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Drastische Maßnahmen nötig
1,5 Millionen Euro: Ebermannstadt saniert Feuerwehrhäuser
Ebermannstadts Feuerwehrhaus: Hier und in vielen weiteren Feuerwehrhäusern der Stadt braucht es teilweise weitreichende Sanierungsmaßnahmen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Ebermannstadts Feuerwehrhaus: Hier und in vielen weiteren Feuerwehrhäusern der Stadt braucht es teilweise weitreichende Sanierungsmaßnahmen. // Bjarne Bahrs
Ebermannstadt – Sie sind sanierungsbedürftig und teilweise durchaus unsicher. Ebermannstadts Feuerwehrhäuser benötigen teils drastische Maßnahmen zur Erhaltung. Was in den nächsten Jahren getan werden muss.

Normalerweise sollen sie für die Sicherheit der Ebermannstadter sorgen, wenn es brennt. Ebermannstadts Feuerwehren kümmern sich tagtäglich um Brände und anderweitige Notfälle im Stadtgebiet. Doch was, wenn es bei den Einsatzkräften selbst zum Einsatz kommt? Viele der Ebser Feuerwehrhäuser sind teils stark sanierungsbedürftig und müssen ertüchtigt werden. Darum will sich die Stadt nun kümmern.

Bis 2031 will Ebermannstadt alle aktiven Feuerwehrhäuser auf einen jeweils ordentlichen Stand bringen. Das hat der Stadtrat in seiner Sitzung am vergangenen Montag beschlossen. Dabei müssen besonders die Wachen in Ebermannstadt und Gasseldorf am dringlichsten saniert werden, um auch zukünftig einen reibungslosen Ablauf der Wehr zu gewährleisten; entsprechend stehen hier die Maßnahmen auch schon im Detail. Beide Ertüchtigungspläne stellte die Verwaltung dem Stadtrat in seiner Sitzung am vergangenen Montag vor.

Feuerwehr Ebermannstadt: Viel Sanierungsbedarf

Besonders im Fokus der Sanierungsarbeiten steht die Ein- und Ausfahrt zum Ebermannstadter Feuerwehrhaus. Diese teilt sich die Feuerwehr derzeit mit dem Roten Kreuz, gleichzeitig dient die Einfahrt auch als Ankunftsweg für die Feuerwehrleute. Besonders die Nutzung als Anfahrt für die Wehrleute kann im Notfall eine Gefahrenstelle sein, wenn die ersten Rettungsfahrzeuge bereits zur Einsatzstelle fahren, während weitere Einsatzkräfte noch in der Einsatzzentrale ankommen. „Wir hatten bisher noch keine Vorkommnisse deswegen, aber man merkt trotzdem, dass man hier handeln sollte“, erzählt der frisch gewählte Feuerwehrkommandant Rolf Kutter auf Nachfrage der FT-Redaktion.

Gleichzeit machen auch ironischerweise Brandschutz und Meldeanlagen Probleme im Ebser Feuerwehrhaus. Zusätzlich müssten innerhalb der Wache weitere Baumängel beseitigt werden. „Uns sind die Probleme durchaus bewusst, umso schöner ist es, dass wir das Ganze jetzt in Zusammenarbeit mit der Stadt angehen können“, erklärt Kutter.

Neue Fahrzeughalle für Gasseldorf

Auch im Gasseldorfer Feuerwehrhaus sind die derzeitigen Zustände langfristig nicht mehr tragbar. So bräuchte es unter anderem eine neue Lösung für die derzeitige Fahrzeughalle. Dazu soll eine neue Halle direkt gegenüber auf dem Gasseldorfer Dorfplatz errichtet werden, anderweitig wäre eine sichere Weiternutzung des Feuerwehrhauses nicht mehr möglich. Gleichzeitig müssten auch die Umkleiden im Feuerwehrhaus reorganisiert werden, vor allem aus Arbeitsschutzgründen. „Das wissen viele Leute nämlich gar nicht, denn auch ein Feuerwehrhaus zählt als ein Arbeitsplatz“, erzählt Thomas Keller vom Planungsbüro IBG GmbH, das für die Ertüchtigung der Ebser Feuerwehrhäuser zuständig ist.

Auch das Gasseldorfer Feuerwehrhaus ist sanierungsbedürftig. Dafür soll unter anderem eine brandneue Fahrzeughalle gebaut werden.Forchheim & Fränkische Schweiz
Auch das Gasseldorfer Feuerwehrhaus ist sanierungsbedürftig. Dafür soll unter anderem eine brandneue Fahrzeughalle gebaut werden. // Bjarne Bahrs

Kosten bleiben fraglich

Wenig überraschend macht vor allem die Finanzierung der Ertüchtigung der einzelnen Feuerwehrhäuser den Stadträten bei ihrer Entscheidung Sorgen. Besonders, da noch keine finale Summe für die gesamten Maßnahmen feststeht. Auch die bislang festgesetzten Kosten für die weitreichenderen Maßnahmen an der Ebermannstadter Wache sind noch keinesfalls in Stein gemeißelt. Dort sieht der Stadtratsbeschluss erst einmal einen geschätzten Gesamtpreis von rund 946.000 Euro vor, der auch schon im diesjährigen Haushaltsplan eingestellt ist. Keine geringe Summe, besonders da auch in Ebermannstadt der Gürtel enger geschnürt ist als noch vor einigen Jahren.

Auch die Gasseldorfer Ertüchtigung braucht eine hohe Summe, um den weiteren Betrieb zu gewährleisten. 450.000 Euro schätzt das Planungsbüro derzeit. Besonders der Neubau der neuen Fahrzeughalle würde die Kosten deutlich in die Höhe treiben. „Um das auch nochmal vorstellbar zu machen: Wir stellen hier ja keine Fertiggarage hin, dadurch steigen die Kosten natürlich um einiges an“, erklärte auch Ebermannstadt Bürgermeisterin Christiane Meyer.

Stadtrat stimmt für Sanierungsmaßnahmen

Ob der Preis tatsächlich bei dieser Summe steht, wird sich erst bei Detailplanungen klären. „Die Kosten sind bisher aus Erfahrungen mit anderen Projekten geschätzt, doch natürlich kann sich der Preis in beide Richtungen bei der Detailplanung ändern“, erklärt Thomas Keller. Schlussendlich werden sich die Stadträte nun mit den Kosten für das Projekt abfinden, denn alle empfanden die Maßnahmen für dennoch notwendig. Einstimmig beschloss der Stadtrat die Sanierungspläne für Ebermannstadt und Gasseldorf bis 2031.

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