Bad Kissingen
Ehre für einen Weltstar der Musikgeschichte
Rossini-Darsteller Burkhard Ascherl wird bei der Ehrung zugegen sein.
Rossini-Darsteller Burkhard Ascherl wird bei der Ehrung zugegen sein. // Brigitte Ascherl
Signet des Fränkischen Tags von Carsten Ahlers
Bad Kissingen

Eine außergewöhnliche Ehrung wirft ihre Schatten voraus: Der Verein Schlaraffia Bad Kissingen e.V. wird den italienischen Starkomponisten Gioachino Rossini am 24. Februar in den Rang eines Ehrenschlaraffen erheben. Damit schreibt der Verein Geschichte, denn noch nie zuvor wurde Rossini innerhalb des weltumspannenden Weltenbundes Schlaraffia® mit seinen rund 260 Vereinen diese Ehre zuteil.

Rossinis historische Beziehung zur Kurstadt Bad Kissingen reicht weit zurück. Der Komponist weilte gleich zweimal zu Kuraufenthalten in der Stadt – erstmals 1836 und ein weiteres Mal im Jahr 1856. Während seines zweiten Besuchs residierte er im traditionsreichen Haus Adam Hailmann, heute Haus Collard, an dessen Fassade heute noch eine Gedenktafel an den berühmten Gast erinnert.

In Kissingen traf Rossini auch den damaligen bayerischen König Maximilian II., der sich zeitgleich zur Kur in der Stadt aufhielt. Hier entstand auch Rossinis Werk „Mi lagnerò tacendo“ (deutsch: „Ich beschwere mich schweigend“).

Der feierliche Ehrungsabend findet am kommenden Dienstag im Vereinsheim der Schlaraffen in Bad Kissingen statt. Die Gäste dürfen sich auf ein dreigängiges italienisch-bayerisches Festmenü freuen, musikalisch umrahmt von Werken Rossinis. Ein besonderer Höhepunkt des Abends wird der Auftritt des „historischen Rossini“ sein, dargestellt von Burkhard Ascherl.

Mit dieser Ehrung unterstreicht Schlaraffia Bad Kissingen nicht nur ihre Verbundenheit mit der Historie der Stadt, sondern setzt zugleich ein internationales Zeichen innerhalb des schlaraffischen Weltenbundes. Und noch eine Verbindung besteht zwischen Rossini und Schlaraffia, die bis ins Jahr 2002 zurückreicht. In diesem Jahr wurde der „kleine Kursaal“ in „Rossini-Saal“ umbenannt. An dieser Umbenennung war maßgeblich das Schlaraffenmitglied Rainer Wirth („Ritter Pro-Saunio“) beteiligt.

Weltweit gibt es rund 8700 Schlaraffen. Sie pflegen Kunst, Freundschaft und Humor. Den Verein in Bad Kissingen gibt es seit 1955. „Ehrenschlaraffe“ ist eine besondere Auszeichnung der Vereine, die posthum herausragenden Künstlern, Autoren oder Musikern zuteil wird. In Bad Kissingen gibt es mit Victor von Scheffel, Heinz Erhardt und Rudolf Schmitt-Sulzthal bislang drei Ehrenschlaraffen. Mit Rossini gesellt sich nun ein Vierter dazu.

Carsten Ahlers, Freier Journalist

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Christina Holleber–Sobtzick Hausärztin

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