Der Hospizverein Bad Kissingen hat zu einem besonderen Themenabend unter dem Titel „Lebensrede“ eingeladen.
Als Referentin begrüßte Michaela Kaiser (Koordinatorin), die freie Trauerrednerin Tina Silberbach, die die Hospizbegleiter, mit viel Menschlichkeit und inspirierenden Gedanken durch den Abend führte. Hier wurde deutlich: Oft sind es kleine Gesten, stille Zeichen oder liebevolle Gedanken, die Trost schenken und Nähe ausdrücken.
Der Themenabend war bewegend und zugleich ein sehr persönlicher Blick hinter die Kulissen einer Tätigkeit, die viel Feingefühl verlangt. Es steckt viel Zeit, Zuhören und Einfühlungsvermögen hinter jeder einzelnen Rede. Aufmerksam werden die Geschichten, Erinnerungen und Lebenswege der Verstorbenen aufgenommen, zu ganz persönlichen Worten verarbeitet und individuell auf den Menschen abgestimmt, dessen Leben am Grab erzählt wird.
Besonders berührend war die Vorstellung, dass eine Lebens- Trauerrede oft so gestaltet wird, als würde der Verstorbene selbst noch einmal zu seinen Liebsten sprechen. Genau diese persönliche und wertschätzende Art machte den Abend für viele so emotional und nachdenklich.
Die Teilnehmer erlebten Silberbach als äußerst herzlich, empathisch und authentisch. Viele Hospizbegleiter nahmen neue Gedanken und Impulse mit nach Hause – und unter anderem auch die Überlegung, ob eine solche Lebensrede vielleicht auch für sie selbst eine schöne Möglichkeit sein könnte, die man bereits zu Lebzeiten gemeinsam mit einer Trauerrednerin gestalten kann.
Abgerundet wurde der Abend durch die „Troststerne“, die sinnbildlich für Erinnerung, Verbundenheit sowie Liebe stehen. Manchmal fehlen die richtigen Worte, dann dürfen Symbole oder kleine Rituale ihren Platz finden. Die kleinen Troststerne, die individuell angefertigt werden können – je nach Wunsch der Angehörigen, bilden hier noch einmal eine Verbundenheit und Erinnerung mit dem Verstorbenen, so Silberbach. Die Referentin verstand es auf eindrucksvolle Art und Weise, dieses ernste Thema mit Leichtigkeit, Wärme und Inspiration zu verbinden.
Der berührende Abend hat gezeigt, wie wichtig Menschlichkeit, Zuhören und Kreativität sein kann.
Für die Ehrenamtlichen war es ein wertvoller Austausch, der Mut gemacht und viele Impulse für die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen gegeben hat, so Kaiser. Es war ein Themenabend voller Menschlichkeit, der noch lange bei den Ehrenamtlichen nachwirken wird.
Letzte Worte sind das, was bleibt.
Michaela Kaiser,
Hospizverein Bad Kissingen
Es ging uns immer darum, die hausärztliche Versorgung in Fuchsstadt zu sichern.“









