Der 22-jährige Merlin Hummel hat 2024 mit Platz 4 bei der Europameisterschaft und Rang 10 bei den Olympischen Spielen für Furore gesorgt. Doch er ist beileibe nicht das einzige große Talent, das der UAC Kulmbach aktuell zu bieten hat. Denn auch Merlins 17-jähriger Bruder Matti sowie der 15-jährige Kai Konopacki haben in diesem Jahr große Leistungssprünge vollzogen. Dafür erhielten beide Talente nun ihre Belohnung.
Anfang November gibt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) traditionell seine Kaderathleten für das kommende Jahr bekannt. Dabei wurden gleich drei Athleten des UAC Kulmbach nominiert. Sehr zur Freude von Trainer Martin Ständner, der in seiner kleinen Werfer-Schmiede in der Stadtsteinacher Au schon viele Rohdiamanten zu internationalen Top-Athleten geformt hat.
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Dass Merlin Hummel nach seiner famosen Bestleistung von 79,25 Metern und dem Vorstoß in die absolute Weltspitze weiterhin dem Perspektivkader, der zweiten Kaderkategorie, angehören wird, ist keine Überraschung. Wäre er bei den Olympischen Spielen Achter statt Zehnter geworden, hätte er sogar den Sprung in den Olympiakader geschafft, der ihm eine zusätzliche Förderung in Höhe von 100 Euro monatlich eingebracht hätte.
Die Nominierung für diese Kaderstufe ist auch die Voraussetzung für seinen Platz in der Sportfördergruppe der Bundeswehr, wo der Kulmbacher großzügig gefördert wird und für das Training in Kulmbach/Stadtsteinach weitgehend freigestellt ist. Mit seiner in Rom erzielten Bestweite von 79,25 Metern steht Merlin Hummel in der deutschen Jahresbestenliste und in der Europa-Rangliste der U23 klar auf Platz 1 sowie weltweit bei den Männern auf Rang 10, wobei je ein international gesperrter Russe und Weißrusse noch vor dem Kulmbacher liegen.
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Matti Hummel im Nationalkader 1
Positiv überrascht war Martin Ständner von der Entwicklung von Matti Hummel. Der 17-Jährige steigerte sich bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Mönchengladbach mit dem fünf Kilo schweren Hammer auf 69,28 Meter, wurde damit Zweiter der U18 und qualifizierte sich damit auf den letzten Drücker für die U18-Europameisterschaft in Banska Bystrica in der Slowakei. Dort schaffte er als einer von zwei deutschen Werfern den Sprung ins Finale und wurde Achter. "Seitdem trägt er auch gern beim Training den Adler auf der Brust", schmunzelt sein Trainer Martin Ständner, der auf eine weitere Aufwärtsentwicklung von Matti hofft.
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Der DLV berief den 17-Jährigen nun sogar in den Nachwuchs-Nationalkader 1, eine Stufe unter dem Perspektivkader. So kommt der Kulmbacher nun erstmals in den Genuss einer Leistungsdiagnostik am Institut für angewandte Trainingswissenschaften (IAT) in Leipzig, wo alle Kaderathleten regelmäßig Technik-Analysen, motorische und Kraft-/Schnellkraft-Tests absolvieren sowie eine sorgfältige sportmedizinische Untersuchung in Anspruch nehmen können.
Kai Konopacki wirft fast 20 Meter weiter
Noch größer war der Leistungssprung, den der 15-jährige Kai Konopacki in diesem Jahr vollzog. Der Gymnasiast hatte im Vorjahr den vier Kilo schweren Jugend-Hammer auf 43,48 Meter geschleudert. Nach einer eindrucksvollen Entwicklung steigerte sich Kai 2024 um fast 20 Meter auf 62,22 Meter und wurde damit Deutscher Schülermeister. Als Lohn wurde Kai vom DLV als jüngster Athlet in den Nationalkader 2 der 16- bis 17-Jährigen, dem im Hammerwerfen nur drei Sportler angehören. Außerdem flatterte Kai eine Einladung zum „Fairplay-Camp“ des Deutschen Leichtathletik-Verbandes im Dezember im Bundesleistungs-Zentrum Kienbaum bei Berlin ins Haus, wo die jungen Sportler neben sportmotorischen Tests und Training in Seminaren zur Doping-Präventation oder Ernährung etc. weiter in den Leistungssport eingeführt werden.
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Weitere Talente klopfen an
Die Nominierung seiner drei Athleten ist für Martin Ständner nicht nur eine schöne Bestätigung seiner Arbeit, sondern auch ein Anreiz für die jungen Sportler seiner Werfergruppe. "Bundeskader-Athleten sind sportliche Aushängeschilder. So haben sich im Soge unseres Olympia-Athleten Merlin Hummel in diesem Jahr noch einige junge Talente sehr gut entwickelt." Etwa der 13-jährige Jamie Schulze, der nach einem knappen Jahr regelmäßigem Training die bayerischen Bestenlisten seiner Altersklasse sowohl im Diskus- als auch im Hammerwerfen klar anführt.
Die Kulmbach-Stadtsteinacher Werfergruppe ist auch weiterhin offen für sportbegeisterte Kinder, die mit ihren Eltern gerne zu einem Schnuppertraining kommen können. Wo und wann, das erfährt man bei Trainer Martin Ständner (Telefon 01719361737).














