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Enttäuschung groß
Beliebte Lichterfahrt der Traktoren in Bamberg abgesagt
50 geschmückte Traktoren nahmen 2022 an der Lichterfahrt durch Bamberg teil.
50 geschmückte Traktoren nahmen 2022 an der Lichterfahrt durch Bamberg teil. // Foto: Ronald Rinklef
Bamberg – Schweren Herzens hat der Verein „Landwirtschaft verbindet“ die beliebte „Ein Funken Hoffnung“-Lichterfahrt mit den geschmückten Traktoren für dieses Jahr in Bamberg abgesagt. Das sind die Gründe.

„Das Winken der Kinder, ihr Strahlen, das war für uns wirklich das Schönste an dieser Lichterfahrt“, sagt Christian Besler, Veranstalter vom Verein „Landwirtschaft verbindet Bayern“. In seiner Stimme schwingt ein gewisses Bedauern mit. Denn dieses Jahr wird es die traditionelle Lichterfahrt der regionalen Landwirte nicht geben.

Was war geschehen? Vor vier Jahren fuhren erstmals festlich geschmückte Traktoren durch Bamberg. Sie sorgten bei Groß und Klein gleichermaßen für strahlende Augen und zogen Jahr für Jahr eine immer größere Menschenmenge an.

Viele Zuschauer trotzten im vergangenen Jahr der Kälte und warteten gespannt auf die mit Lichterketten behangenen Traktoren.
Viele Zuschauer trotzten im vergangenen Jahr der Kälte und warteten gespannt auf die mit Lichterketten behangenen Traktoren. // Ronald Rinklef

Die Vorfreude auf dieses Jahr war dementsprechend groß. „Geschmückt sind die Schlepper schon“, weiß Besler zu berichten. Doch eine Auflage der Verkehrsbehörde verhindert den Weihnachtszauber: Zwei Ordner pro Traktor.

Das entspreche einem „zwischen Verkehrsbehörde und Polizei abgestimmten Sicherheitskonzept“, das in besonders sensiblen Streckenabschnitten „zwingend erforderlichen“ ist, „um gerade in der Dunkelheit die Sicherheit von kleinen und großen Zuschauern zu gewährleisten“, sagt Sebastian Martin, der Pressesprecher der Stadt Bamberg.

Auflage der Stadt Bamberg führt zur Absage der Lichterfahrt

Dies war vergangenes Jahr bereits der Grund, warum sich die Anzahl der Traktoren von 100 auf 50 Stück reduzierte. „Für die Landwirte ist jetzt Hauptarbeitszeit. Da steht einfach nicht das Personal zur Verfügung“, so Besler. 

Dieses Jahr sei die Personallage noch schlechter, sodass die Organisatoren die Reißleine gezogen und die Lichterfahrt abgesagt haben. „Die Entscheidung ist uns wirklich nicht leicht gefallen“, betont Besler. Aber ihnen sei einfach keine andere Wahl geblieben. Auch, weil es von Seiten des Ordnungsamtes „kein Entgegenkommen“ gab.

Das sagt die Stadt Bamberg zur Absage der Lichterfahrt

„Die Stadt Bamberg wurde von der Absage überrascht“, lässt Stadtsprecher Martin verlauten. Vor allem, da die Veranstaltung in gleicher Form und Ausführung bereits im Jahr 2022 beantragt war.

Martin fügt hinzu: „Bei den vorgesehenen Auflagen handelt es sich um dieselben Auflagen wie im Vorjahr, als die Lichterfahrt noch stattfand. Die damaligen Auflagen wurden im letzten Jahr eingehalten und haben sich aus Sicht der Behörde auch bewährt. Die Veranstaltung verlief reibungslos und ohne Zwischenfälle.“

Abgesagte Lichterfahrt in Bamberg: Große Enttäuschung im Netz

Im Netz hat die Absage eine Welle der Entrüstung ausgelöst. „Bamberg ist so lächerlich“, „so peinlich für Bamberg“ und „Stadt Bamberg, sagt den Faschingsumzug doch auch gleich ab“ lauten einige der Kommentare auf Facebook.

Besler selbst verstehe nicht, warum die Stadt auf diese Auflage pocht. „In anderen Städten wie Hallstadt klappt das alles unbürokratischer.“ Zudem würden die Traktoren mit zwei Mann besetzt sein und Schrittgeschwindigkeit fahren.

Schon 2022 führte die Auflage der Stadt Bamberg zu einer Reduzierung der teilnehmenden Traktoren.
Schon 2022 führte die Auflage der Stadt Bamberg zu einer Reduzierung der teilnehmenden Traktoren. // Ronald Rinklef

Besler findet deutliche Worte, was zukünftige Veranstaltungen angeht: „Die Stadt Bamberg hat schon jedes Fest zunichtegemacht. Das ist wirklich sehr schade.“

Derzeit arbeite er gemeinsam mit Kollegen an einer Alternative. „Wir wollen die Kinder nicht im Regen stehen lassen“, so Besler. Einzelheiten dazu kann er noch nicht verlauten lassen, nur so viel: „Plan B wird nicht in Bamberg stattfinden!“

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