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Absage während des Warmmachens
Minuten vor Anstoß: Bamberger Heimspiel fällt aus
Hier teilt Michael Dotzel (Grüne Jacke) den Vertretern des FC Eintracht und des FC Ingolstadt mit, dass er das Bayernligaspiel nicht anpfeift.
Hier teilt Michael Dotzel (Grüne Jacke) den Vertretern des FC Eintracht und des FC Ingolstadt mit, dass er das Bayernligaspiel nicht anpfeift. // Sascha Dorsch
Bamberg – Bittere Pille für den FC Eintracht Bamberg: Das Bayernligaheimspiel gegen Ingolstadt II wird kurz vor dem geplanten Anstoß abgesagt. Auf dem harten Rasen wird diskutiert, am Ende werden die Gastgeber überstimmt.

Die Mannschaften machten sich warm, der Grill brutzelte und die Stadionmusik lief auch schon. 45 Minuten vor dem geplanten Anstoß zwischen dem FC Eintracht Bamberg und dem FC Ingolstadt II schien alles bereit.

Doch dann sprach Schiedsrichter Michael Dotzel ein Machtwort. "Ich pfeife nicht an", soll der Referee gesagt haben, das Bayernligaheimspiel der Domreiter fiel somit kurz vor knapp flach. Der Rasenplatz im Fuchsparkstadion sei unbespielbar, die Verletzungsgefahr zu groß.

"Es ist schade, dass das Spiel ausfällt. Unabhängig von den Platzverhältnissen wollten wir gerne spielen, weil wir in einer guten Phase sind, den Schwung mitnehmen wollen. Aber es ist nicht das erste Mail, dass dann ein Spiel von uns ausfällt", kommentierte Sportchef Stefan Mohr.

Schiedsrichter sagt Bamberg gegen FC Ingolstadt ab

Gänzlich unbespielbar wirkte der Rasen nicht. Von der Sonne aufgewärmt war die obere Schicht am Samstagnachmittag weitgehend frostfrei. Eine kleine Ecke, die im Schatten des Tribünendachs gefroren aussah, hat bei der Entscheidung zur Absage eine größere Rolle eingenommen.

Die Jung-Schanzer nahmen jenen Platzbereich direkt unter Begutachtung, als sie das Geläuf betraten. Sie teilten dann auch direkt mit, dass sie nicht spielen wollen. Anders als der FC Eintracht: "Wir hätten es gerne probiert, haben das auch so mitgeteilt", sagt Mohr.

Doch weder Vorstandssprecher Sascha Dorsch noch Trainer Jan Gernlein konnten an der Absage etwas ändern. Trainer Oliver Gorgiev und weitere Ingolstädter sagten bei der Besprechung auf dem Platz gegenüber Schiedsrichter Dotzel, dass sie nicht antreten wollen. Das sah der Unparteiische genauso - und sorgte mit der Absage für gute Laune bei der Gastmannschaft, der wie erwartet einige Spieler der Formation gefehlt hätten, die vor Wochenfrist den Spitzenreiter Neumarkt vom Kunstrasen schoss.

Angeregte Diskussionen ohne Ertrag: Bambergs Heimspiel gegen die Gäste von Ex-Bamberger Oliver Gorgiev (rechts) wurde nicht angepfiffen.
Angeregte Diskussionen ohne Ertrag: Bambergs Heimspiel gegen die Gäste von Ex-Bamberger Oliver Gorgiev (rechts) wurde nicht angepfiffen. // Sascha Dorsch

Bayernliga Nord: Nachholtermin am 6. Dezember

Während die Ingolstädter nach der Entscheidung fix die Heimreise antraten, versammelten sich die Bamberger mit ihren schon im Stadion verweilenden Gästen im VIP-Raum. Bei Snacks und Getränken machte man das Beste aus der Situation.

Am Dienstag (19 Uhr) wird es für die Domreiter dann wieder ernst. Auf dem Kunstrasenplatz der Rudi-Ziegler-Sportanlage holt der FC Eintracht das am 1. November entfallene Heimspiel gegen den TSV Kornburg nach.

Im Fuchsparkstadion kehrt mit der Absage aber noch nicht zwingend die Winterruhe ein: Mit der Absage setzte der Bayerische Fußballverband (BFV) das Spiel gegen Ingolstadt II für den offiziellen Nachholtermin am Samstag, 6. Dezember an.

Ob der Stadionrasen dann besser bespielbar ist, lässt sich aktuell nicht sagen. Recht kommt der Termin den Bambergern nicht, drumherum ist das Wochenende verplant. Doch bevor die Partie dann gedreht und womöglich in Ingolstadt ausgetragen wird, erscheint eine Austragung des Duells auf dem Kunstrasenplatz an der Armeestraße noch am ehesten möglich.

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