Gisela Fischers Kunstwerke bestechen durch Farben und Formen. Bei manchen Bildern gibt es ein regelrechtes spiralartiges Farbenfeuer, das in den Bann zieht. Andere Bilder wirken abstrakt. Große Plakate hängen an den Wänden oder an einem Drahtseil, andere Kunstwerke stehen gerahmt auf dem Tisch. „Art Fanale – Bilder, die ihr Leben positiv beeinflussen können“ heißt die Ausstellung der Gräfenberger Künstlerin, zugleich ist diese Ausstellung eine Premiere für die Firma Steinbruch Endress in Gräfenberg.
Vernissage in Gräfenberg: Kunstkalender von Endress geplant
Im Erdgeschoss der Verwaltung sind diese Kunstwerke acht Wochen lang für alle Interessierten ausgestellt und dürfen auch erworben werden. Alle Bilder haben eine Besonderheit, die man nicht mit bloßem Auge erkennt: Jedes Kunstwerk hat ein Wort oder einen Buchstaben eines Wortes als Grundlage. Zur Vernissage begrüßten die beiden Geschäftsleiter Johanna Neumeyer und Bernhard Papst die geladenen Gäste. Stolz sei die Firma Endress, mit Fischers Werken nun die erste Vernissage eröffnen zu dürfen. Zugleich sei die Firma dankbar für die gute Nachbarschaft, zu der die Künstlerin gehört.
Bei dieser Zusammenarbeit kam das Gespräch auf Fischers künstlerische Leidenschaft. „Die Gespräche mit Gisela Fischer haben fasziniert“, sagt Alois Erhard, der Verkaufsleiter der Firma Endress. Aus dieser Faszination sei nicht nur die Ausstellung entstanden. Erhard verriet, dass mit einem Kunstkalender ein gemeinsames Projekt geplant sei, mit dem Steinbruch als Basismotiv. „Eigentlich bin ich Musikerin“, sagt Fischer. Sie ist Musiklehrerin, studierte Klavier und spielt auch Orgel, Harfe, Trompete. Was das Malen betraf, habe sie früher als Jugendliche abgemalt oder „gekritzelt“.
Art Fanal im Steinbruch in Gräfenberg zu sehen
Mit dem Malen einer Bauernhochzeit sei sie dann beauftragt worden. Neben ihrem Beruf arbeitete sie in verschiedenen Nebenberufen, tippte für einen Anwalt Schreiben, übte sich als Korbflechterin, war Chorleiterin und ist über ihre diversen Jobs, Weiter- und Ausbildungen zur Coachin geworden. Dieser Beruf bildete die Grundlage für ihre Kunstwerke. Das wusste sie damals noch nicht und war auch nicht beabsichtigt. Aber: „Ich habe immer Zettel mit Zielen gegeben“, sagt Fischer, wie sie mit ihren Klienten gearbeitet hatte. Dann hat Fischer diese Ziele am Computer geschrieben und schließlich ein Zeichenprogramm bekommen.
So fing sie an, Striche und später Wörter zu malen, und mehr und mehr sind aus diesen Buchstaben und Wörtern die Kunstwerke entstanden. „Das Gehirn liebt Bilder“, sagt Fischer. Bilder prägen sich ein, Bilder helfen, Ziele vor Augen zu haben und sie umzusetzen. Die Kunstwerke, die als Bild formulierten Ziele, sind auf Karten gedruckt worden.
„Art Fanal“ heißt das Kartenset. Fanal sei im ursprünglichen Sinne ein Feuerzeichen, ein Leuchtfeuer. Art ist Fischers Kunst, die Botschaft bildlich und symbolhaft zu verschlüsseln. Über 300 Bilder hat Gisela Fischer. „Ich habe zu Hause keine weiße Wand mehr“, sagt Fischer lachend. Ein Fisch, Gisela Fischers Logo, ist in jedem Bild. Zu besichtigen sind die Werke bis Mitte Dezember täglich von 11 bis 14 Uhr, frei zugängig bei der Firma Endress. Auch das Kartenset ist dort erhältlich.












