Der Bayerische Leichtathletik-Verband zeichnete bei seiner Jahresabschluss-Gala "BayernStar" im Marinaforum in Regensburg Sportler, Funktionäre und Trainer für herausragende Leistungen 2024 aus. Dabei gingen mehrere Preise an das Wurfzentrum Kulmbach-Stadtsteinach. So nahm der Vorsitzende des UAC Kulmbach, Michael Klose, den Preis für die beste Nachwuchsarbeit in Oberfranken in Empfang.
Der Bayerische Leichtathletik-Verband erstellt alljährlich auch eine Vereinsrangliste, in der alle Platzierungen bei bayerischen, deutschen aber auch internationalen Meisterschaften einfließen. Der kleine UAC Kulmbach landete hier hinter den Großvereinen LG Stadtwerke München, LG Telis Finanz Regensburg und LAC Quelle Fürth auf dem respektablen 6. Platz.
Im Rahmen der Athleten-Ehrungen wurden die Brüder Merlin und Matti Hummel für ihre Erfolge bei den Europameisterschaften gewürdigt. Der 22-jährige Merlin hatte heuer bei der Elite-EM in Rom mit persönlicher Bestweite von 79,25 Metern sensationell Platz 4 belegt. Und bei seinen Olympischen Spielen in Paris schaffte Merlin Hummel auf Anhieb den Einzug ins Finale, in dem er auf Platz 10 landete.
Ab der kommenden Saison wird Merlin Hummel aber nicht mehr das Trikot des UAC Kulmbach tragen, sondern das der LG Stadtwerke München.
Lesen Sie Hintergründe zu Hummels Vereinswechsel:
Sein fünf Jahre jüngerer Bruder Matti (17) wurde Deutscher Vize-Meister im Hammerwerfen der Altersklasse U18 und qualifizierte sich damit auf den letzten Drücker für die U18-Europameisterschaft in Banska Bystrica in der Slowakei. Dort schaffte er als einer von zwei deutschen Werfern den Sprung ins Finale und wurde Achter. Mattis Leistungen wurden mit der Aufnahme in den Nationalkader 1 des DLV belohnt.
Merlin Hummel schilderte den 500 Gästen aus Sport, Politik und Medien bei der Leichtathletik-Gala in Regensburg in einem längeren Interview seine Eindrücke von den Olympischen Spielen in Paris.
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Zum Schluss der Veranstaltung machte es der BLV-Vizepräsident für Sport, Reinhard Köchl, spannend, als er in seiner Laudatio nur langsam konkret wurde, vom Triple sprach, und schließlich Martin Ständner vom UAC Kulmbach zum dritten Mal nach 2008 und 2019 als BLV-Trainer des Jahres bekannt gab.
2008 war Ständner als Trainer der mehrfachen Deutschen Hammerwurf-Meisterin Simone Mathes ausgezeichnet worden, die zum Abschluss ihrer Karriere bei der Deutschen in Nürnberg Bronze geholt hatte. Und 2019 hatte der frühere Frauen-Hammerwurf-Bundestrainer den Titel "Trainer des Jahres" für Merlin Hummels Erfolg bei den Europäischen Olympischen Jugendspielen in Baku (Aserbaidschan) erhalten. Der damals 17-jährige Hummel holte mit der Weite von 81,06 Metern Silber.
Der 69-jährige Ständner war maßgeblich am Aufbau des Wurfzentrums in Stadtsteinach beteiligt, wo er die Leichtathleten des UAC Kulmbach und die Rasenkraftsportler des TSV Stadtsteinach trainiert.














