Mit 70 Gruppen und Wägen und rund 600 Teilnehmern hält der Faschingsumzug Memmelsdorf ohne Probleme als größter Umzug Oberfrankens den Rekord. Bereits zum 68. Mal zieht der Gaudiwurm am Faschingssonntag durch den Ort. Und auch die Zahl der Zuschauer am Straßenrand dürfte wegen des sonnigen Wetters mit über 10.000 die Zahl der Beteiligten der letzten Jahre gehalten haben.
Begeisterte Zuschauer beim Memmelsdorfer Faschingsumzug
Der Ortskulturring (OKR) als Veranstalter konnte sich über faschingsverrückte Teilnehmer und ein immer wieder begeistertes Publikum am Wegesrand freuen. Die Stimmung war ausgelassen, es wurde geschunkelt, gesungen und geklatscht im Zug und links und rechts der dicht gedrängten Fußgängerwege.
Es galt wieder zu Recht das Motto des Ortskulturrings (OKR): „Memmelsdorf zur Faschingszeit, DIE Narrenhochburg weit und breit!“ Musikalisch stimmten der Musikverein Memmelsdorf, das Jugendblasorchester Oberhaid, der Spielmannszug St. Otto Bamberg und der Musikverein Priegendorf die bestens gelaunten Zuschauer am Weg auf den Gaudiwurm ein.
Die Fuß-Fahrgruppe des Memmelsdorfer Seniorenheims kam in ihren Rikschas und die Hexen von Freienfels flogen im „Discostyle von früher bis heute“ heran. Die Fußballer des heimischen SV Memmelsdorf und der SV Giech präsentierten männliche und weibliche Sportler in Aktion. Meedensdorf vertraten die Wägen und Fußgruppen der FFW und des Obst- und Gartenbauvereins als Gallisches Dorf mit Asterix und Obelix, denen die Römer folgten.
Sehen Sie hier die schönsten Impressionen vom Faschingsumzug in Memmelsdorf:
Weitere bunte Wägen und Gruppen kamen auch aus Burgwindheim, Ebern, Unterhaid und Bamberg. Der Memmelsdorfer Faschingsverein hatte die kommende Wahl als Motto mit: „Bürgermeisterwahl: Manege frei und Vorhang auf, der Wahlzirkus nimmt seinen Lauf“ auf seinen Plakaten. Ein Radfahrer hievte abwechselnd die Fotos der zwei Kandidaten Starost und Reinwald rauf und runter. Auf dem Gemeindewagen waren sie gleichauf rechts und links neben Bürgermeister Gerd Schneider (parteilos).
Verschiedene Parteien beim Faschingsumzug in Memmelsdorf
In die Stadtratswahl in Bamberg mischte sich der Bamberger-Bürger-Block (BBB) ein. Er fragte: „Busse fahren nur noch für Superreiche? und „Eine Stunde parken hier kostet so viel wie ein Kasten Bier!“
Bambergs Mitte gab sich ganz zahm mit dem Motto „Gute Laune“. Sie forderte aber neue Sheriffs für die Stadt und Schluss mit der Daltons-Bande und der Vetternwirtschaft. Ihr Chef Jürgen Weichlein lenkte schon mal den tonnenschweren Traktor.
Eine Augenweide für alle waren die Tanzgarden des SV Dörfleins, des TSV Schammelsdorf, der BG Litzendorf, der Cheerleader „Legends und Peewees“ des SV Memmelsdorf, der Funkengarde Tanzsport Stegaurach, des Rock'n-Roll-Dancing-Teams aus Bamberg, die des United Dance Team TSV Breitengüßbach und natürlich auch wieder die sechs Tanzsportgruppen des TSV Scheßlitz. Auch aus Baunach kamen die Garden des Faschingsclubs Narretei, die auch einen Wagen der FFW mitbrachten. Die Beine flogen in die Luft und die Hebe- und Akrobatikfiguren waren atemberaubend.
Memmelsdorfer Bürgermeister Schneider: sein letzter Faschingsumzug
Auf dem Wagen der Gemeinde strahlte zum letzten Mal Bürgermeister Gerd Schneider mit seinen Gemeinderäten.
Herold und Standarte kündigten dann den Memmelsdorfer Carneval Club (MCC) an. Vom Wagen der Hofbäckerei Ohland gab es viele Brötchen und Salzstangen und vom Prunkwagen von Prinz Thomas II. und Prinzessin Jessi I. und dem des Elferrats mit Litzendorfs Pfarrer Marianus Schramm, MCC-Vorsitzendem Florian Nickoleit, Sitzungspräsident Hans-Werner Müller und seinem Team regnete es haufenweise Bonbons und Früchte.
Dazu tanzten zwischendrin die fünf MCC-Garden. Nicht lumpen ließen sich die Mitglieder des OKR Memmelsdorf samt Ehrengästen als letzter Wagen des fulminanten Umzugs mit Vorsitzendem Swen-Christian Hollmann und seinen Helfern. Begleiter waren die Ehrengäste MdB Thomas Silberhorn, MdL Holger Dremel, Landrat Johann Kalb, stellvertretender Landrat Johannes Maciejonczyk sowie Litzendorfs Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (alle CSU) und Sandra Lauth, die Vorsitzende der Scheßlitzer Vereine.
Im Anschluss trafen sich dann alle in der Seehofhalle, um ungezwungen den Nachmittag ausklingen zu lassen.




















