„Da hätte schnell sehr viel Schlimmeres passieren können", sagt Michael Henkel, Erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Weilsbach im Gespräch mit dem FT.
Als am Montagnachmittag eine Böschung am Auerberg zwischen Reuth und Weilersbach unweit des Schweizer Kellers in Flammen steht, ist der Waldrand nicht weit, 100 Meter mögen es etwa sein. „Ein Funke hätte gereicht, so trocken wie die Natur derzeit ist", sagt Henkel. „Und dieser Tage weht der Wind ja ständig."
Auf einer Fläche von schätzungsweise 40 mal 5 Meter hat eine Böschung einer gemähten Wiese gebrannt. Henkel schätzt die Menge des brennenden Strohs auf etwa 100 Kubikmeter.
14-Jähriger handelt sofort
Die Flammen waren gerade im Begriff, die anliegende Wiese zu verschlingen, als die Weilersbacher Wehr mit zwei Löschfahrzeugen und einem Führungsfahrzeug anrückte. Unter Einsatz schwerer Atemgeräte brauchten die Wehrler gut eine Stunde, um den Flächenbrand zu löschen.
Gerufen hatte sie ein 14-jähriger Junge aus dem Ort. Mit einem Freund war der Teenager gerade auf einem Spielplatz in der Nähe, als er den Rauch wahrnahm.
Auf dem Motorroller des Freundes fuhren die beiden den Auerberg hoch und informierten sofort die Feuerwehr. „Zum Glück", sagt Henkel. „Nicht auszudenken, was geschehen wäre, wenn er nicht so schnell reagiert hätte!"
Brandursache unklar
Die Ursache des Brandes ist bislang unklar, erklärt der Feuerwehrkommandant weiter. „Vielleicht lag da eine Glasscherbe und die Sonne hat sich darin gebrochen?"
Der grüne Mülleimer aus Kunststoff, der mitten im betroffenen Bereich steht, scheidet als Ursache für das Feuer aus.
„Der hat überlebt", sagt Henkel. „Eine Zigarettenkippe oder Ähnliches im Mülleimer können wir daher ausschließen."
Auch die hölzerne Bank nebenan, auf der müde Wanderer den Blick aufs Walberla genießen können, blieb wie durch ein Wunder verschont.
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