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Fußball-Bayernliga Nord
"Einmal effizient zugeschlagen" reicht FC Eintracht Bamberg
Hat gut lachen: Jan Gernlein nach dem Sieg seines FC Eintracht Bamberg beim SC Eltersdorf.
Hat gut lachen: Jan Gernlein nach dem Sieg seines FC Eintracht Bamberg beim SC Eltersdorf. // Gunther Czepera
Eltersdorf – Dank Valentin Schmitt zieht der FC Eintracht Bamberg ein enges Bayernliga-Duell in Eltersdorf mit 1:0. SCE-Trainer Bernd Eigner hadert mit der Leistung seiner Mannschaft vor dem Gegentor, während Jan Gernlein mit der Aufstellung überraschte.

Nach 90 relativ ausgeglichenen Minuten im Bayernliga-Spitzenspiel zwischen dem SC Eltersdorf und dem FC Eintracht Bamberg fand Domreiter-Coach Jan Gernlein die passenden Worte: „Wir haben viele Zweikämpfe auf dem Platz gesehen und es war ein enges Spiel. Das war gar nicht anders zu erwarten, und wir haben eben im Endeffekt einmal effizient zugeschlagen.“

Dieses eine Mal hat ausgereicht, um den Quecken eine empfindliche 0:1-Heimniederlage beizubringen. Der goldene Torschütze des Abends im Elsner-Sportpark war Valentin Schmitt. Die Nummer 17 der Bamberger tauchte nach Kombination durch das Zentrum in der 30. Minute frei vor dem Eltersdorfer Keeper Axel Hofmann auf und versenkte den Ball trocken im langen Eck.

Gernlein weiter: „Und in den Situationen, wo man Glück braucht, haben wir das heute auch gehabt. Wir haben aber auch sehr viel dafür getan, um dieses Glück zu haben und können deshalb im Endeffekt auch einfach zufrieden sein, dass die Leistung heute so gepasst hat.“

SC Eltersdorf war zu Beginn „nicht griffig genug“

Sein Gegenüber Bernd Eigner findet, dass der Bamberger Sieg „in der Summe doch ein Stück weit“ verdient war. Denn gerade mit der Darbietung seiner Eltersdorfer in der ersten halben Stunde – bis zum 0:1 aus seiner Sicht – war der Trainer des SCE nicht zufrieden. Da habe der FCE „auf jeden Fall die besseren Schlüssel gehabt“, lautet Eigners erste Analyse nach dem Spiel.

„Wir waren da nicht griffig, nicht aggressiv genug. Bei ihnen war die Galligkeit mehr da, und von der Spielanlage her waren sie auch ein Stück besser. Wir waren ein wenig pomadig, vielleicht auch ein bisschen dem geschuldet, dass wir die letzten Spiele alle erfolgreich bestritten haben.“

Erst nach dem Gegentor wurden die Hausherren in der Offensive zwingender und erarbeiteten sich Chancen. „Aber es hat heute alles irgendwo ein wenig gehakt in unserem Spiel, muss ich ehrlich sagen. Wir haben im Spielaufbau zu lange gebraucht, auch ein Stück weit das Risiko nach vorne nicht so gesucht, und der FCE hat die Räume gut zugestellt“, meint Eigner weiter.

Für die Eltersdorfer bedeutet die Niederlage im Topspiel auch, dass man die Tabellenführung in der Bayernliga wieder los ist. Der ASV Neumarkt hat durch einen 2:0-Erfolg in Kornburg wieder den Platz an der Sonne übernommen. Die Bamberger halten durch den wichtigen Dreier bei den Quecken den Anschluss nach ganz oben und übernachten auf dem siebten Tabellenplatz.

FCE-Trainer Jan Gernlein: Sind nur drei Punkte, aber …

Vier Punkte trennen den Regionalliga-Absteiger jetzt von den zweitplatzierten Eltersdorfern, auf Neumarkt fehlen deren sieben. Für Gernlein bedeutet der Erfolg zwar „tatsächlich nur drei Punkte“. Aber auf der anderen Seite gibt er zu, „dass es durch diesen Sieg die Möglichkeit gibt, oben dran zu bleiben. Wenn du dieses Spiel nicht ziehst und verlierst, dann bist du auf zehn Punkte weg. Deswegen tut das schon gut, wenn die Jungs jetzt auf die Tabelle schauen.“

Der FCE-Trainer hatte sich für die Begegnung beim jetzt Zweitplatzierten etwas Besonderes ausgedacht: Er schickte seine Elf ohne nominellen Stürmer auf dem Platz, Torschütze Schmitt spielte in vorderster Front. „Er hat schon oft im Angriff gespielt, in der Jugend auch“, sagt Gernlein.

Timm Strasser, Luis Nüßlein und der von einer Verletzung genesene Paul Kraußold saßen zunächst nur auf der Bank und wurden erst im Verlauf der zweiten Halbzeit eingewechselt. Eine Maßnahme, die bei den Quecken fruchtete. Und in Zukunft öfter zur Anwendung kommen könnte?

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