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Deutsche Nationalmannschaft
Nationalmannschaft in Herzogenaurach: Das ist am Home Ground los
Viele dieser Spieler sind wieder mit dabei: Die "neue" Nationalmannschaft trifft sich unter Bundestrainer Julian Nagelsmann wieder am Home Ground Herzogenaurach.
Viele dieser Spieler sind wieder mit dabei: Die "neue" Nationalmannschaft trifft sich unter Bundestrainer Jürgen Klopp wieder am Home Ground Herzogenaurach. // Archiv/Max Danhauser
Herzogenaurach – Mit vielen neuen Gesichtern kommt die DFB-Elf von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp nach Herzogenaurach. Das Team hat einiges vor. Alles, was Sie zum Trainingslager wissen müssen.
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Die Weltmeisterschafts-Reise der Deutschen Fußballnationalmannschaft hat ein jähes Ende gefunden. Nach dem Umbruch bei den Verantwortlichen und der Neueinstellung von Bundestrainer Jürgen Klopp sollt jetzt alles anders werden.

Die Mannschaft trifft sich dieser Tage im Home Ground, hat einen runderneuerten Kader und große Aufgaben vor sich. So langsam muss das Team auch Abschied von Herzogenaurach nehmen.

Alles, was Sie über DFB-Trainingslager bei Ausrüster Adidas wissen müssen und wie Sie die Mannschaft sehen können, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Nationalelf in Herzogenaurach

Wann ist die Mannschaft in Herzogenaurach?

Am kommenden Montag, 21. September, kommt das Team im angestammten Quartier zusammen. Um die Mittagszeit werden alle Akteure am Home Ground in Herzogenaurach erwartet. Die ersten Spieler reisen schon am Sonntag an, Jürgen Klopp und große Teile seines Staffs haben bereits am Samstag Quartier bezogen.

Am Dienstag zeigt sich die DFB-Elf erstmals zu einem Medientraining und beantwortet den Journalisten ersten Fragen. Bereits am Mittwoch heben Klopp und Co. nach Amsterdam ab, von wo aus sie nach dem Bundestrainer-Debüt noch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag nach Herzogenaurach zurückkommen. Am Samstag geht es schon weiter nach Augsburg zum nächsten Spiel.

Nach der dortigen Partie kehrt das Team in der Nacht von Sonntag auf Montag (28. September) zurück ins Standquartier. Bis Mittwoch wird trainiert, dann geht es am Nachmittag weiter nach München. Nach dem dortigen Spiel am Donnerstag kehrt das Team noch ein letztes Mal für diese Länderspielmaßnahme zurück, ehe es am Samstag (3. Oktober) mit dem Flieger von Nürnberg nach Thessaloniki geht.

Was ist diesmal neu?

Nicht nur das Personal auf und neben dem Platz. Die Fifa hat die Länderspielmaßnahme an sich runderneuert. Statt je einer Länderspielmaßnahme im September und Oktober gibt es in diesem Zeitraum eine XXL-Pause.

Fast zwei komplette Wochen lang sind die Spieler mit dem Staff zusammen. Das hat aus Verbandssicht auch Vorteile: Das Team hat länger Zeit, zusammenzuwachsen. Und: Gerade ein „neuer“ Nationaltrainer wie Jürgen Klopp hat mehr Zeit, seine Ideen und gewünschten Abläufe mit dem Team zu trainieren. Zudem hat Klopp sich den „Luxus“ gegönnt, einen XXL-Kader bzw. zwei Kader zu nominieren.

Bundestrainer Klopp bereitet sich auf Debüt vor

Wann sind die Spiele von Jürgen Klopp und Co.?

Vier Spiele gegen drei Gegner versprechen einen pickepackevollen Spielplan in der Gruppenphase der Uefa Nations League. Los geht es mit dem Klopp-Debüt am Donnerstag, dem 24. September, in Amsterdam gegen die Niederlande (20:45 Uhr, RTL). Nicht nur Klopp hat dann seine Premiere, auch aufseiten der Niederländer gibt es ein Debüt: Xavier Hernández steht erstmals als Bondscoach an der Seitenlinie.

Weiter geht es für die Deutsche Fußballnationalmannschaft am Sonntag, dem 27. September (20.45 Uhr, ARD). Dann kommt die griechische Nationalmannschaft nach Augsburg. Zuletzt hatte Deutschland vor über zehn Jahren dort gespielt und gegen die Slowakei ein Testspiel mit 1:3 verloren.

Wieder nicht weit entfernt vom Home Ground in Herzogenaurach geht es am 1. Oktober weiter. Der DFB trifft auf in München auf Serbien. Am Sonntag drauf (4. Oktober, 20.45 Uhr, RTL) geht es für die DFB-Elf in Thessaloniki erneut gegen Griechenland.

DFB und Franken

Welche Franken tragen diesmal das DFB-Dress?

Finn Jeltsch war zuletzt der laut tranfsermarkt.de der teuerste deutsche Nicht-Nationalspieler. Diesen Titel ist der Neuendettelsauer nun los. Der 20-jährige Verteidiger hat einen Anruf von Bundestrainer Jürgen Klopp bekommen. Nach seiner Station beim SV Raitersaich verbrachte der Franke seine Zeit zwischen 2015 und 2025 beim 1. FC Nürnberg, ehe er zum Bundesligisten VfB Stuttgart wechselte.

Wieder dabei sind der frühere Nürnberger (2016 bis 2024) Nathaniel Brown, der im Sommer bei der WM zu überzeugen wusste und nach dem Turnier von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern München wechselte. In den USA hatte er dem gebürtigen Nürnberger David Raum (RB Leipzig) den Platz des linken Verteidigers streitig gemacht. Auch der ist wieder nominiert.

Lennart Karl (geboren in Frammersbach, Landkreis Main-Spessart) vom FC Bayern München hat sich zuletzt wieder in die Notizbücher des Verbandes gespielt, nachdem er das Nationalteam vor dem WM-Start in den USA verletzungsbedingt hatte verlassen müssen.

München-Teamkollege Tom Bischof (Amorbach, Landkreis Miltenberg) ist ebenfalls Teil des neuen Klopp-XXL-Kaders. Auch der Ex-Greuther-Fürth-Torwart Jonas Urbig (jetzt FC Bayern München) darf wieder mitfahren. In der Saison 2020/2021 trug Anton Stach das Fürther Trikot und fährt ebenso mit nach Herzogenaurach.

Der gebürtige Nürnberger Jamie Leweling (VfB Stuttgart) gehörte zuletzt immer wieder zum Kreis des Teams und fehlt in Klopps Aufgebot. Auch der frühere FCN-Spieler Niclas Füllkrug hatte nach einem gelungenen Neustart beim Bundesligisten Werder Bremen für sich geworben, jedoch kein Ticket für Herzogenaurach bekommen.

Was macht die Nationalmannschaft in dieser Länderspielmaßnahme?

Sich kennenlernen. Das gilt einerseits für die Spieler untereinander. Viele neue Gesichter sind Teil des Nationalteams und müssen in Herzogenaurach möglichst schnell (nach drei Tagen steht schon das erste Pflichtspiel an) eine Einheit werden. Anderseits müssen die Spieler auch Bundestrainer Jürgen Klopp und seine Ideen verinnerlichen.

Julian Nagelsmann hatte bisher bevorzugt in einem 4-2-3-1-System mit hochschiebenden Außenverteidigern und Offensivrotation gesetzt. Klopp wendet dieses System nur selten an und bevorzugt das 4-3-3 mit explosivem Umschaltspiel. Zudem ist seine Philosophie vom Gegenpressing noch mehr im Fokus als bei Nagelsmann.

DFB: Gibt es Autogramme in Herzogenaurach?

Autogrammstunden und öffentliches Training: Was ist geplant?

Noch holt sich der Verband damit bedeckt. Auf Nachfrage dieser Redaktion heißt es lediglich, dass „ein Besuch“ in Planung sei. Fix ist noch nichts, eine Autogrammstunde ist derzeit auch nicht angesetzt. Aber: Bei der Länderspielmaßnahme vor der WM hieß es auch: „Diesmal wird niemand signieren.“ Doch dann plante der DFB um und sorgte mit der Autogrammstunde von Manuel Neuer für ein kleines Highlight und den wohl größten Andrang an Fans bei einem solchen Event in Herzogenaurach.

Herzogenaurach und DFB-Elf: Wann gibt es ein Wiedersehen?

Die letzte Länderspielmaßnahme für dieses Jahr steht vom 9. bis 17. November an. Der DFB hatte auf Nachfrage dieser Redaktion schon im Sommer bestätigt: Wir kommen definitiv wieder! Und dann vorerst ein letztes Mal. Denn ab dem 1. Januar ist der Herzogenauracher Sportartikelhersteller nicht mehr Ausrüster der Fußballnationalmannschaft.

Zum Beispiel Bundestrainer Jürgen Klopp wird wohl weiterhin Testimonial des Herzogenauracher Unternehmens bleiben, der Verband wechselt aber zu einem US-amerikanischen Hersteller. Dann wird es für die Klopp-Elf keine Möglichkeit mehr geben, in den Genuss ihres Home Grounds zu kommen. Das Team trainiert künftig in Blankenhain.

Das komplette DFB-Aufgebot:

Kapitän Joshua Kimmich galt als einziger Akteur als gesetzt. Sonst herrschte großer Wettbewerb um die verbliebenden Kaderplätze. Und Bundestrainer Jürgen Klopp hat viel überrascht. Über zehn Debütanten sind dabei – und das erstmals in einem XXL-Kader (den Klopp für jeweils zwei Spiele aufteilen wird).

Tor

Noah Atubolu (Eintracht Frankfurt), Finn Dahmen (FC Augsburg), Alexander Nübel (Besiktas Istanbul), Marc-André ter Stegen (Ajax Amsterdam), Jonas Urbig (FC Bayern München)

Abwehr

Waldemar Anton (Borussia Dortmund), Ridle Baku (RB Leipzig), Hennes Behrens (FC Augsburg), Yann Aurel Bisseck (Inter Mailand), Nathaniel Brown (FC Bayern München), Finn Jeltsch (VfB Stuttgart), Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart), David Raum (RB Leipzig), Max Rosenfelder (SC Freiburg), Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund), Jonathan Tah (FC Bayern München), Malick Thiaw (Newcastle United), Philipp Treu (SC Freiburg), Josha Vagnoman (VfB Stuttgart)

Mittelfeld

Karim Adeyemi (FC Barcelona), Nadiem Amiri (1. FSV Mainz 05), Mika Baur (Celtic Glasgow), Tom Bischof (FC Bayern München), Bambasé Conté (TSG Hoffenheim), Said El Mala (1. FC Köln), Yannik Engelhardt (SC Freiburg), Chris Führich (VfB Stuttgart), Serge Gnabry (FC Bayern München), Brajan Gruda (RB Leipzig), Vitaly Janelt (FC Brentford), Lennart Karl (FC Bayern München), Felix Keidel (SV Elversberg), Joshua Kimmich (FC Bayern München), Jamal Musiala (FC Bayern München), Felix Nmecha (Borussia Dortmund), Aleksandar Pavlović (FC Bayern München), Kevin Schade (FC Brentford), Derry Scherhant (SC Freiburg), Anton Stach (Leeds United), Florian Wirtz (FC Liverpool)

Angriff

Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt), Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt), Kai Havertz (FC Arsenal), Nick Woltemade (Juventus Turin)

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