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Landesligist sucht Nachfolger
Aderlass in Burgebrach: Warum auch Kutzelmann geht
Manuel Schwarm (links), Bernd Baier (Mitte) und Marcel Kutzelmann: Diese Namen stehen für den TSV Burgebrach. Zur neuen Saison bleibt aber nur der nach Verletzung zurückgekehrte Schwarm übrig.
Manuel Schwarm (links), Bernd Baier (Mitte) und Marcel Kutzelmann: Diese Namen stehen für den TSV Burgebrach. Zur neuen Saison bleibt aber nur der nach Verletzung zurückgekehrte Schwarm übrig. // sportpress
Burgebrach – Marcel Kutzelmann und die Baier-Brüder sind mit dem TSV Burgebrach auf Kurs Klassenerhalt. In die gute Stimmung platzen die Abschiedsmeldungen. Teammanager Christian Trunk erklärt, wieso beide Trainer und der Kapitän den Landesligisten verlassen.

Wohl nicht viele Beobachter hätten dem TSV Burgebrach diesen Zwischenstand zugetraut. Nach 20 absolvierten Spielen in der namhaften Landesliga Nordost hat der Bezirksligameister 23 Punkte auf dem Konto, satte elf Zähler Luft zu den direkten Abstiegsrängen. Sechs Punkte beträgt das Polster zur Relegation.

Mit Kutzelmann auf dem Feld und Bernd Baier am Spielfeldrand hat der TSV sein Spiel erfolgreich an die Landesebene angepasst, ist mittlerweile weit weg vom Kanonenfutter. Und das, obwohl Kapitän Daniel Baier nach seinem kurz vor dem Aufstieg erlittenen Kreuzbandriss weiter fehlt.

Am vergangenen Samstag holte der Neuling gegen Unterreichenbach auf dem kleinen Kunstrasen den zweiten Sieg in Folge. Beim 3:2 traf Robin Bätz zweifach, Marcel Kutzelmann legte beide Tore auf. Dazwischen traf Nico Plätzer mit seinem zehnten Saisontor zum 2:1.

TSV Burgebrach: Kutzelmann und die Baiers gehen

Wenige Tage davor ließ Kutzelmann aber eine Bombe platzen. Beim Dienstagtraining vor dem Unterreichenbach-Spiel sagte der Topscorer (je acht Toren und Assists) seinem Team, dass er im Sommer geht. Ebenso wie es die in Burgebrach wohnhaften Baier-Brüder tun, die ihren Abschied vom TSV zwei Wochen zuvor verkündeten.

"Bernd und Daniels Argumente sind nachvollziehbar. Dani will Spielertrainer werden, aber nicht direkt bei seinem Heimatverein. Mit Bernd an seiner Seite, der dann sechs Jahre im Trainerteam war, ist sinnvoll", erklärt Christian Trunk. Der Teammanager bildete vor Kutzelmann mit Baier das Trainerduo in Burgebrach.

Zur neuen Saison heuern die Baiers bei Kreisligist Vorra/Stappenbach an. "Sie kennen da alle, die Orte trennen wenige Kilometer. Natürlich bedauere ich das menschlich sehr, wir sind Freunde. Aber die Tür steht ihnen immer offen", sagt Trunk.

Dass sich nun Kutzelmann anschließt, nach der dritten Spielzeit wieder geht, war so aber nicht geplant. "Ich wollte immer, dass er als spielender Co-Trainer weitermacht, wir wären den Weg gerne mit ihm weitergegangen. Deshalb ist es sehr schade", sagt der Teammanager.

Doch der trainierende Topscorer entschied sich gegen eine Vertragsverlängerung, reagierte damit auch auf die angelaufene Suche des TSV nach einem Nachfolger für Baier. In die war Kutzelmann zunächst nicht eingebunden.

Christian Trunk: "Es ist noch nichts entschieden"

Kutzelmann wurde per Kurznachricht informiert, dass sich die TSV-Verantwortlichen mit einem potenziellen Nachfolger für Baier treffen. "Er war darüber wahrscheinlich enttäuscht, aber es ist nichts entschieden. Schon eine Woche davor hat der Verein Druck gemacht, dass wir nach möglichen Nachfolgern schauen", erklärt Trunk.

Bei Kutzelmann und allen anderen wirbt der 43-Jährige um Verständnis für die Vorgehensweise des Klubs. "Zu dieser Jahreszeit laufen für gewöhnlich die Gespräche über die Verträge an. Es ist doch klar, dass Unruhe entsteht, wenn die Spieler nicht wissen, wer im kommenden Jahr Trainer ist. Die Jungs fragen nach und wir müssen Entscheidungen treffen", erklärt Trunk.

Daher steht für den TSV auch fest, dass der neue Cheftrainer in den kommenden Wochen, auf jeden Fall vor Weihnachten verkündet werden soll. "Es wird sich vieles ändern, wir müssen nicht nur den Trainer, sondern auch den Spieler Kutzelmann ersetzen, der gegen Unterreichenbach wieder ein gutes Spiel gemacht hat. Klar ist, dass wir die Klasse halten wollen."

Die nächste Chance dazu bietet das heikle Duell beim Relegationsplatz-Inhaber Weißenburg am Samstag (14.15 Uhr). Sofern es die Witterung und die Platzverhältnisse zulassen.

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