Erinnerungen
Pogromnacht: „Keiner rührte die Hand“
Zeitzeuge Rudolf Hackeneis trauert noch heute um seinen jüdischen Freund Joachim Liffgens.
Foto: Marion Krüger-Hundrup
F-Signet von Marion Krüger-Hundrup Fränkischer Tag
Trabelsdorf – Am 10. November 1938 verwüsteten Bamberger SA-Männer die Synagoge in Trabelsdorf. Die jüdischen Familien waren starr vor Angst. Zeitzeuge Rudolf Hackeneis erinnert sich.

Es war der 10. November 1938, fünf Uhr früh in Trabelsdorf. Der zehnjährige Bub Rudolf Hackeneis schlief noch fest in seinem Elternhaus, während vier Bamberger SA-Männer im Dorf wüteten. Erst später am Tag erfuhr Rudolf von den Untaten, lief zur Synagoge. „Es war alles zerschlagen“, erinnert sich der heute 94-Jährige noch gut an seine Angst um seinen gleichaltrigen jüdischen Schulfreund Joachim Liffgens, „ein Junge mit dunklem, lockigen Haar, der ein gutmütiger Kerl war“. Er habe spöttische Bemerkungen darüber, dass ...

Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link:

Es steckt mehr in dieser Geschichte.

Diesen Beitrag haben wir exklusiv für unsere PLUS-Abonnentinnen und Abonnenten erstellt. Mit PLUS bleiben Sie informiert und erfahren jeden Tag aufs Neue, was in Ihrer Region geschieht und was es bedeutet. Neugierig?

Mehr über PLUS lesen Sie hier.