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Schauspieler starb im Mai
«München Mord»: Einer der letzten Filme mit Alexander Held
Streaming-Ausblick ZDF - «München Mord - Die Stadt, die es ....»
Das Team: Alexander Held Mitte, als Kommissar Ludwig Schaller), Bernadette Heerwagen (als Kommissarin Angelika Flierl, rechts) und Marcus Mittermeier (als Kommissar Harald Neuhauser). (ZDF-Bild) // Susanne Bernhard/ZDF/dpa
Alexander Held
Der Schauspieler Alexander Held ist im Mai 2026 im Alter von 67 Jahren gestorben. (Archivbild) // Henning Kaiser/dpa
Eva Karl Faltermeier steigt bei «München Mord» ein
Neu bei «München Mord»: Eva Karl Faltermeier spielt die neue Chefin. (Archivbild) // Felix Hörhager/dpa
Streaming - "München Mord - Die Stadt, die es nicht gibt"
Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier, links) und Ludwig Schaller (Alexander Held, Mitte) verdächtigen Jeremias Oesterheld (Julius Kastner). // Susanne Bernhard/ZDF/dpa
von dpa
München – Es ist viel passiert im Team der Krimireihe «München Mord»: Alexander Held ist kürzlich gestorben, die neue Folge ist eine der letzten mit ihm. Und eine andere Rolle im Team ist nun schon neu besetzt.
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Drei Kommissare, eine Leitung: Die beliebte ZDF-Krimiserie «München Mord» hat eine feste Besetzung. Doch müssen Fans sich auf einige Veränderungen einstellen. Nach dem Tod des Schauspielers Alexander Held im Mai ist offen, wie mit seiner Rolle bei der Produktion weiterer Filme umgegangen wird. Eine der letzten Folgen mit Held ist jetzt im ZDF-Streaming-Portal verfügbar und am 22. August um 20.15 Uhr im ZDF-Fernsehen zu sehen. 

Es ist auch die erste Folge ohne Christoph Süß als Kriminaloberrat Helmut Zangel. Der Schauspieler hat nach zwölf Jahren die Serie aus privaten Gründen verlassen. Neu hinzu kommt mit dem Film «Die Stadt, die es nicht gibt» stattdessen Eva Karl Faltermeier, die bislang vor allem als bayerische Kabarettistin bekannt ist. Sie spielt Kriminaloberrätin Linda Hösl und wird die neue Chefin des Ermittlerteams. 

Ihren ersten Auftritt legt Hösl gleich unter Applaus hin – also versehentlich. Sie kommt zu spät zu einer mauen Geburtstagsparty und denkt, der langatmige Applaus nach der Rede des Geburtstagskindes gehöre ihr. «Ist des sei Frau?», fragt da Kommissar Harald Neuhauser noch nichtsahnend, wer da auf die Party gestolpert ist. 

Neue Chefin: «Sie werden mi schon no kennalerna»

Nicht weniger irritierend ist Chefin Hösls zweites Erscheinen vor dem Ermittlerteam: Sie kommt in deren Büro im Kommissariatskeller und schickt das Trio zu einem Leichenfund. «I möcht Sie bittn, dass Sie jetzt amoi da alles andere hinten anstellen und sich der Sache sofort widmen. Habts mi?», ordert Hösl an. «Und Sie sind?», antwortet die erstaunte Kommissarin Angelika Flierl. Hösl: «Sie werden mi schon no kennalerna.» Das Team ist mehr als irritiert:

«Darf di des überhaupt?»

«Uns sagen, was wir tun solln?»

«Sie meint zumindest, es zu dürfen!»

«Oh Gott, des is so peinlich!»

Es wird dem Team nun klar, dass es den Intranet-Eintrag nicht gelesen hat und daher bisher nicht wusste, dass die sonderlich auftretende Frau ihre neue kommissarische Leiterin ist. Und niemand hat mit den Ermittlern direkt darüber geredet. Das ist so ein Moment für den schrulligen und doch feinsinnigen Kommissar Ludwig Schaller, brillant gespielt von Alexander Held: «Manche Information findet hier im Haus einfach nicht die Kellertreppe herunter», hält er fest. 

Gerade in solchen Dialogen spielt die Serie ihre Stärke und ihre Besonderheit aus: Sie ist eben nicht nur ein klassischer Krimi, sondern immer auch ein wenig schwarze Komödie. Mit Schaller als unkonventionellem Kopf des Trios, Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) als manchmal überforderte Kommissarin und dem pragmatischen und direkten Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier).

Der Fall: Alkoholleichen und eine Ermordete

Parallel hat der Zuschauer da schon auf eine andere Party geblickt – laut Aussagen «ein Wahnsinnsfest» im Motto 80er Jahre mit Kostümen und vielen Drinks. Tags darauf werden nicht nur mehrere Alkoholleichen, sondern auch eine Ermordete gefunden. 

Die Lage ist unübersichtlich, kaum ein Partygast hat Erinnerungen für die Polizisten parat. Und von der Kriminaltechnik heißt es: «Das ist kein Tatort, das ist ein Spuren-Eintopf», zur möglichen Todesursache: «Ich stehe noch am Anfang, alles ist möglich». Schnell taucht in dem Chaos zwar ein möglicher Täter auf – er denkt, er könnte Nora getötet haben, weiß es aber nicht so genau. 

Was hat Freddie Mercury damit zu tun?

Einfacher haben es die Kommissare auch beim familiären Umfeld des Opfers nicht: Ein Ex-Partner der Mutter will das kürzlich von der Toten geerbte Haus zurück, ein entfernter Cousin soll es erben und dann gibt es da noch eine Freundin, die zum Mutterersatz wurde und noch ein paar schräge Typen. 

Dazu zweifelt die neue Chefin an den Fähigkeiten des Trios: «Also wenn i mir des so anschau, handelt es sich doch um einen relativ komplexen Mordfall. Trauen Sie drei sich des da zu?» Das Team reagiert entsetzt:

«Hoffentlich bleibd uns die ned!»

«Also ich werd ned schlau aus der, is die jetzt freundlich oder nicht?»

Nach und nach lichtet sich zwar das Umfeld der Getöteten, aber nicht für lange. Die Kommissare stoßen auf ein Gerücht, wonach ein internationaler Superstar in den 80ern ein Kind in München gezeugt haben könnte und die getötete Nora hat versucht, das zu klären. 

So geht es nach dieser Folge für die Serie weiter

«Die Samstagskrimireihe "München Mord" wird fortgesetzt», teilt das ZDF auf dpa-Anfrage mit. Zwei Folgen, in denen Held noch mitwirkte, sollen voraussichtlich Ende des Jahres gezeigt werden. «Für zwei weitere, bereits geplante Folgen beginnen im Herbst dieses Jahres die Dreharbeiten. Wie es danach weitergeht, wird gerade entwickelt.»

Held war am 12. Mai im Alter von 67 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. Seit 2014 hatte er in «München Mord» mitgespielt und außerdem auch in einer zweiten beliebten ZDF-Krimireihe: In «Stralsund» war er seit 2010 der Kriminalhauptkommissar Karl Hidde.

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