19 Jahre flossen die Biere und andere Mischgetränke der Kulmbacher Brauerei aus den Hähnen im Nürnberger Max-Morlock-Stadion. Doch trotz eines verbesserten Angebots flog die größte nordbayerische Brauerei beim Zweitligisten raus. Denn Marktriese Anheuser Busch Inbev machte den Club-Verantwortlichen ein unschlagbares Angebot.
Und so müssen die Stadionbesucher künftig auf fränkisches Bier bei den Heimspielen des 1. FC Nürnberg verzichten - ein Novum in der 125-jährigen Vereinsgeschichte. Stattdessen gibt es künftig Münchner Bier, und zwar Spaten Hell und Franziskaner Weißbier, beide Sorten auch in alkoholfreien Varianten. Zudem soll es einen Stand mit internationalen Sorten geben, womöglich San Miguel oder Corona, die beide ebenfalls zu den 630 Biermarken von Weltmarkführer Anheuser Busch gehören.
Doch die Kulmbacher Brauerei hat schnell neue Betätigungsfelder im fränkischen Profi-Sport gefunden. So gibt es ab der neuen Saison sowohl bei den Zweitliga-Spielen des HSC Coburg als auch bei den Drittliga-Partien von Aufsteiger FC Schweinfurt 05 Biere der Marke Mönchshof.
Schweinfurter Brauerei Roth ist raus
Im Schweinfurter Sachs-Stadion gab es bis zur Insolvenz des Schweinfurter Brauhaues Bier der ebenfalls in der Stadt alteingesessenen Brauerei Roth. Die Zusammenarbeit zu beenden, sei "uns alles andere als leicht gefallen", gesteht Markus Wolf, Geschäftsführer des 1. FC Schweinfurt. „Doch angesichts der Herausforderungen, die der Ligaaufstieg mit sich bringt, sind wir gezwungen, einige Partnerschaften neu zu denken, um den Verein zukunftsfähig aufzustellen.“
Die Kulmbacher Brauerei und der FC Schweinfurt 05 vereinbarten eine mehrjährige Partnerschaft. Die genaue Laufzeit des Vertrages wurde nicht verraten. So gibt es bei den Heimspielen im altehrwürdigen Sachs-Stadion künftig Biere mit und ohne Alkohol sowie Mischgetränke der Marke Mönchshof. Zudem ist die Kulmbacher Brauerei auch mit Werbung im Stadion vertreten. Markus Wolf sagte zum neuen Getränke-Partner: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Mönchshof BrauSpezialitäten, welche über eine langjährige Erfahrung im Eventgeschäft – unter anderem auch in Schweinfurt – verfügen."
„Der traditionsreiche Fußballklub hat mit dem Aufstieg in die 3. Liga einen historischen Meilenstein erreicht – und wir sind stolz darauf, diesen Weg künftig mitzugestalten“, erklärt Michael Dorner, Vertriebschef der Marke Mönchshof.
Einstieg auch in Coburg
Auch beim Handball engagiert sich die Kulmbacher Brauerei künftig. So gibt es in der Coburger Huk-Arena künftig ebenfalls die Mönchshof-Produkte, wenn der HSC Coburg seine Heimspiele in der 2. Bundesliga austrägt. In den vergangenen Jahren war das Altenkunstadter Brauhaus Leikeim mit seinen Erzeugnissen dort vertreten.














