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Forchheim: Wann die Läden 2025 sonntags wieder offen haben
Wenn auch noch das Wetter passt, sind alle zufrieden an den verkaufsoffenen Sonntagen: Wie hier am 6. Oktober soll es auch 2025 wieder vier Termine geben.
Wenn auch noch das Wetter passt, sind alle zufrieden an den verkaufsoffenen Sonntagen: Wie hier am 6. Oktober soll es auch 2025 wieder vier Termine geben. // Pia Lengenfelder
Forchheim – Forchheims Geschäfte wollen auch 2025 wieder an vier Sonntagen ihre Türen zum Shoppen öffnen. Welche Termine das sind, was im Advent zusätzlich geplant ist und warum es noch scheitern könnte.

Shoppen ohne Zeitdruck, flanieren flankiert mit Livemusik und noch mehr Auswahl als gewohnt: Wer sich unter den Besuchern eines verkaufsoffenen Sonntages in Forchheim umhört, bekommt in der Regel positive Rückmeldungen. Wem es nicht gefällt oder wer nichts damit anfangen, bleibt meist daheim, der Rest schaut sich gerne an, was sich Händler und Stadtverwaltung für ihre sonntäglichen Events erdacht hatten.

Verkaufsoffene Sonntage – nur viermal im Jahr

Zuletzt strömten zahlreiche Menschen aus der Region am 6. Oktober nach Forchheim, um sich einen schönen Tag in der Innenstadt zu machen. Diese Termine sind rar gesät, lediglich viermal hat und wird es in diesem Jahr eine Ausnahme von der strengen bayerischen Auslegung des Ladenschlussgesetzes geben. Aber – und das wird zumindest die Fans dieser Events freuen – fürs kommende Jahr stehen schon jetzt die nächsten Termine fest.

Weil die gesetzlichen Regelungen strikt sind, müssen diese aber einzeln geprüft und erlaubt werden. So steht im Gesetz über den Ladenschluss beispielsweise: „Verkaufsstellen müssen zu folgenden Zeiten für den geschäftlichen Verkehr mit Kunden geschlossen sein: 1. an Sonn- und Feiertagen, 2. montags bis samstags bis 6 Uhr und ab 20 Uhr, 3. am 24. Dezember, wenn dieser Tag auf einen Werktag fällt, bis 6 Uhr und ab 14 Uhr.“

Forchheim: Termine für Jahrmärkte und verkaufsoffene Sonntage stehen fest

Nun sind aus dieser Regelung einzelne Produktgruppen ausgenommen, etwa Brot, Blumen und Zeitungen. Aber noch eine Ausnahme gibt es, nachzulesen in Paragraf 14: „Nach geltender Rechtslage dürfen Verkaufsstellen aus Anlass von Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen an jährlich höchstens vier Sonn- und Feiertagen geöffnet sein, wenn diese Tage von den Landesregierungen oder den von ihnen bestimmten Stellen durch Rechtsverordnung freigegeben werden.“

Eben jene vier Termine hat die Händlervereinigung Heimforteil in Forchheim nun auch wieder an den Jahrmarkt-Sonntagen im kommenden Jahr beantragt. Der dafür nötige Erlass hat nun die erste Hürde genommen und die Stadtratsmitglieder des Hauptausschusses mehrheitlich überzeugt. Einzig die SPD stimmt dagegen. Wenn der Stadtrat diesem Beschluss folgt, können sich Forchheims Shopping-Fans diese Termine fürs nächste Jahr bereits im Kalender anstreichen:

  • 13. April 2025
  • 1. Juni 2025
  • 5. Oktober 2025
  • 2. November 2025

Lange Einkaufsnacht am 5. Dezember?

Darüber hinaus wünschen sich Forchheims Innenstadthändler eine lange Einkaufsnacht am 5. Dezember 2025. An diesem Freitagabend vor Nikolaus sollten die Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet haben dürfen, schreiben sie. Auch damit geht Forchheims Lokalpolitik mehrheitlich mit. Allerdings braucht es hierfür erst eine Genehmigung der Regierung von Oberfranken.

Forchheims Kirchen, SPD und Verdi sprechen sich dagegen aus

Einwände gegen die verkaufsoffenen Sonntage kommen wie üblich von den Kirchen, der Forchheimer SPD sowie der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. „Wir bleiben bei unserer grundlegenden Haltung“, sagt Gewerkschaftssekretär Paul Lehmann. Der arbeitsfreie Sonntag bilde – noch – eine Ruheinsel, in der Menschen ihre Zeit nach ihren Bedürfnissen verbringen könnten. Die gelte es auch für Mitarbeitende im Handel zu schützen.

Daher behalte sich Verdi wie gewohnt rechtliche Schritte vor, sobald die Verordnung in Forchheim rechtskräftig erlassen worden ist. Aber das eher pro forma, wie er sagt. Einer der Hauptangriffspunkte, mit denen solche Verordnungen gekippt werden könnten, hat das Landratsamt erneut schon vorab entschärft: So wird ein enger Riegel um die Forchheimer Innenstadt gezogen, innerhalb dessen die Geschäfte an diesen Sonntagen geöffnet haben dürfen.

Heimforteil Forchheim: „Freuen uns auf die Events“

Petra Dietzel, Boutique-Chefin und Heimforteil-Sprecherin, freut sich schon auf die kommenden Events. Vor allem für die Händler rund um die Hauptstraße seien diese besonderen Tage wichtig, sagt sie. Und wer weiß, vielleicht wird aus den Ausnahmen irgendwann einmal die Regel: Zwar sehen die im Sommer vorgestellten Eckpunkte eines eigenen bayerischen Ladenschlussgesetzes nach wie vor strenge Regeln vor. Aber unter anderem ist darin von „bis zu acht längeren, anlasslosen Einkaufsnächten von Montag bis Samstag bis 24 Uhr pro Jahr“ die Rede, auch könnten digitale Kleinstsupermärkte dann generell auch an Sonn- und Feiertagen öffnen.

Bis es so weit ist, können sich Forchheims Innenstadtbesucher schon einmal auf den 3. November in diesem Jahr freuen. Unter dem Motto „Forchheim kuschelt“ wird es dann neben dem Markttreiben auch zwischen 12 und 17 Uhr wieder geöffnete Geschäfte geben.

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