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Fußball-Nationalmannschaft
Klopps klarer Auftrag: Revanche im griechischen Spätsommer
Training Nationalmannschaft vor dem Spiel gegen Griechenland
Jürgen Klopp warm eingepackt beim Training in Franken vor dem Kurztrip nach Thessaloniki. // Daniel Löb/dpa
Training Nationalmannschaft vor dem Spiel gegen Griechenland
Der Anführer: Florian Wirtz (vorne) dürfte Kapitän sein. // Daniel Löb/dpa
Griechenland - Niederlande
Heimvorteil: Griechenlands Trainer Ivan Jovanovic. // Giannis Papanikos/AP/dpa
von dpa
Thessaloniki – Zweiter Kader, zweiter Sieg? Es wird hitzig in Thessaloniki. Kleines Stadion, heißblütige Fans und eine gefährliche Tabellensituation - das erwartet Klopps Team beim Wiedersehen mit den Griechen.
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Sonne, Strand, Meer: Einem gewissen Urlaubsfeeling werden sich die Fußball-Nationalspieler im griechischen Spätsommer kaum entziehen können. Aber die Größe des sportlichen Auftrags erfordert von Jürgen Klopp und seinem überwiegend jungen, unerfahrenen Personal am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) zum Abschluss des Power-Programms mit vier Nations-League-Spielen in zehn Tagen noch einmal den totalen Fokus.

Zweiter Kader, zweiter Sieg? Das muss die Zielsetzung sein nach dem ebenso befreienden wie beflügelnden 2:0 gegen Serbien bei der schnellen Chance zur Revanche im Toumba Stadion von Thessaloniki. Klopp gab sich vorsichtig optimistisch. «Das kennt ja jeder: Wenn du ein Spiel gewonnen hast, traust du dir eher zu, auch das nächste zu gewinnen, als wenn du eines verloren hast. Das menschliche Hirn denkt so», sagte der Bundestrainer. 

Beim Abschlusstraining im schon herbstlich kühlen Herzogenaurach waren alle 23 verfügbaren Akteure auf dem Platz. Klopp hielt, warm eingepackt in eine Jacke, auf dem Platz eine kurze Ansprache. Nachlegen heißt der Auftrag. «Ich möchte noch keine Konstanz ausrufen oder versprechen. Aber wir werden es am Sonntag wieder versuchen», sagte er zur Zielsetzung zweiter Sieg.

Tabellendruck: «Wir müssen die Siege reinholen»

Dieser würde in Gruppe 2, in der die DFB-Auswahl zur Halbzeit mit vier Punkten hinter Griechenland (7) und den Niederlanden (5) nur auf Platz drei liegt, die Aussichten auf einen Viertelfinaleinzug wieder schlagartig erhöhen. Umgekehrt wäre eine weitere Niederlage gegen den Tabellenführer, der den Ausfall des verletzten Topstürmers Christos Tzolis vom FC Arsenal verkraften muss, fatal.

Platz eins wäre dann schon vor den beiden abschließenden November-Partien futsch. «Wir müssen die Siege reinholen», mahnte darum Bayern-Jungstar Tom Bischof. Der 21-Jährige verspürt große Lust auf die Prüfung im rund 28.000 Zuschauer fassenden Stadion des griechischen Topclubs PAOK Saloniki: «Ich habe gehört, es ist ein geiles Stadion. Es wird eklig. Gute Fans. Da können wir Gas geben.»

Die Spieler aus Kader zwei um Bischof waren vor einer Woche in Augsburg als Tribünengäste Augenzeugen beim ersten griechischen Sieg gegen den viermaligen Weltmeister Deutschland. «Es wird auf jeden Fall nicht einfacher als beim Hinspiel. Wir müssen wieder ein sehr gutes Spiel hinlegen, um mit einem weiteren Sieg vom Platz zu gehen», sagte Florian Wirtz. Der 23-Jährige dürfte die DFB-Elf nach der vorzeitigen Abreise von Bayern-Profi Serge Gnabry aller Voraussicht nach erstmals als Kapitän aufs Feld führen.

«Wie gehen wir mit dem Sieg um?» Auf diese Schlüsselfrage erwartet Klopp von seinen Spielern eine Antwort. Die Frage, die sich freilich vor dem Anpfiff stellt, lautet: Wie sehr verändert der Bundestrainer seine Siegerelf gegen Serbien?

Tor

In den ersten drei Partien kamen drei verschiedene Torhüter zum Einsatz: Marc-André ter Stegen beim 1:1 in Holland, Alexander Nübel beim 0:1 im ersten Duell mit den Griechen und Jonas Urbig bei seinem Debüt-Sieg in München. Die Trainingseindrücke deuteten auf das erste Länderspiel des Augsburgers Finn Dahmen hin. Debütieren könnte aber auch der Frankfurter Noah Atubolu.

Abwehr

Auch die Viererkette hat Klopp in seinen ersten Partien kräftig durchgemischt. Das Leipziger Außenverteidiger-Duo Ridle Baku und David Raum könnte neu in die Abwehrreihe kommen, ebenso der Stuttgarter Länderspiel-Neuling Finn Jeltsch im Zentrum an der Seite des erfahrenen Dortmunders Waldemar Anton.

Mittelfeld

Bischof, Pavlovic, Wirtz - das junge, tatendurstige Trio war das Herzstück beim ersten Klopp-Sieg gegen die Serben. Eine Wiederholung drängt sich auf, um die erste Länderspielphase mit dem neuen Bundestrainer positiv abzuschließen. «Wir drei haben uns gut verstanden», warb Bischof für eine Neuauflage.

Offensive

Eine Veränderung wird Klopp definitiv vornehmen müssen. Für Gnabry könnte Bayern-Kollege Lennart Karl auf dem rechten Flügel beginnen. Der Freiburger Derry Scherhant hat sich gegen die Serben mit Tempo und Offensivdrang für einen zweiten Einsatz empfohlen. Im Sturmzentrum war Nick Woltemade auch ohne Tor gut ins Zusammenspiel mit den Mittelfeld-Zockern um Wirtz eingebunden. Die Alternative wäre der Frankfurter Jonathan Burkardt.

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