„Gelungene Premiere für eine Newcomerin“, attestierte der schottische Freiheitskämpfer William Wallace alias Ministerpräsident Markus Söder im unterfränkischen Fastnachts-Mekka, als die TV-Kameras erloschen waren. Der vergangene Freitagabend mit ihrem Auftritt beim Faschings-TV-Klassiker „Fastnacht in Franken“ wird für Janina Fuchs ewig unvergessen bleiben.
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Fastnacht in Franken: So überzeugte die Forchheimer Gaafergoschn
Im besonderen Maße natürlich ihre gut 12-minütige (Brutto)-Präsenz - einschließlich Tusch- und Applaus-Einlagen sowie ihrem mit dreifachem „Helau“ gefeierten Ausmarsch – auf der Bühne in den Mainfrankensälen und vor einem bundesweiten Millionen-Publikum. Die „Gaafergoschn“ aus dem Faschingsverein der Närrischen Siedler Lichteneiche in Forchheim ist seit dem Sommer vergangenen Jahres, beginnend mit einem Casting, wie Phoenix aus der Asche zum Fastnachts-Olymp aufgestiegen.
Große Herausforderung für die Hobby-Künstlerin
„Für das erste Mal zufrieden“, zeigte sich die 31-Jährige nach einer sehr kurzen Nacht. Es war für die lupenreine Hobby-Künstlerin, die am Montag wieder vor ihrer Mittelschul-Klasse steht, im Reigen vieler TV-Profis eine sehr große Herausforderung. „Das war alles andere als ein Heimspiel wie in örtlichen Prunksitzungen. Da herrscht ein ganz anderer Aufregungspegel, noch dazu, wenn Minuten zuvor „Waltraud und Mariechen“ auftreten. Es ist Gott sei Dank nichts Großes passiert, bin schon sehr froh, dass ich keinen Text-Hänger hatte.“
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Markus Söder, Ilse Aigner und weitere Polit-Promis im Saal
105 Minuten nach Sendungsbeginn stand sie hinter dem Bühnen-Vorhang: „In diesem Moment hatte ich kurzzeitig das Gefühl, ich falle um. Man steht da und wartet. Lasst mich raus! Und dann: Jetzt geht es wirklich los, ich muss jetzt raus und nicht vergessen, zuerst in die Kamera winken. Der Saal ist schon überwältigend, wenn man da oben steht. Markus Söder habe ich gleich gesehen und auch schnell meine Eltern entdeckt. Ich habe mir aber bewusst gemacht, dass ich jetzt niemanden anschauen darf und man nicht daran denken darf, dass Millionen zuschauen. Man spielt das ab und hat keine Zeit, an etwas anderes zu denken.“
Von Forchheim in die Mainfrankensäle
Knapp fünf Stunden vorher ging es vom Hotel Richtung Mainfrankensäle. „Wenn man dann dort ist, ist man ständig beschäftigt und hat viele Termine. Da fährt man schon herunter, zumal das gesamte Umfeld sehr professionell und ruhig ist. Da überall in der Garderobe Bildschirme stehen, konnte man die Sendung verfolgen. Ich bin noch einmal meinen Text durch, denn nach der Generalprobe wird immer noch etwas geändert oder gekürzt. So waren die Übergänge anders als im ursprünglichen Text.“
Beim Live-Auftritt im „schweineteuren“ roten Trägerkleid-Outfit bot die Ü30erin eine breite Themenpalette, beginnend mit ihrer „fränkischen (Bankert)-Erziehung“. Es folgten ihre Wahrnehmungen zu Verführungskünsten, den Frauen-Problemen Diäten und Aussehen, der chronischen Unzufriedenheit bei Frauen („machen alles, um sexy zu sein“) und natürlich auch die Klamotten-Frage.
Ein Tanz mit „Feierwehrkapell‘n“-Kommandant Norbert Neugirg
Beim Birthday-Finale mit allen Mitwirkenden wollte es der Positionsplan der Regie so, dass Janina Fuchs, diesmal im Tortenkleid mit Reifrock, neben dem kurz zuvor frenetisch gefeierten „Feierwehrkapell‘n“-Kommandanten Norbert Neugirg stand, mit ihm feixte und tanzte.
Vor dem mitternächtlichen Stehempfang bestätigte sie im Säle-Foyer: „Alles ist noch nicht angekommen. Es fühlt sich an wie im Film. Ich muss mir dies erst einmal in Ruhe anschauen, damit das Hirn begreift, dass ich da war.“ Nach drei Intensiv-Tagen in Veitshöchheim gibt es zunächst keine Zeit zum Durchschnaufen und Innehalten.
Mit dem berechtigten Stolz, es nach Veitshöchheim geschafft zu haben, trat Janina Fuchs am späten Samstagabend schon wieder in Buckenhofen mit ihrer Lang-Version auf. Auch die nächste TV-Präsenz steht postwendend ins Haus: Montag, ab 16.15 Uhr live im Studio bei „Wir in Bayern“.




















