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Wirtschaftsclub Bamberg
CEO spricht über Meilensteine von Siemens Healthineers
Auf dem Basketball-Parkett und auf dem Managerstuhl hat er Großartiges geschafft: Bernhard Montag zieht die Gäste bei seinem Aufritt in seinen Bann.
Auf dem Basketball-Parkett und auf dem Managerstuhl hat er Großartiges geschafft: Bernhard Montag zieht die Gäste bei seinem Aufritt in seinen Bann. // Bertram Wagner
Signet des Fränkischen Tags von Bertram Wagner
Hallstadt – Bernhard Montag, CEO der Siemens Healthineers AG, spricht beim Neujahrsempfang des Wirtschaftsclubs Bamberg live auf der Bühne im Kulturboden: Wie der ehemalige Basketballer sein Publikum in den Bann zieht.

Mit Bernhard Montag als einem der wohl hochkarätigsten Redner in der Geschichte des Wirtschaftsclubs Bamberg (WCB) sorgte der Gastgeber beim diesjährigen Neujahrsempfang „Jump 2024“ für einen außergewöhnlichen Start ins neue Jahr.

Angesichts dieser Persönlichkeit der Medizintechnikbranche und seiner erfolgreichen Basketball-Vergangenheit im Trikot des Bundesligisten TTL Bamberg und des Zweitligisten FC Baunach verwunderte es nicht, dass Wilfried Kämper als WCB-Vorstandsvorsitzender eine rekordverdächtige Gästeschar von über 250 starken Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Gesellschaft und Medien begrüßen konnte.

In der von Mischa Salzmann moderierten und von Suzan Baker musikalisch umrahmten Veranstaltung verbreitete Kämper in seiner inspirierenden und Mut machenden Eröffnungsrede („Nicht ärgern, sondern verändern“) Optimismus und Zuversicht trotz eines schlechten EU-Wachstumsrankings und großer Herausforderungen.

Meilensteine und Pionierarbeit im Gesundheitswesen durch Siemens

Eine Podiumsdiskussion sorgte dann dafür, dass das Abgeordnetenduo Melanie Huml und Andreas Schwarz vonseiten der Industrie (Herbert Grimmer), des Handwerks (Matthias Grassmann) und der Kommunen (OB Andreas Starke, Thomas Söder) „Hausaufgaben“ bekam. Als Dauerthema erwies sich einmal mehr der Ärger über die Bürokratie und der Wunsch nach Entbürokratisierung.

Man hörte keine Stecknadel fallen, als Bernhard Montag zunächst seinen persönlichen Werdegang skizzierte. „Meine 29 Jahre bei Siemens waren schon sehr erfüllend, ich habe 1995 als Tarifangestellter in der Medizintechnik angefangen, nebenbei noch Basketball gespielt, seit 2015 bin ich CEO. Wir haben Meilensteine in der Pionierarbeit im Gesundheitswesen geschaffen. Im September 2019 haben wir den Sprung in den Dax geschafft.“

Künstliche Intelligenz spielt immer größere Rolle

Der 54-Jährige, der beruflich an vorderster Front einer „einzigartigen Welt“ zu Hause ist, wies auch darauf hin, dass mehr als 70 Prozent aller klinischen Entscheidungen technologiegetrieben sind.

Nur mithilfe von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz könne das Zusammenspiel zwischen bestmöglicher „Berechnung“ des Patienten (Diagnose, Therapie, Nachsorge) und Präzisionstherapie gelingen. In Edison, New Jersey, wurde ein Supercomputer namens „Sherlock KI“ aufgebaut, der täglich 1400 KI-Experimente liefert.

Neben dieser strategischen Ausrichtung öffnete er auch das „Familienalbum“ der AG und wies darauf hin, dass bis 2040 die Zunahme chronischer nicht übertragbarer Krankheiten wie Krebs/Schlaganfall immens sein wird (+62 Prozent).

Mit Schwarz-Weiß-Bildern aus seiner Bundesligazeit (1988 bis 1990) unterstrich er den Teamgedanken („gemeinsam etwas schaffen“) und auch eine gewisse Frustrationstoleranz. Damit endete ein einzigartiger Impulsvortrag, an den sich eine Fragerunde anschloss.

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