Wegen vermehrter Krankheitsfälle werden im Klinikum derzeit nur Not-Operationen durchgeführt. Das hat der Corona-Kristenstab aus Landkreis und Stadt Bamberg beschlossen, wie Klinikumsprecherin Brigitte Dippold auf FT-Anfrage bestätigte.
Klinikum Bamberg: hohe Krankheitsquote
Zunächst bis einschließlich Mittwoch, 20. Juli, würden daher keine sogenannten elektiven Fälle, das heißt keine plan- und aufschiebbaren Operationen durchgeführt, sondern ausschließlich Notfälle operiert. „Die hohe Krankheitsquote unter dem bayerischen Klinikpersonal hat nun auch Bamberg erreicht“, erklärte Dippold.
Alle Arbeitsbereiche betroffen
Der hohe Krankenstand erstrecke sich über „alle Arbeitsbereiche: von der Anästhesie bis zur Reinigungskraft“, berichtete sie. Der Großteil der Krankschreibungen resultiere aus Corona-Positivfällen und der sich anschließenden Quarantäne für Beschäftigte oder deren Kinder, sagte Brigitte Dippold. Sechs von zehn OP-Sälen blieben deshalb derzeit geschlossen.
Krisenstab tagt
Der am heutigen Dienstagmorgen tagende Krisenstab werde über das weitere Vorgehen beraten und entscheiden, so die Sprecherin. In den Landkreis-Krankenhäusern in Scheßlitz und Burgebrach gelte die Regel wie im Klinikum Bamberg noch nicht, erklärte die Sprecherin der Gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft (GKG), Christiane Schlereth, auf Nachfrage.
Bereits für den Monat April hatte die Regierung von Oberfranken für alle Kliniken im Bezirk verfügt, dass nur akut notwendige Operationen durchgeführt werden dürfen. Grund war auch damals ein Personalnotstand bei einer hohen Zahl an Covid-19-Intensivpatienten.
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