Geflügel verendet
Hoher Sachschaden nach Scheunenbrand bei Kersbach
180 Rettungskräfte waren in der Nacht auf Montag bei dem Scheunenbrand in Kersbach im Einsatz.
180 Rettungskräfte waren in der Nacht auf Montag bei dem Scheunenbrand in Kersbach im Einsatz.
Foto: News5/Grundmann
Kersbach – In der Nacht auf Montag ist eine Scheune in einem Waldstück bei Kersbach ausgebrannt. Nun gibt die Polizei neue Details bekannt.

Nach dem großen Scheunenbrand bei Kersbach (Landkreis Forchheim) in der Nacht auf Montag, 15. August, stehen nun neue Details fest.

Schaden wir auf 40.000 Euro geschätzt

Wie Sebastian Herrmann, Pressesprecher am Polizeipräsidium Oberfranken, am Dienstag mitteilt, betrage die Schadenshöhe nach den Angaben des Sachbearbeiters zwischen 30.000 und 40.000 Euro.

Die Polizeiinspektion Forchheim war in einer ersten Schätzung von einer rund sechsstelligen Summe ausgegangen.

Tauben und Hühner verendet

Personen sind bei dem Brand nicht zu Schaden gekommen. Dafür hatte sich in der abgebrannten Scheune unter anderem ein Stall für Geflügel befunden. Die Tiere konnten nicht mehr gerettet werden.

Nun steht laut Polizeipräsidium fest: 20 Tauben und zwölf Hühner sind in den Flammen gestorben. Auch eine Vielzahl landwirtschaftlicher Fahrzeuge war den Flammen zum Opfer gefallen.

Ein Übergreifen des Brandes auf ein angrenzendes Waldstück und eine Gartenlaube konnte verhindert werden.

180 Personen im Einsatz

Laut Meldung der Polizei vom Montag waren insgesamt 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk und Polizei vor Ort. Landwirte unterstützten die Feuerwehr mit ihren Güllefässern mit rund 90.000 Liter Wasser.

Weshalb es zu dem Scheunenbrand gekommen ist,  ist immer noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Brandursache seit weiterhin unklar.

„Im Moment liegen keine konkreten Erkenntnisse auf Brandstiftung vor“, sagt Pressesprecher Herrmann.

Die Erstmeldung am Montag

Eine Feldscheune ist in der Nacht auf Montag in einem Waldstück am Ortsrand von Kersbach abgebrannt und zerstört worden. Dies teilt die Polizei Forchheim mit.

Um 22.31 Uhr wurde die Integrierte Leitstelle (ILS) für Feuerwehr und Rettungsdienst informiert, dass es nahe des Forchheimer Ortsteils brennt. 

Stall für Geflügel: Nicht mehr zu retten

In der abgebrannten Scheune befand sich demnach unter anderem ein Stall für Geflügel. Die Tiere konnten nicht mehr gerettet werden. 

Unter anderem soll es sich um Kleintiere wie Hühner und Tauben gehandelt haben, teilt ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken am Montag mit. Wie viele Tiere genau gestorben sind, stehe noch nicht fest.

Dem Brand sind auch Tiere in einem Geflügelstall zum Opfer gefallen.
Dem Brand sind auch Tiere in einem Geflügelstall zum Opfer gefallen.
Foto: News5/Grundmann

Zerstörte Fahrzeuge, keine Verletzten

Auch eine Vielzahl landwirtschaftlicher Fahrzeuge fiel den Flammen dem Bericht der Beamten zufolge zum Opfer. Bei der Schadenshöhe geht die Polizei Forchheim von einem sechsstelligen Betrag aus.

Immerhin: Personen kamen bei den Brand nicht zu Schaden.

Feuerwehr und Rettungsdienst abends informiert

Der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst wurde am späten Sonntagabend gegen 22.30 Uhr mitgeteilt, dass es in dem Waldstück brennt. Umgehend wurden Feuerwehr und Polizei alarmiert.

Gegen 22.30 wurde die Integrierte Leitstelle informiert.
Gegen 22.30 wurde die Integrierte Leitstelle informiert.
Foto: News5/Grundmann

Beim Eintreffen stellten die Rettungskräfte fest, dass es sich nicht um einen Flächenbrand handelte, sondern eine Feldscheune im Vollbrand stand. Um die Löscharbeiten gewährleisten zu können, wurde der Brandort und die vorbeiführende Staatsstraße durch die Polizei weiträumig abgesperrt.

180 Rettungskräfte vor Ort

Zur Brandbekämpfung waren insgesamt 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk und Polizei vor Ort.

Staatsstraße 2243 gesperrt

Ein Übergreifen des Brandes auf ein angrenzendes Waldstück und eine Gartenlaube konnte verhindert werden. „Das war die größte Gefahr, dass sich das Feuer auf den angrenzenden Wald ausbreitet“, sagt Kreisbrandmeister Sailer.

Landwirte helfen

Landwirte unterstützten die Feuerwehr mit ihren Güllefässern mit rund 90.000 Litern Wasser, sagt Kreisbrandmeister Sailer: „Gerade in den Sommermonaten stimmt sich die Feuerwehr wegen der vermehrten Vegetationsbränden mit den Landwirten ab.“

Die Staatsstraße 2243 bei Kersbach ist gesperrt.
Die Staatsstraße 2243 bei Kersbach ist gesperrt.
Foto: News5/Grundmann

Aufgrund der Lösch- und Räumarbeiten wurde die Straße im Bereich Kersbach gesperrt. Gegen 6.30 Uhr am Montagmorgen war die Staatsstraße laut Sailer wieder befahrbar.

Kripo Bamberg ermittelt

Hinsichtlich der Brandursache hat die Kriminalpolizei Bamberg die Ermittlungen aufgenommen.

 

 

Lesen Sie auch: