Nach mehrjährigem Umbau wird das Geburtshaus Adolf Hitlers im österreichischen Braunau nun vom Staat genutzt. Am Mittwoch (10.00 Uhr) wird das Gebäude als Polizeizentrum eröffnet. Damit will Österreich verhindern, dass das Haus an der Grenze zu Bayern weiter als Anziehungspunkt für Neonazis dient.
Der Umbau kostete rund 20 Millionen Euro. In dem Areal mit Nebenbauten und Innenhof sollen Beamte des Bezirkspolizeikommandos und der Polizeiinspektion Dienst tun.
Haus mit möglichst geringem Wiedererkennungswert
Das Haus, in dem Hitler am 20. April 1889 geboren wurde, war lange in Privatbesitz. 2017 wurde das Gebäude nach einem Rechtsstreit enteignet. Eine Expertenkommission sprach sich gegen Abriss und Museum aus und empfahl stattdessen eine Umgestaltung mit möglichst geringem Wiedererkennungswert.
Verdächtige Personen können schnell überprüft werden
Der Geburtsort des späteren Diktators hatte immer wieder Rechtsextreme angezogen. Die neue Nutzung als Polizeiwache gilt aus Sicht des Staates auch deshalb als vorteilhaft, weil verdächtige Personen sofort überprüft werden können.
Hitler hatte den Zweiten Weltkrieg entfesselt, in dem mindestens
60 Millionen Menschen starben. Im Holocaust wurden zudem rund
sechs Millionen Jüdinnen und Juden ermordet.








