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Schwimmen lernen
Hallenbad in Gräfenberg bleibt geöffnet
Das alte Hallenbad in Gräfenberg bleibt noch bis 2024 in Betrieb.Forchheim & Fränkische Schweiz
Das alte Hallenbad in Gräfenberg bleibt noch bis 2024 in Betrieb. // Petra Malbrich
Hier können die Kinder aus dem Landkreis weiter Schwimmen lernen. Wenn alles klappt sogar bis das neue Bad steht.Forchheim & Fränkische Schweiz
Hier können die Kinder aus dem Landkreis weiter Schwimmen lernen. Wenn alles klappt sogar bis das neue Bad steht. // Petra Malbrich
Gräfenberg – In Gräfenberg können die Kinder weiterhin schwimmen lernen. Das alte Gebäude wird erst dann abgerissen, wenn das neue Bad fertig ist. Das ist für 2024 geplant.

Einmal die Woche fährt Christian Weisel von Wiesenthau nach Gräfenberg ins Hallenbad. Seine große Tochter macht dort gerade den Freischwimmer. Aber ob es mit dem Schwimmkurs für die kleinere Schwester, die jetzt vier Jahre alt ist, klappt, war lange ungewisse. Denn eigentlich sollte das alte Hallenbad ab April abgerissen werden. Das neue Bad wird aber erst 2024 fertig.

„Aber es ist gar nicht so leicht einen Schwimmkurs zu bekommen“, sagt Weisel. Er kenne Eltern, die extra Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eingetreten seien, um einen der raren Plätze zu ergattern. „Die machen jetzt Aufsicht und engagieren sich im Verein. Nur damit die Kinder schwimmen lernen können.“

Neues Bad für 6 Millionen Euro

Doch für Weisel und alle anderen Eltern im Landkreis, deren Kinder gerade schwimmen lernen, gibt es jetzt gute Nachrichten: Das alte Hallenbad in Gräfenberg bleibt jetzt doch länger geöffnet. Wenn alles nach Plan läuft, sogar genau so lange bis, das neue Hallenbad öffnet, wie Henrik Mayer vom Bauamt der Gemeinde Gräfenberg gegenüber dem FT bestätigt.

Im Dezember hat der Gemeinderat Gräfenberg den Bau des neuen Schwimmbades beschlossen. Nach einer monatelangen Zitterpartie: Aufgrund der aktuell hohen Baukosten gallopierten die zu erwartenenden Kosten davon. Gleichzeitig standen Förderungen von Bund und Landkreis immer wieder auf der Kippe. Am Ende konnte die Politik alles unter Dach und Fach bringen.

Seit 2018 ist eine neues Bad in Planung

Seit 2018 plant die Gemeinde den Neubau. Die Gesamtkosten werden aktuell auf rund sechs Millionen Euro geschätzt. 1,1 Millionen Euro steuert der Landkreis bei, gut 2,4 Millionen kommen vom Bund über das Kommunale Investitionsprogramm (KIP).

Direkt neben dem Schwimmbad wird die staatliche Realschule ebenfalls umgebaut. Wie Mayer erklärt, sei man ursprünglich davon ausgegangen, dass man das alte Hallenbad abreißen müsse, damit genug Platz für Baufahrzeuge und Material ist.

Gemeinde reißt altes Gebäude erst ab, wenn das neue Becken fertig ist

„Wir sind in den Planungen inzwischen ein ganzes Stück weiter“, sagt Mayer. Inzwischen habe man den Bauablauf genauer geplant und es möglich gemacht, dass das alte Hallenbadgebäude länger stehen bleiben kann.

„Wenn alles nach Plan läuft“, so Mayer, „dann können die Badegäste im Bademantel vom alten Schwimmbad ins neue Schwimmbad laufen.“ Der Neubau entsteht nämlich an einem anderen Platz – aber nur wenige Meter von dem alten Standort entfernt. Sicher könne man bei Baustellen aber nie sein, sagt Mayer. Es könne immer etwas passieren, was man nicht habe vorhersehen können.

„Es ist einfach wunderbar“

Christian Weisel aus Wiesenthau freut sich riesig über die guten Nachrichten. „Es ist einfach wunderbar“, sagt er. „Dass ein öffentliches Angebot erst dann wegfällt, wenn für Ersatz gesorgt ist, ist man ja gar nicht gewohnt“, lobt er die Gemeindeverwaltung.

So kann die Siebenjährige auch weiterhin immer montags zum Schwimmen. Und auch die Vierjährige kann jetzt ihren Schwimmkurs starten. „Die beiden haben ihre Kurse direkt hintereinander“, freut sich der Vater. „Da müssen wir nur einmal fahren.“ Während die Töchter schwimmen lernen, kann er die Einkäufe erledigen. Zwar sei es nach Gräfenberg etwas weiter als nach Forchheim. Aber aufgrund des Verkehrs sei er genauso schnell am Hallenbad in Gräfenberg wie am Königsbad in Forchheim.

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