen. Miller mit seinen kraftvollen Drives und Sengfelder per Dreier stellten auf 85:71 (35.). Diesen Vorsprung brachten Miller & Co. dank der starken Defense, die im Schlussviertel nur elf Punkte zuließ, ins Ziel.

Kevin Wohlrath traf bei fünf Versuchen drei Dreier und kam auf 13 Punkte und sechs Rebounds.
Kevin Wohlrath traf bei fünf Versuchen drei Dreier und kam auf 13 Punkte und sechs Rebounds.
Foto: Daniel Löb

Trainer Amiel dachte nach dem Spiel noch gar nicht an nächste Woche. Erleichtert meinte er: „Unsere gute Abwehr und unsere Geschwindigkeit waren der Schlüssel zum Sieg. Wir haben an uns geglaubt und wichtige Würfe getroffen.“ Für das Team steht am Donnerstag an Thanksgiving ein freier Tag zur Erholung auf dem Programm. „Dann bereiten wir uns auf Chemnitz vor“, sagte der Israeli.

Brose-Spieler des Spiels

Gabriel Chachashvili machte gegen seinen Ausbildungsklub ein tolles Spiel. Der 22-Jährige traf alle seine sieben Feldwurfversuche, einen Freiwurf, holte sieben Rebounds und gab zwei Assists. Damit kam er auf 16 Punkte, einen Effektivitätswert von 25 und einen Plus-Minus-Wert von 27. Die Krönung war sein erster Dreier im Wettbewerb.

Amiel lobte seinen Youngster: „ich freue mich für ihn. Das war ein wichtiges Spiel für ihn.“

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