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Deutsche Bischofskonferenz
Experte Schüller sieht Wilmer als Brückenbauer
Theologe Thomas Schüller
Der bekannte Kirchenrechtler Thomas Schüller sieht den neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, als Vermittler. (Archivbild) // Rolf Vennenbernd/dpa
von dpa
Würzburg – Die Deutsche Bischofskonferenz hat einen neuen Vorsitzenden, Heiner Wilmer. Was unterscheidet den Neuen von seinem Vorgänger Georg Bätzing? Kirchenrechtler Schüller gibt Antwort.
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Der bekannte Kirchenrechtler Thomas Schüller sieht den neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, als «Mann der Mitte», der die Beziehung zum Vatikan verbessern kann. «Die deutschen Bischöfe haben mit Bischof Wilmer einen katholischen Weltenbürger gewählt», sagte der Münsteraner Theologe der Deutschen Presse-Agentur. «Er spricht alle relevanten Sprachen, ist bestens in Rom vernetzt und dort sehr anerkannt. Wilmer ist ein Mann der Mitte und steht für moderate Reformen und wird sie mittragen.»

Wie wichtig Wilmer die Beziehung zu Papst Leo XIV. sei, zeigten seine ersten Worte als Vorsitzender: «Das Evangelium in die Mitte stellen und es verkünden und sich unbedingt für den Frieden einsetzen und allen Menschen Gerechtigkeit zuteil werden lassen.» Das sei sein Programm, und darin unterscheide er sich auch von seinem Vorgänger Georg Bätzing, sagte Schüller. «Als in gutem Sinn frommer Ordensmann kommt für ihn zuerst das Evangelium, dann die Struktur. Ihm ist zuzutrauen, dass er mit seinem ruhigen, geistlichen und ausgleichenden Wesen die tiefen Gräben zwischen den verfeindeten Lagern in der Deutschen Bischofskonferenz auffängt und verkleinert», sagte Schüller. Zusammengefasst sei Wilmer «ein im guten Sinne geistlicher, konservativer Reformer mit besten Kontakten nach Rom, dem es möglich sein kann, neue Brücken zwischen Rom und Deutschland zu bauen, die Vertrauen ermöglichen».

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