Patienten hoffen
Klinikum lässt geplante Operationen wieder zu
Stationäre Behandlungen sind bald am Klinikum Forchheim wieder möglich. Grundlage für diese Entscheidung sei eine  aktuelle Bewertung der Covid-19-Belastung in Oberfranken  in  Abstimmung mit den Ärztlichen Leitern.
Stationäre Behandlungen sind bald am Klinikum Forchheim wieder möglich. Grundlage für diese Entscheidung sei eine aktuelle Bewertung der Covid-19-Belastung in Oberfranken in Abstimmung mit den Ärztlichen Leitern.
Foto: Barbara Herbst/Archiv
Forchheim – Stationäre Behandlungen sollen im Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz bald wieder stattfinden können. Ein bisschen Geduld ist aber noch nötig.

Die Bezirksregierung von Oberfranken hat entschieden, dass stationäre Behandlungen in den oberfränkischen Covid-19-Schwerpunktkrankenhäusern – dazu gehört auch das Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz mit dem Standort Forchheim – ab 25. April wieder ohne Einschränkungen durchgeführt werden können.

Aktuelle Bewertung der Covid-19-Belastung

Grundlage für diese Entscheidung sei eine aktuelle Bewertung der Covid-19-Belastung in Oberfranken in Abstimmung mit den Ärztlichen Leitern. Die Situation habe sich demnach im Vergleich zu Ende März entspannt. Das teilte die Regierung in einer Pressemeldung mit.

Da die Gesamtsituation Schwankungen unterliege, könne es in den nächsten Tagen aber nochmals zu Belastungsspitzen kommen. Aus diesem Grund greife die Regelung erst ab 25. April. Bis dahin sei davon auszugehen, dass sich auch die Personalsituation an den Kliniken gebessert hat.

Die Auslastung der Normalstationen lag am 19. April im oberfränkischen Durchschnitt bei knapp 79 Prozent. Bei den Intensivstationen bewegt sich der Wert zuletzt zwischen 75 und 85 Prozent und damit unterhalb der für einschränkende Maßnahmen maßgeblichen Marke des Notfallplans.

Inzidenz geht zurück

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Oberfranken ist in den vergangenen Tagen zurückgegangen. Sie hat sich von 2486 am 1. April auf 1116 am 19. April mehr als halbiert. Sie liegt allerdings weiter über dem bayerischen Durchschnitt (862,5).

Angesichts dieser Gesamtentwicklung zeigte sich Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz erleichtert: „Die Situation in Oberfranken erlaubt den Krankenhäusern nun wieder die Vorbereitung von elektiven Operationen im Rahmen ihrer Personalkapazitäten. Dies ist im Interesse der Patienten zu begrüßen, da die Verschiebung von aufschiebbaren stationären Behandlungen den Betroffenen viel abverlangt hat.“

Entscheidung liegt beim Arzt

Seit 1. April galt für die Covid-19-Schwerpunktkrankenhäuser, dass sämtliche unter medizinischen Aspekten aufschiebbaren stationären Behandlungen zu unterlassen und die stationären Kapazitäten für die Behandlung von Covid-Patienten, Notfallpatienten sowie solchen Patienten, deren elektive Behandlung aus medizinischen Gründen nicht verschoben werden kann, zu reservieren sind.

 

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