Annafest, KulturSommerQuartier oder Winterzauber am Kellerwald – die Forchheimer wissen, wie man Feste feiert. Von dieser Feierfreude soll in Zukunft auch die Innenstadt mehr profitieren. Um mehr Menschen in das Herz der Königsstadt zu locken, sind gleich drei neue Veranstaltungen für das kommende Jahr in Planung.
Stadtbewohner und Besucher Forchheims will man mehr Musik, Mode und Kneipengenuss bieten. Einen ersten Ausblick gab Citymanagerin Susanne Winter in der jüngsten Sitzung des Forchheimer Kulturausschusses. Die Veranstaltungen sind Teil des neuen Leitbildes „Forchheim 2030“. Auf einen Termin dürfen die Forchheimer besonders gespannt sein: Ein beliebtes Kneipenfest soll zurückkehren.
Das Forchheimer „Kneipenfetzt“
Ein musikalisches Highlight für die Stadt wird für viele die geplante Wiederbelebung der Musikveranstaltung „Kneipenfetzt“ sein. Private Akteure möchten das Fest schon am 22. März 2025 wieder in Forchheim stattfinden lassen. 2020 musste das Event wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Im Jahr davor lockte das damals sechste Forchheimer „Kneipenfetzt“ nach Angabe der damaligen Organisatoren etwa 2000 Besucher an.
Für 2025 ist vorgesehen, dass in rund zwanzig Kneipen zwanzig Bands spielen werden. Besucher dürfen sich auf eine abwechslungsreiche Mischung aus Pop, Funk und Soul freuen. Das Citymanagement würde lediglich bei der Planung des Marketings beraten und die Veranstaltung auf seinen Kanälen bewerben. Daher liegt der geschätzte Kostenpunkt für die Stadt bei lediglich rund 1000 Euro.
Überall-Musik-Festival Forchheim
Auch das „Überall Musik“-Festival hat es in Forchheim schon einmal gegeben. Im kommenden Jahr soll das Fest zurückkehren. Die von einer privaten Initiative geleitete Veranstaltung will Musiker und Bands in die Stadt bringen. An sechs Bühnen in der Innenstadt sollen Bands verschiedenster Musikrichtungen auftreten. Das lockt auch Fans aus der ganzen Metropolregion nach Forchheim – so die Hoffnung.
Als Termin steht der 14. Juni 2025 im Raum. Das Festival soll bereits am Nachmittag ab 14 Uhr starten. Veranstaltungsende soll voraussichtlich gegen 23 Uhr sein. Die Stadt kümmert sich laut aktueller Planung um die Bühnen sowie nötige Straßensperrungen. Außerdem soll das Citymanagement auch hier bei der Vermarktung unterstützen. Geschätzte Kosten: 5000 Euro.
„Weiße Nacht“ in Forchheim
Um dem lange hinter einer Baustelle verschwundenen Paradeplatz direkt einen gebührenden Auftritt zu ermöglichen, soll er im Sommer Austragungsort einer besonderen Veranstaltung sein. In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei und dem Ordnungsamt plant das Citymanagement einen Teil des neu sanierten Platzes in eine Kulisse für die „Weiße Nacht“ zu verwandeln. Die Idee: Alle Gäste sollen zur Veranstaltung ganz in Weiß gekleidet sein. Ein Konzept, das auch in vielen anderen Städten bereits etabliert ist.
An von der Stadt gestellten Biergarnituren können die Besucher dann ihre mitgebrachten Leckereien und Getränke gemeinsam bei einem Picknick genießen. Für alle, die keine Lust auf Vorbereiten haben und um die lokale Gastronomie zu unterstützen, sollen auch Angebote für Gerichte zum Mitnehmen organisiert werden. Live-Musik rundet die Veranstaltung ab. Geplanter Termin ist der 12. Juli 2025.
Modenschau mit Forchheimer Einzelhändlern
Wer jetzt schon panisch nach einem passenden weißen Outfit sucht, kann beruhigt aufatmen. Auch daran hat das Citymanagement gedacht. Zwei Wochen vor der Weißen Nacht soll es eine Modenschau von mehreren Forchheimer Einzelhändlern geben. Dort können sich die Forchheimer noch passende Kleidungsstücke sichern.
Die Kosten für die weiße Nacht sind auf 15.000 Euro veranschlagt. Das brachte im Ausschuss bei den Stadträtinnen und Stadträten schnell die Frage auf, ob das mit dem aktuellen Haushalt vereinbar sei und ob man mit der Veranstaltung nicht noch ein Jahr warten sollte. Am Ende wurde der Beschlussvorschlag mit dem „Leitbild 2030“ dennoch angenommen.
Schaufenster-Ausstellung „Wer erkennt seine Vorfahren?“
Neben den drei Veranstaltungen in der Innenstadt ist noch eine weitere spannende Aktion geplant. Eine in der Stadt verteilte Fotoausstellung soll eine Reise in die Vergangenheit des Forchheims der 1920er-Jahre ermöglichen. Das Pfalzmuseum will in den Schaufenstern der Einzelhändler Abzüge alter Fotografien ausstellen. Bei den Bildern handelt es sich um einen Dachbodenfund eines städtischen Fotostudios. 1800 alte Glas-Fotoplatten hat das Pfalzmuseum digitalisiert. Teile davon sollen dann zur Ansicht ausgestellt werden. Vielleicht wird mancher Forchheimer auf den Bildern seine eigenen Vorfahren wiedererkennen.















