Am Sonntag, 2. März, ist es endlich wieder so weit. Dann ziehen die Narren fröhlich durch die Forchheimer Innenstadt. Mit dem Faschingsumzug erreicht die fünfte Jahreszeit ihren Höhepunkt. Musik, gute Stimmung, mühevoll gestaltete Wägen und Kostüme und natürlich Süßigkeiten – jedes Jahr lockt das Treiben tausende Zuschauer an.
Los geht es für die Teilnehmenden ab 12.30 Uhr. Dann stellen sich die Gruppen traditionell in der Lichteneiche auf. Offizieller Start des Umzugs ist um 13.30 Uhr. Aktuell seien inklusive der Gruppen der Närrischen Siedler schon 42 Gruppen angemeldet, erklärt Bernd Uttenreuther, Präsident der Närrischen Siedler Lichteneiche Forchheim e. V. Bis zum Umzug könnten aber noch einige dazukommen, die Anmeldung ist bis Donnerstag, 27. Februar, möglich.
Hier schlängelt sich der Gaudiwurm durch Forchheim
Die Route startet wie gewohnt in der Lichteneiche. Weiter geht es über die Wilhelm-Hauff-Straße, den Viktor-von-Scheffel-Platz, die Untere-Keller-Straße und die Piastenbrücke. Anschließend ziehen die Teilnehmer über die Adenauer-Allee in die Bamberger Straße, weiter in die Hauptstraße und vorbei am Paradeplatz. Der Umzug endet in diesem Jahr in der Klosterstraße.
Anschließend treffen sich alle zum Feiern am Marktplatz. Dort startet das bunte Treiben schon ab circa 14 Uhr, richtig los geht es aber erst nach dem Umzug gegen 15.30 Uhr. Veranstaltungsende ist um 18 Uhr.
Faschingsumzug: Über 10.000 Zuschauer erwartet
Musikalische Unterstützung gibt es während des Umzugs von drei Musikkapellen. Am Markplatz sorgen Ewald Stilkerich und Michael Finzel als DJ für Stimmung. Was besondere Highlights betrifft, kann auch Präsident Uttenreuther noch nicht viel verraten: „Hier lassen wir uns jedes Jahr selbst überraschen.“ Schön sei aber zum Beispiel, dass in diesmal wieder der NCV, also der Neunkirchner Carnevals Verein e. V., mit einem großen Trupp dabei sei.
Im vergangenen Jahr hatte der Umzug trotz Regenwetter um die 15.000 Zuschauer angelockt. Auch heuer rechnet der Verein wieder mit einer fünfstelligen Zahl an Schaulustigen. „Wenn wir mit dem Wetter Glück haben, könnten am Straßenrand ca. 10.000 Zuschauer den Gaudiwurm anschauen“, so Uttenreuther.
Sicherheit beim Faschingsumzug
Nach dem Anschlag in München, bei dem ein Mann mit einem Auto in eine Verdi-Demonstration gefahren war, steht auch bei Faschingsumzügen die Frage nach der Sicherheit im Fokus. „Der Forchheimer Faschingszug wird wie üblich durch Fahrzeuge des THW und des städtischen Bauhofs an neuralgischen Punkten geschützt“, erklärt Britta Kurth, Pressesprecherin der Stadt Forchheim auf FT-Anfrage. Aufgrund der schlimmen Vorfälle in jüngster Zeit werde die Zahl der Fahrzeuge in diesem Jahr erhöht. „Wie viele es sind und wo sie platziert werden, möchten wir aber nicht veröffentlichen.“
Die Sicherheit innerhalb des Zuges werde wie bisher durch Personen gewährleistet, die neben den Rädern der teilnehmenden Fahrzeuge mitlaufen. Diese sichern die Wagen ab, damit niemand vor die Räder läuft. So entspreche es auch den gesetzlichen Regelungen für solche Veranstaltungen, erklärt Kurth.
Polizei zum Thema Sicherheit
Auch die Polizei bereitet sich entsprechend vor. Auf die Frage, inwieweit es spezifische Sicherheitsmaßnahmen für Veranstaltungen wie Faschingsumzüge in Forchheim gibt, erklärt Rene Winkelmann von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberfranken: „Generell bewertet die Polizei die allgemeine und auch die spezielle Sicherheitslage bei Veranstaltungen und Versammlungen kontinuierlich und berücksichtigt dabei aktuelle Ereignisse sowie Erkenntnisse aus der Kriminalitätslage.“
Die Maßnahmen seitens der Polizei würden dabei stets an die aktuelle Lage angepasst. Bei der Bewertung des Gefährdungspotenzials würden verschiedene Faktoren eine Rolle spielen: Wie sehen die örtlichen Gegebenheiten aus? Wie viele Teilnehmer gibt es und bewegen diese sich fort? Wie viele Zufahrtsmöglichkeiten gibt es?
Wie auch schon in den vergangenen Jahren seien keine Pferde beim Umzug erlaubt, erklärt Bernd Uttenreuther. Zudem habe es ein Hinweisblatt vom Staatsministerium für Inneres gegeben, das die Teilnehmer ausdrücklich darauf hinweise, dass von rechtspopulistischen Parolen Abstand zu nehmen sei.
Faschingsumzüge im Landkreis Forchheim
Nicht nur in Forchheim ziehen Anfang März die Narren durch die Straßen. Auch in vielen Orten im Landkreis finden Umzüge statt:
1. März: Faschingsumzug in Heroldsbach
2. März: Faschingsumzug in Forchheim ab 14 Uhr
2. März: Faschingsumzug in Gößweinstein um 14 Uhr
2. März: Faschingsumzug in Ebermannstadt um 14 Uhr
4. März: Faschingszug in Neunkirchen am Brand um 14 Uhr
4. März: Faschingsumzug in Pottenstein um 14 Uhr















