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Hammerwerfen
Matti Hummel: DM-Bronze bringt EM-Ticket
Matti Hummel holte für den UAC Kulmbach Bronze bei der Deutschen Hammer-Wurfmeisterschaft der männlichen Jugend U18. Hier bespricht er sich mit seinem Trainer Martin Ständner.
Matti Hummel holte für den UAC Kulmbach Bronze bei der Deutschen Hammer-Wurfmeisterschaft der männlichen Jugend U18. Hier bespricht er sich mit seinem Trainer Martin Ständner. // Theo Kiefner
Wattenscheid/Kulmbach – Auch wenn Matti Hummel bei der Deutschen Meisterschaft keinen Glanztag erwischte, hat er seine großen Ziele erreicht: Medaille und EM-Ticket.

Die besten Nachwuchs-Leichtathleten Deutschlands hatten die Ehre, den neuen Sportpark Lohrheide in Bochum-Wattenscheid einzuweihen. Das Gelände mit dem Lohrheidestadion als Zentrum, in dem zwischen 1990 und 1994 die SG Wattenscheid 09 auf der großen Bundesliga-Bühne kickte,  wurde über zwei Jahre hinweg für rund 55 Millionen Euro umfassend umgebaut und modernisiert. Neben dem Stadion, das nun 16.387 überdachte Sitzplätze bietet, gibt es noch eine neue Halle und eine Leichtathletik-Trainingsanlage.. 

Nach der Deutschen Jugendmeisterschaft werden dort Ende Juli auch die Weltspiele der Studenten ausgetragen. Am Start ist dann auch Deutschlands bester Hammerwerfer, der Kulmbacher Merlin Hummel. Und der will bei der Universiade natürlich Gold holen.

Matti Hummel vom UAC Kulmbach holte bei der Deutschen Hammer-Wurfmeisterschaft  im Wattenscheider Lohrheidestadion  Bronze  in der männlichen Jugend U18.
Matti Hummel vom UAC Kulmbach holte bei der Deutschen Hammer-Wurfmeisterschaft im Wattenscheider Lohrheidestadion Bronze in der männlichen Jugend U18. // Theo Kiefner

Sein fünf Jahre jüngerer Bruder Matti hat sich im Lohrheidestadion schon Mal Bronze im Hammerwerfen der U20 geholt, auch wenn er mit 66,99 Metern knapp drei Meter unter seiner in diesem Jahr aufgestellten persönlichen Bestweite (69,84) blieb.

Dabei lag Matti Hummel sogar lange auf dem Silberrang, wurde aber im letzten Versuch von Marius Numrich (SVg GW Bad Gandersheim) noch um zwei Zentimeter übertroffen. Um aber das deutsche EM-Ticket zu lösen, hätte Numrich 69 Meter gebraucht. So fliegen  nur der neue Deutsche Meister Timo Port (SV Go Saar 05), der in Wattenscheid mit 74,63 Metern persönliche Bestweite warf,  und Matti Hummel zur Jugend-Europameisterschaft (7. bis 10. August) nach Tampere in Finnland.

Matti Hummel startet mit 62,67 Meter in den Wettbewerb, was schon zum Einzug ins Finale der besten Acht reichte. „Der wäre deutlich weiter geflogen, wenn der Hammer nicht das Netz touchiert hätte", sagte der Kulmbacher.

Die technischen Probleme zogen sich durch seinen gesamten Wettkampf. So brach Matti Hummel im zweiten Versuch (57,04) die Drehung ab, ehe er den Hammer mit dem dritten Wurf immerhin auf 66,99 Meter beförderte.

Im Endkampf fabrizierte der 18-Jährige allerdings drei ungültige Würfe  - zwei Mal trat er aus dem Ring, einmal flog der Hammer ins Netz - und konnte sich so nicht mehr verbessern. "Ich hätte weiter werfen können, denn beim Einwerfen ging es schon Richtung  70 Meter", berichtet Matti Hummel. "Aber ich habe derzeit mit technischen Problemen zu kämpfen. Aber bis zur EM ist ja noch ein wenig  Zeit." Die will er nutzen, um zusammen mit Heimtrainer Martin Ständner an der Stabilität und Sicherheit seiner Würfe zu arbeiten.

Einkleidung mit Nationaltrikot

Direkt nach der Siegerehrung erhielt Matti Hummel die Nominierung für die Europameisterschaft und durfte gleich die Nationalmannschafts-Bekleidung anprobieren. Angesichts des schwierigen Wettkampfes zeigte sich Matti Hummel mit Bronze sehr zufrieden, auch wenn ihm  zur Silbermedaille wie vor einem Jahr in der U18 nur drei Zentimeter fehlten. "Das Wichtigste ist, dass ich ich mich wieder für die EM qualifiziert habe", sagt der Kulmbacher. Bei seiner ersten Europameisterschafts-Teilnahme vor einem Jahr im slowakischen Banská Bystrica hatte Matti Hummel das Finale der U18 erreicht und landete am Ende auf Platz 8.

Konopacki wird Vierter

Mit d Kai Konopacki hatte sich ein weiterer Schützling von Martin Ständner für die Deutsche Jugend-Meisterschaft qualifiziert.  Der 17-jährige amtierende Deutsche Schülermeister startet nun als Neuling und einer der Jüngsten in der Altersklasse U18. Bereits mit seinem ersten Wurf auf 56,61 Meter qualifizierte sich Konopacki für das Finale der besten Acht, fabrizierte danach aber drei ungültige Versuche. Erst der fünfte saß wieder und war mit 58,50 Metern auch sein weitester in Wattenscheid. Mit dem sechsten und letzten Wurf erzielte Konopacki 56,84 Meter.

Mit 58,50 Meter reichte es nur zum undankbaren 4. Platz. Um aber in Wattenscheid eine Medaille zu holen, hätte Konopacki seine im Mai aufgestellte persönliche Bestweite mit dem fünf Kilo schweren Hammer von 59,79 Metern noch einmal steigern müssen. Platz 3 ging mit 60,94 Metern an Philipp Hartmann von der DJK Aschaffenburg. Den Sieg holte sich Bruno Wedemann mit 63,85 Metern, der zweitplatzierte Lukas Melzer (LG Teck) kam auf 62,13 Meter.

Weitere DM-Medaillen nach Oberfranken

Neben der von Matti Hummel gingen noch weitere Medaillen nach Oberfranken. So holte Jule Lindner (LG Bamberg) in der U20 Gold (3000 Meter Hindernis) und Silber (3000 Meter). Eine weiterer deutscher Meistertitel ging an Eva Kalb (LG Forchheim), die die Hochsprungkonkurrenz der U18 gewann. Der Staffelsteiner Noah Möller gewann über 2000 Meter Hindernis der U18 Bronze. 

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