Stefan Menz und Christoph Rosenberger sind keine Trainer beim Fußball-Kreisligisten SV Ober-/Unterharnsbach mehr. Das bestätigte Johannes Betz unserem Partnerportal anpfiff.info. „Wir haben uns nach dem letzten Spiel des Jahres zusammengesetzt und sind dabei zur Übereinkunft gekommen, dass wir uns schon im Winter trennen“, erläutert der Vorsitzende.
Zur neuen Runde hätte es nach dann drei Jahren mit Menz sowieso einen Wechsel auf der Bank gegeben. Jetzt wird er vorgezogen. „Es war eine echt harte, aber auch einfach eine sportliche Entscheidung. Wir hätten gerne mit Beiden weitergemacht, da sie einfach gute Typen sind.“
Doch ein Blick auf die Tabelle verrät, warum die Verantwortlichen nach einer Veränderung strebten. Mit 21 Punkten aus 20 Partien belegt der zur Winterpause den oberen der beiden Schleuderplätze in Richtung Kreisklasse. Dem Kreisliga-Dino, seit 16 Spielzeiten fester Bestandteil im Bamberger Oberhaus und dabei meist eher im oberen Bereich des Rankings zu finden, droht der Abstieg.
In 20 Partien gab es nur sechs Siege, aber elf Niederlagen, zuletzt drei in Folge. Darunter auch das finale 0:5 zu Hause gegen die SG Tütschengereuth/Viereth in einem durchaus richtungsweisenden Spiel.
„Das Ganze hat sich sportlich nicht so entwickelt, wie wir es erwartet haben“, berichtet Betz. Zu selten habe die Mannschaft ihr Potenzial abgerufen. Nur beim 2:0 in Breitengüßbach gab es einen Dreier gegen einen Gegner aus dem oberen Drittel der Tabelle. „Wir bringen nicht das auf den Platz, was wir eigentlich können.“
Schon jetzt fast so viele Niederlagen wie vergangene Saison
Vor der Saison hatte Menz das Saisonziel „besser abschneiden als in der vergangenen Runde ausgegeben“. In der war Harnsbach damals Sechster. Eine Platzierung, die aktuell außer Reichweite liegt. Zuversichtlich stimmte den Coach dabei, dass man einen kleinen Umbruch im Team eingeleitet habe und nun eine gute Mischung aus erfahrenen Akteuren und jungen Wilden im Kader besitze.
Doch der SV hat aktuell schon fast genauso viele Niederlagen wie in der Saison 2024/2025 kassiert. Da waren es zwölf. Damals gelang dem Team nach einem Start mit acht Partien ohne Dreier noch der Turnaround. Bis zur Winterpause war die Abstiegsgefahr fast schon gebannt. Am Ende wurde der SV mit 42 Punkten Sechster.
Nachfolger steht schon fest: Wolfgang Zeck übernimmt sofort
Die Wende soll nun ein neuer Coach schaffen. Ein Neuling im Herrenbereich, der eigentlich erst zur kommenden Runde übernehmen sollte. Wolfgang Zeck steht, wenn es nach der Winterpause am 15. März mit der wichtigen Auswärtspartie bei der SG Zeckendorf/Scheßlitz weitergeht, an der Linie.
Bisher war der 50-Jährige, der einst für den TSV Eintracht Bamberg in der Kreisliga und für den SV Walsdorf aufgelaufen ist, im Nachwuchsbereich der JFG Steigerwald aktiv. Unter anderem führte er die U17 in die Landesliga und war Bayernliga-Trainer bei der U19. Dort war er auch zuletzt als Co Teil des Trainer-Teams. „Wir hoffen, dass es mit ihm im Frühjahr wieder nach oben geht“, so Betz klar.











