Basketball
Brose Bamberg feiert ersten Heimsieg der Saison
Die Bamberger jubeln zusammen mit ihren Fans über den ersten Heimsieg in dieser Saison.
Die Bamberger jubeln zusammen mit ihren Fans über den ersten Heimsieg in dieser Saison.
Foto: Daniel Löb
Peter Seidel von Peter Seidel Fränkischer Tag
Bamberg – Die Bamberger gewinnen das Kellerduell gegen die Frankfurt Skyliners mit 100:83. Nach einer fulminanten ersten Halbzeit wird es aber kurzzeitig noch einmal spannend.

Im fünften Anlauf haben die Basketballer von Brose Bamberg den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Im Bundesliga-Kellerduell setzten sie sich am Samstagabend vor 3317 Zuschauern in der Brose-Arena gegen die Frankfurt Skyliners mit 100:83 (57:36) durch und gaben damit den letzten Platz in der Tabelle an ihren Gegner ab.

Nach einer fulminanten ersten Halbzeit mussten die Gastgeber im letzten Viertel aber noch einmal um den zweiten Erfolg in dieser Spielzeit zittern.

„Wir können alles von A bis Z analysieren, aber für mich ist das Wichtigste, dass wir das Spiel gewonnen haben. Wir haben den Druck gespürt und sind nervös geworden, aber zum Glück haben unserer Schützen zur richtigen Zeit getroffen“, sagte Brose-Trainer Oren Amiel.

Mit den Bambergern, bei denen sechs Spieler zweistellig punkteten, setzte sich das bessere Kollektiv durch. Sie verteilten 28 Assists (Frankfurt 12) und entschieden auch das Reboundduell klar für sich (28:12).

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Neuzugang Patrick Miller zeigte in seinem ersten Spiel im Brose-Trikot Licht und Schatten. Der Aufbauspieler erzielte 13 Punkte und gab sieben Assists, leistete sich aber auch fünf Ballverluste. „Ihm fehlt noch etwas die Spielpraxis, aber er gut unserem Spiel Power, Speed und Kreativität“, zeigte sich Amiel mit dem Debüt des 30-Jährigen zufrieden.

Bundesliga

Brose Bamberg – Frankfurt Skyliners 100:83

(25:21, 32:15, 21:27, 22:20)

Nicht nur die Bamberger präsentierten mit Miller einen Neuzugang, auch die stark ersatzgeschwächten Frankfurter hatten eine Nachverpflichtung im Kader. Der erst am Freitag unter Vertrag genommene, 30 Jahre alte Flügelspieler Marcus Lewis (zuletzt Czarni Slupsk/Polen) wärmte sich zwar mit auf, kam aber nicht zum Einsatz. Nicht im Kader der Hessen stand neben dem angeschlagenen Lorenz Brenneke Center Martinas Geben. Der Ex-Bamberger muss wegen einer Sprunggelenksverletzung für sechs Wochen pausieren.

Ein Litauer fehlte auch auf der Gegenseite. Amiel berief Vaidas Kariniauskas nicht ins Aufgebot. „Wir haben einen neuen Point Guard verpflichtet. Mehr gibt es damit nicht zu sagen“, erklärte der Brose-Coach einsilbig. Damit deutet sich an, dass die Tage des Aufbauspielers in Bamberg wohl bald gezählt sind.

Die Hessen präsentierten sich zu Beginn treffsicher aus der Distanz und brachten gleich einmal drei Dreier in Folge im Korb unter. Dabei profitierten sie aber davon, dass die Bamberger nicht eng genug an den Schützen Laurynas Beliauskas, J.J. Frazier und Quantez Robertson dran waren. Doch auch die Gastgeber trafen ihre Dreier hochprozentig und waren im ersten Viertel viermal bei fünf Versuchen erfolgreich. Nach dem relativ ausgeglichenen ersten Abschnitt legten die Hausherren einen 10:0-Lauf aufs Parkett, zu dem Christian Sengfelder und Jaromir Bohacik zwei weitere Dreier beisteuerten. Dass den Hessen fast vier Minuten kein Korb gelang, lag auch an der starken und aufmerksamen Verteidigung von Solomon Young, gegen den sich der wesentlich größere Skyliners-Center Matt Haarms einige Male festlief.

Kevin Wohlrath ist mit einem Dreier aus der Ecke erfolgreich. Der Bamberger Flügelspieler erzielte elf Punkte.
Kevin Wohlrath ist mit einem Dreier aus der Ecke erfolgreich. Der Bamberger Flügelspieler erzielte elf Punkte.
Foto: Daniel Löb

Die Bamberger drückten nach jedem Rebound aufs Tempo, das Spiel war zu schnell für die Hessen, die nun gegen die Bamberger Offensive hilflos wirkten. Angetrieben von Bohacik und dem abermals gut aufgelegten Kevin Wohlrath bauten die Oberfranken ihre Führung weiter aus. Bereits nach 17 Minuten hatten sie 50 Punkte auf ihrem Konto.

Mit einem Wurf aus der Nahdistanz schraubte Gabriel Chachashvili den Vorsprung auf 20 in die Höhe (53:33, 18. Minute). Der Israeli sorgte in der anschließenden Verteidigungssequenz mit einem Block gegen den zum Korb ziehenden Frazier für Begeisterung unter den Fans, die mit dem Auftritt der Brose-Mannschaft in der ersten Halbzeit rundum zufrieden sein konnten. Starke 64 Prozent betrug deren Trefferquote zu diesem Zeitpunkt.

Brose-Neuzugang Patrick Miller zieht an Justin Onyejiaka vorbei.
Brose-Neuzugang Patrick Miller zieht an Justin Onyejiaka vorbei.
Foto: Daniel Löb

Nach der Pause schafften es die Frankfurter, das Tempo aus dem Bamberger Spiel zu nehmen. Das lag zum einen an ihrer verbesserten Trefferquote und zum anderen an ihrer aggressiveren Verteidigung im Vergleich zur ersten Halbzeit. Daher pendelte sich der Vorsprung der Gastgeber lange an der 20-Punkte-Marke ein. Dank einer Energieleistung von Nationalspieler Lukas Wank zum Ende des dritten Viertels verkürzten die Hessen ihren Rückstand auf 15 Zähler, so dass die Partie zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden war.

Und die Frankfurter glaubten tatsächlich noch an ihre Chance, blieben bissig und kamen Punkt um Punkt heran. Nach einem 7:0-Lauf sah sich Amiel zu einer Auszeit gezwungen, doch die Verunsicherung in seinem Team wuchs auch danach. Young und Sengfelder verschafften ihrem Team mit Dreiern wieder etwas Luft, nachdem der Bamberger Vorsprung in den einstelligen Bereich geschrumpft war. In den Schlussminuten ging den Hessen aber die Luft aus. In den letzten 2:45 Minuten gelang ihnen nur noch ein Korberfolg. Der von den erleichterten Fans erste Bamberger Heimsieg stand mit Bohaciks drittem Dreier zum 96:81 58 Sekunden vor der Schlusssirene fest.

Die Statistik

Brose Bamberg: Sengfelder (21 Punkte/5 Dreier), Bohacik (13/3), Young (13/1), Miller (13), Wohlrath (11/3),  Heckmann (10/2), Chachashvili (8), Reaves (7/1), Bell (4)

Fraport Skyliners: Beliauskas  (18 Punkte/3 Dreier), Robertson (18/4), Obiesie (14), Wank (9/1), Frazier (8/1), Samare (6), Onyejiaka (5), Haarms (5), Adekunle  

Die Erleichterung ist Brose-Kapitän Christian Sengfelder ins Gesicht geschrieben.
Die Erleichterung ist Brose-Kapitän Christian Sengfelder ins Gesicht geschrieben.
Foto: Daniel Löb

Brose-Spieler des Spiels

Christian Sengfelder war wieder einmal die Zuverlässigkeit in Person. Der Brose-Kapitän traf acht seiner zwölf Würfe (67 Prozent), davon fünf Dreier bei acht Versuchen (63 Prozent). Zudem holte er vier Rebounds und gab zwei Assists. Damit war er der effektivste Spieler seiner Mannschaft (Effektivitätswert 23)

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