In der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie will die IG Metall bereits in der ersten Warnstreikwelle ein deutliches Zeichen an die Arbeitgeber senden: Am Montag waren die Beschäftigten in 37 Unternehmen zum Warnstreik aufgerufen, darunter auch bei ersten großen Firmen. Nach Angaben der IG Metall Landesbezirksleitung in München beteiligte sich landesweit etwa 3.800 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die größten Kundgebungen gab es in Unterfranken und Schwaben. Im Laufe der Woche will die Gewerkschaft die Warnstreik-Aktivitäten noch steigern, wie Landesbezirksleiter Horst Ott sagte.
Den Auftakt bildete am Montagmorgen eine Kundgebung mit etwa 300 Beschäftigten mehrerer metallverarbeitender Unternehmen in Königsberg Unterfranken. Bei Audi in Ingolstadt plante die IG Metall eine Kundgebung mit Landesbezirksleiter Ott am späten Abend während der Nachtschicht. Zahlreiche Warnstreiks gab es auch in anderen Bundesländern.
Die Positionen sind nach der zweiten Verhandlungsrunde weit voneinander entfernt: Die IG Metall fordert fünf Prozent höhere Entgelte und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 110 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber wollen dagegen einen zweijährigen Tarifvertrag abschließen, das erste Angebot in der vergangenen Woche lag unter der Inflationsrate: Im Juli 2027 soll es eine Einmalzahlung in Höhe von einem Prozent des Bruttojahresgehalts geben, ab Juli 2028 eine Tariferhöhung um 1,3 Prozent. Grund ist die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen.








