Schon am ersten Aprilwochenende waren die Temperaturen in Forchheim auf über 25 Grad gestiegen. Danach hat der Frühling eine kleine Pause eingelegt - zumindest was Sonne und hohe Temperaturen angeht. Doch ab Dienstag (18. Juni) kommt das Eisdielenwetter zurück.
Auch in diesem Jahr haben die Preise wieder angezogen. Dabei spielen neben den steigenden Produktionspreisen auch die teuren Rohstoffe und die gestiegenen Personalkosten eine Rolle. Aber wie viel müssen Forchheimer nun in diesem Jahr für die Kugel bezahlen?
Eis Garda in der Hornschuchallee
Am günstigen ist wie im letzten Jahr die Eisdiele Garda. Um 10 Cent hat Inhaber Claudio Baroni den Preis angehoben, 1,30 Euro kostet die Kugel damit heuer. „Aber für Forchheimer Verhältnisse ist das ja noch günstig“, gibt er zu bedenken. Reich werden wolle er nicht mit seinem Geschäft. „Ich bin über 60, da braucht man nicht mehr viel. Ein bisschen was zum Leben und vor allem Gesundheit“, sagt er mit einem breiten Lächeln.
Eis Elisa in der Hornschuchallee
Auch die Eisdiele Elisa erhöht ihren Preis um 10 Cent. Kostete die Kugel im vergangenen Jahr noch 1,40 Euro, liegt der Preis jetzt bei 1,50 Euro. Grund hierfür sei die Steuererhöhung, heißt es auf Nachfrage. Gemeint ist die Mehrwertsteuer, die seit Anfang des Jahres auch in der Gastronomie 19 Prozent für jedes verkaufte Gericht beträgt – 2023 lag sie noch bei sieben Prozent.
Kaffee-Rösterei Bogatz in der Holzstraße
Ein bisschen teurer ist das selbstgemachte Eis in der Kaffee-Rösterei Bogatz. 1,70 Euro kostet hier die Kugel und ist damit noch beim gleichen Preis wie im vergangenen Jahr. Zusätzlich gibt es aber auch Kinderportionen im Angebot, bei denen die Kugel nur 1,40 Euro kostet.
Neben Eis und heißen Getränken gibt es hier auch allerhand anderes zu naschen. Besonders die bunten Sorten mit Smarties und Zuckerperle sowie der kleine Storch-Aufsteller machen die Eistheke hier zu einem echten Hingucker.
Buonissimo in der Hauptstraße und Sattlertorstraße
Während das Buonissimo in der Sattlertorstraße wegen der angrenzenden Baustelle noch in der Winterpause ist, sind vor der Filiale in der Hauptstraße sogar an einem Dienstagmittag schon einige Tische besetzt. 1,80 Euro müssen Kunden hier für eine Kugel in den Standardsorten ausgeben – genauso viel wie im vergangenen Jahr.
Daneben gibt es noch einige Premiumsorten für satte 3 Euro die Kugel - oder mehr. Die fallen in der Theke schon allein durch ihre ausgefallene Präsentation ins Auge. Am teuersten ist laut Aushang die Sorte Pistazie für 3,50 Euro pro Kugel.
Fränkische Eis-Werkstatt in der Birkenfelderstraße
In der Fränkischen Eis-Werkstatt freut man sich schon auf die Eis-Saison. „Dann werden wir genau so weitermachen, wie im vergangenen Jahr“, betont Inhaberin Brigitte Frey-Hübschmann. Und verspricht viele spannende fränkische Sorten - etwa Eis von echten fränkischen Quitten. Außerdem arbeite sie derzeit an einem Low Carb-Eis, das auch für Diabetiker geeignet sei. „Sowas gibt es in der ganzen Region noch nicht“, erklärt sie.
„Von den Preisen bleiben wir weitgehend gleich“, berichtet die Chefin. Demnach kosten die Kugeln der einfachen Sorten 1,50 Euro. Spezialsorten, die teurere Zutaten brauchen oder mehr Arbeitsaufwand bedeuten, würden zwei Euro kosten. Einzig für Eisbecher wie das Spaghettieis müsse sie den Preis infolge der neuen Mehrwertsteuerregelung anheben.
Gelateria Alessandro in der Apothekenstraße
In diesem Jahr haben Forchheimer Eisliebhaber eine Anlaufstelle weniger. Alessandro Cattafesta musste seine Gelateria Alessandro nach der Saison 2023 schließen. Zwar hatte er sich mit seinem Geschäft einen Kindheitstraum erfüllt, die Pandemie und die steigenden Preise zwangen ihn aber im vergangene Jahr zu diesem Schritt.






















