Da ist was los im Schlupfwinkel des fränkischen Gemüts.
Gespielter historischer Bilderbogen, grandioses Feuerwerk, historischer Jahrmarkt, Sonderfahrten der Dampfbahn und Agilis und eine musikalische Premiere. Ebermannstadt erlebt zum 700. Stadtjubiläum ein wahres Spektakel an historischen Ereignissen.
Angeführt durch ein eigens dafür inszeniertes Jubiläumsspektakel. Gefolgt von einem grandiosen Feuerwerk „Lux Ebermarestad“ an der Wiesent, eingebettet in das Licht- und Feuer-Spectaculum mit der Bigband des Gymnasiums Ebermannstadt und Czardas-Musik des Ensembles Lewandowski und der Premiere eines neuen Raps von Rapper Jan Schäfer.
Feuerwerk in Ebermannstadt
Die Firma Innovative Pyrotechnik Böblingen gestaltete eine Inszenierung in Licht und Feuer unter der Mitwirkung von Peter Younes, Prof. Hubert Sowa, Hannes Klehr, Hans Lyer und dem Rapper Jan Schäfer.
700 Jahre ist es her – genauer am 9. Oktober 1323 – da erhob König Ludwig IV., das schlüsselbergische Dorf „villa ebermarestad“ zur Stadt mit Nürnberger Recht. Damit belohnte er seinen Vertrauten Konrad II. von Schlüsselberg für seine Verdienste im Kampf gegen die Widersacher. Für Ebermannstadt bedeutete das „Stadtrecht“ damals, sich durch Gräben und Mauern vor feindlichen Angriffen zu schützen und Märkte abhalten zu dürfen.
700 Jahre Ebermannstadt
Heute spielt Ebermannstadt als einziges Mittelzentrum im Landkreis Forchheim eine wichtige Rolle in der Regionalentwicklung der Fränkischen Schweiz, welche den gehobene Bedarf im Bereich Bildung, Gesundheit, Kultur, Sport und Verwaltung abdeckt. „Stadtgeschichte so unmittelbar und zum Greifen nah zu erleben“, mit diesen Worten eröffnete Bürgermeisterin Christiane Meyer das Jubiläums-Theater-Spektakel und damit auch die Festtage zum 700. Stadtjubiläum.
700 Jahre Ebermannstadt
Dies sei nur möglich gewesen, da sich viele Bürger zusammentaten und mit all ihrer Kreativität, Lust und Liebe einbrachten, zollte sie den Akteuren ihren Respekt. „Wir haben uns aus diesem Geschichtsbuch Ebermannstadt einige prägnante Geschichten oder historische Ereignisse herausgesucht“, erzählt Intendant Jan Burdinski begeistert. In seiner Funktion quasi als „Maître de Plaisir“ hat er die Spielmeisteraufgabe als Strippenzieher, Koordinator und Regie für das Jubiläumsspektakel übernommen.
140 Darstellende beim Theaterstück
Entstanden sei die Idee zusammen mit Corinna Brauer, Geschäftsführerin der ILE Fränkische Schweiz, am Küchentisch. Die Umsetzung war nur dank der sehr engagierten Menschen aus Ebermannstadt und der Verteilung der Aufgaben in kurzer Zeit möglich.
140 Darstellende, davon die Hälfte aus den Schulen, hätten die Stadtgeschichte in ein neues Licht gesetzt, berichtet Corinna Brauer, die organisatorisch die Fäden zusammenhält. „Es ist uns wichtig, dass die Kinder sich mit ihrer Stadtgeschichte auseinandersetzen und ein Bewusstsein für die Heimatstadt schaffen“, sagt Bauer.
700 Jahre Ebermannstadt
Am Sonntag setzte sich die Feier fort mit einem noch nie dagewesenen historischen Jubiläumsmarkt mit Kunsthandwerkern und Mitmach-Aktionen vom Scheunenviertel bis in die Altstadt und Sonderfahrten mit Zugtausch auf der Bahnstrecke zwischen Forchheim, Ebermannstadt und Behringersmühle von Dampfbahn und Agilis.
Am historischen Jubiläumsmarkt mit insgesamt 55 Verkaufsständen konnten die Besucher kleine Vorführungen bestaunen. Als Highlight konnte sich Jung und Alt an zusätzlichen zehn Erlebnisständen wie historische Kinderzunft mit historischem Handwerk, Wappenkunde des Gymnasiums Fränkische Schweiz, Schaubrauen im Kessel, Buchbinderei aus Waischenfeld, Anprobieren mittelalterlicher Moden, Bogenschießen bei den Freien Bogenschützen FS ausprobieren.
Musikalisch unterhielten unter anderem die Spielleute „Schandfleck“ mit Tanzmeisterin Janina und gemeinsamen Tanz durch die Innenstadt.
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