„Mir ist grundsätzlich sehr wichtig, die Unterscheidung und Unterteilung von Feuerwehr zum einen als kommunale Einrichtung mit dem Kommandanten und zum anderen den Verein, der die Feuerwehr fördert, mit dem Vorsitzenden“, erklärt der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kirchehrenbach, Sebastian Müller. Denn er habe schon oft festgestellt, dass den Menschen gar nicht bewusst sei, dass es da eine Unterscheidung gebe.
Freiwillige Feuerwehr: Die Unterschiede zum Verein
Weiter stellt er klar, dass das Feuerwehrhaus, die roten Fahrzeuge oder die Ausrüstung der Gemeinde gehören. Der Verein dagegen richte Veranstaltungen aus oder sammele Spenden für die Feuerwehr. Und ihm sei wichtig, dass den Menschen klar ist, dass viel ehrenamtliche Arbeit und Zeit hinter einer Feuerwehr steckt.
In Kirchehrenbach werde sehr viel Wert auf Aus- und Weiterbildung gelegt. Oft werde gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW), der Bergwacht oder der Wasserwacht geübt, denn im Notfall müssten die Feuerwehrleute schnell und richtig reagieren.
Allein im letzten Jahr machte die Feuerwehr Kirchehrenbach 62 Übungen
„2022 zum Beispiel haben wir 5101 Stunden für Verwaltung, Übungen und alles, was so getan werden muss, aufgewendet“, fasst Müller zusammen. Er weist darauf hin, dass es allein im letzten Jahr 62 Übungen gegeben habe. Doch nicht nur das fällt bei der Feuerwehr Kirchehrenbach auf.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Öffentlichkeitsarbeit. Seit Januar 2012 erscheint monatlich „Der rote Hydrant“, das Mitteilungsblatt der Feuerwehr Kirchehrenbach. In gedruckter Version liegt es in einigen Geschäften und Praxen des Ortes aus, es ist aber auch auf der Homepage der Feuerwehr abrufbar.
„Und wenn ich ein wenig spät dran bin mit der Veröffentlichung, kommen schon gleich Nachfragen, wo denn der neue, rote Hydrant’ bleibt“, sagt Müller und lacht.
54 Aktive
Er hatte die Idee, als er wieder einmal einen Jahresbericht in der Hand hielt. Deshalb beschloss er, den Bürgern zu zeigen, was alles monatlich in der Feuerwehr geleistet wird. Neben seiner ehrenamtlichen Arbeit bei der Feuerwehr ist er bei der Stadtverwaltung Erlangen für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.
„Manchmal fällt unser Mitteilungsblatt dünner aus, aber es gab noch nie einen Monat, in dem es gar nichts zu berichten gab“, stellt Müller stolz fest. Jeden Monat wird das Blatt bis zu 500 Mal heruntergeladen. Die Bürger können sich informieren über alles rund um die Feuerwehr, was sie leistet und wie gut sie ausgebildet ist.
„Jeder sollte sich vor Augen führen, was wäre, wenn es die 54 Frauen und Männer nicht gäbe, wenn man zum Beispiel im Graben liegt oder einem das Wasser bis zum Hals steht“, meint Kommandant Müller und weist darauf hin, dass es in Deutschland das beste ehrenamtliche Hilfssystem gebe.
Kommandant Sebastian Müller
Vorsitzende Maria Müller
Anzahl der Aktiven 54
Ausbildung Standard: Brandbekämpfung inklusive Atemschutz (derzeit 35 einsatzbereite Atemschutzgeräteträger), technische Hilfeleistung inklusive Rettungsschere/Spreizer, Absturzsicherung; Vegetationsbrandbekämpfung (bisher kein flächendeckender Standard).
Einsatzfahrzeuge Mehrzweckfahrzeug (MZF), Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 20, Löschgruppenfahrzeug (LF) 8/6 und Gerätewagen Logistik 1 (GW-L1)
Kinderfeuerwehr seit 19 Jahren, derzeit 25 Kinder
Jugendfeuerwehr seit 45 Jahren, derzeit elf Jugendliche
Einsätze im letzten Jahr 28
Übungen im letzten Jahr 62 reguläre interne Übungstermine mit insgesamt 1386 geleisteten Stunden. Dazu kommen weiterführende Lehrgänge auf Kreis- oder Landesebene.
Bezirk Zum Feuerwehrbezirk 22 im Landkreis Forchheim gehören die Feuerwehren Kirchehrenbach, Leutenbach, Mittelehrenbach, Oberehrenbach, Ortspitz-Seidmar, Pinzberg, Gosberg, Dobenreuth, Wiesenthau, Schlaifhausen.cs
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