In Bamberg
Streik bei Telekom: Das kommt auf die Kunden zu
200 Telekom-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am Dienstagmorgen in Bamberg einem Aufruf zum Warnstreik gefolgt.
200 Telekom-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am Dienstagmorgen in Bamberg einem Aufruf zum Warnstreik gefolgt.
Foto: Verdi
Bamberg – Die Angestellten des Standorts in der Gartenstadt legen ihre Arbeit nieder. Kommt kein Angebot vom Arbeitgeber, sind weitere Warnstreiks geplant.

Knapp 200 Telekom-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am Dienstagmorgen (10. Mai) in Bamberg einem Aufruf zum Warnstreik gefolgt. Sie haben am Telekom-Standort in der Gartenstadt an einer Kundgebung teilgenommen. Anschließend ist der Demonstrationszug zum Streiklokal in die Lichteneiche gezogen.

Warum die Telekom-Mitarbeiter in Bamberg streiken

Die Verhandlung von Verdi mit der Deutschen Telekom geht in die dritte Runde. Zeitgleich dazu hat Verdi seine Mitglieder bundesweit zu einem Warnstreik aufgerufen. Sie wollen damit den Druck auf den Arbeitgeber zu erhöhen.

Erneut Streik bei Telekom möglich

„Knapp 200 Demonstrationsteilnehmer zeigen, wie wichtig dieses Anliegen den Beschäftigten ist“, sagt Maik Gütlein-Drechsler, der ehrenamtliche Fachgruppenvorsitzende IKT. „Die Leute sind kämpferisch und erwarten vom Arbeitgeber ein Angebot. Und sie sind bereit, erneut zu streiken, wenn es keines gibt.“

Was Verdi für Telekom-Mitarbeiter fordert

Verdi fordert für seine Mitglieder eine tabellenwirksame Entgelterhöhung und eine Erhöhung der individuellen Entgelte um sechs Prozent sowie eine Komponente zur Steigerung der Einkommensgerechtigkeit, bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Zudem sollen die Vergütungen für Auszubildende und für Studierende in dualen Studiengängen um 80 Euro pro Monat steigen.

Was Streik für Kunden der Telekom bedeutet

„Die Kundinnen und Kunden der Telekom müssen mit Einschränkungen wie Terminausfällen beim technischen Service und in der Montage, mit langen Wartezeiten in der Hotline und längeren Zeiten bei der Entstörung rechnen“, kündigte Gewerkschaftssekretär Manfred Doppler in einer Pressemitteilung an.

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